Angeln:
Bestandsschutz - EU-Verordnung regelt den Fang von Wolfsbarschen

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Ab sofort gilt in vielen Gewässern der EU bis zum 30. Juni 2016 ein Entnahmeverbot für den Wolfsbarsch. Davon sind auch die deutschen Nordseegebiete betroffen. Wie aus einem aktuellen Amtsblatt der Europäischen Union hervorgeht, gilt die Regelung gleichermaßen für die Berufs- als auch für die Angelfischerei. Ab dem 1. Juli 2016 dürfen Angler dann einen Wolfsbarsch pro Tag mitnehmen, sofern er das Mindestmaß von 42 cm hat.

Maßnahmen zum Schutz des Bestandes
Im vergangenen Jahr hatte die Europäische Union erstmals Maßnahmen zum Schutz des Wolfsbarschbestandes erlassen. Für Angler wurde erstmals eine Fangbegrenzung von drei Wolfsbarschen je Angler pro Tag eingeführt und das Mindestmaß von 36cm auf 42cm angehoben. Für Berufsfischer war die Fischerei auf Wolfsbarsch während der Laichzeit von Januar bis März ausgeschlossen. In diesem Jahr dürfen sie, ebenfalls ab dem 1. Juli, je nach Fangmethode, monatlich zwischen 1000 und 1300 kg Wolfsbarsch pro Schiff fangen.

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Weiterführende Informationen
Näheres zu den Regelungen findet sich im Amtsblatt der Europäischen Union vom 28. Januar 2016 und der darin enthaltenen EU-Verordnung 2016/72 des Rates vom 22. Januar 2016 zur Festsetzung von Fangmöglichkeiten für 2016 für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen (siehe Artikel 10: „Maßnahmen für die Fischerei auf Wolfsbarsch“)

Über den Wolfsbarsch
Der Wolfsbarsch kommt vor allem im Ostatlantik, in der südlichen Nordsee sowie im Mittelmeer vor. An der deutschen Nordseeküste war er hauptsächlich Sommergast. Von Jahr zu Jahr dringt er jedoch weiter nach Norden vor. Sogar in der Ostsee wird er beim Angeln hin und wieder erbeutet.

Quelle: www.dafv.de

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