01.01.2013

Sea-Help GmbH, Pannendienst auf See

5 % Einfuhrumsatzsteuer in Kroatien

Was die zukünftige Versteuerung ausländischer Boote in Kroatien angeht, scheint sich der Nebel langsam zu lichten. Wie SeaHelp, dem österreichische Pannendienst der Adria, auf Anfrage seitens der WKÖ (Wirtschaftskammer Österreich) mitgeteilt wurde, hat es bereits ein Treffen mit der WKÖ und hochrangigen Vertretern des kroatischen Hauptzollamts sowie der kroatischen Steuerbehörde stattgefunden, bei dem es um Einzelheiten der geplanten Umsetzung der befristeten Einfuhr-Umsatzsteuer sowie der damit verbundenen Verzollung ging. Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass sich längst nicht mehr die Frage stellt, ob die Neuregelung in Kraft tritt, die Eignern im Vorgriff auf den EU-Beitritt erhebliche finanzielle Vorteile bei der Verzollung sowie der Festsetzung der Einfuhr-Umsatzsteuer verschafft, sondern wie sie in Kraft treten wird. Dazu sind zwar noch nicht alle Würfel gefallen, doch wie aus gesicherter Quelle zu vernehmen war, dürfte man sich stark an der seinerzeit beim EU-Beitritt Sloweniens praktizierten Vorgehensweise orientieren. Vereinfacht sehen die Rahmenbedingungen danach so aus: Fünf Prozent Einfuhr-Umsatzsteuer bei Einfuhr nach Kroatien in der Zeit vom 1.1.2013 bis 31.5.2013 sowie bis zu 2,2 % Zoll, jeweils berechnet vom Zeitwert des jeweiligen Schiffes. Wer nach dem Stichtag sein Boot nicht ordnungsgemäß eingeführt hat, den straft das Leben in Form von 25 % Einfuhrumsatzsteuer. Ob Schiffe, die zum Zeitpunkt der Einfuhr älter sind als 8 Jahre, von der Regelung ausgenommen sind, steht noch in den Sternen. Wünschenswert wäre, das der kroatische Staat hier rechtzeitig eine Klärung herbeiführt, damit die Eigner entsprechend reagieren können und nicht die Fünf-Prozent-Regelung versäumen. Fragt man kroatische Steuerexperten, kommt man zu dem Schluss, dass die Acht-Jahresregelung überhaupt nicht angewandt wird. Ein Insider bringt es auf den Punkt: „Wenn der kroatische Staat den ausländischen Eignern mit der Einfuhr-Umsatzsteuer so weit entgegen gekommen ist, verzichtet er nicht noch zusätzlich auf Einnahmen. Immerhin würden dann 70 % der Eigner durch das Raster fallen.“



Und was sagt die EU dazu? Die ist ob der kroatischen Maßnahmen „not amused“, um es vorsichtig zu formulieren. Auf Anfrage von SeaHelp teilte man schriftlich mit, dass man künftig genau hinschauen werde, ob Kroatien die EU-Bedingungen vollinhaltlich erfüllt. Das dürfte im Umkehrschluss nach der gültigen EU-Sprachregelung heißen, dass die Regelung vielleicht nicht in allen Punkten EU-konform sein könnte, man aber auf eine nähere Prüfung verzichtet, weil im Vorfeld des EU-Beitritts Brüssel über keine wirksame und pragmatische Handhabe verfügt, der kroatischen Regierung diesen äußerst geschickten Schachzug zu untersagen. Soviel zu den Hintergründen. Den Eignern soll es egal sein, denn wie sagte doch einst ein deutscher Bundeskanzler: „Entscheidend ist, was hinten rauskommt.“ Und das ist eine erkleckliche Ersparnis für die Eigner.



Auch wenn noch nicht alle Rahmenbedingungen festgeschrieben sind, gilt bereits jetzt: Die betroffenen Eigner sollten gerüstet sein für das, was da kommt. SeaHelp, der Pannendienst der Adria, ist eng in die Entscheidungsprozesse eingebunden und erhält natürlich Informationen aus erster Hand. Aufgrund der engen Kontakte zu den kroatischen Behörden werden bereits jetzt Verfahren entwickelt und Vorgehensweisen in Abstimmung mit den Behördenvertretern festgeschrieben, die garantieren, dass interessierte Eigner das kleine Zeitfenster zur Umflaggung auch tatsächlich nutzen können und ihre Anträge nicht in den Mühlen der durch die Vielzahl der Ersuchen stark belasteten kroatischen Behörden „untergehen“.



Die Leistungen von SeaHelp nimmt man ganz einfach in Anspruch: Eine Mail mit Bootsregistrierung und Versicherungspolice an SeaHelp schicken (steuer@sea-help.eu) oder die Unterlagen faxen an 0043 6133627290. Die Eingänge werden nach der Reihenfolge des Eingangs bei SeaHelp bearbeitet und die Eigner erhalten ein individuelles Angebot. Bis zu diesem Zeitpunkt entstehen keinerlei Verpflichtungen gegenüber SeaHelp.
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