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Anstriche Teil 4 - Farbauftrag und Werkzeuge

Foto: Anstrich Rumpf
Die Schichtdicke pro Arbeitsgang wird in Mikron (µ) angegeben (1 µ = 1/1000 mm). Ein Nassschicht-Dickenmesser ist nützlich, wenn die Schichtdicke von entscheidender Bedeutung ist. Üblicherweise berechnet man jedoch die anzustreichende Fläche und trägt die empfohlene Farbmenge auf. Die Lösemittel- und Feststoffanteile der verschiedenen Produkte variieren.
Die Schichtdicke
Ein Anstrich, der mit einer Nassschichtdicke (NSD) von 100 µ aufgetragen wird, trocknet, je nach Produkt, bei Entweichen des Lösemittels zu einer Trockenschicht (TSD) von 35 – 65 µ. Tragen Sie nie mehr als die angegebene Farbmenge pro Schicht auf, da sonst beim Aushärten Probleme auftreten und Lösemittel nicht mehr entweichen können. Der Endanstrich kann dadurch misslingen. Die Schichtdicke wird von folgenden Faktoren beeinflusst:
  • Oberflächenprofil – die Fläche einer unregelmäßigen Oberfläche ist größer. Es wird mehr Farbe benötigt.
  • Oberflächenporosität – einige Oberflächen absorbieren mehr Farbe als andere.
  • Temperatur – bei niedrigen Temperaturen haben Farben eine dickere Konsistenz und lassen sich nur schwer verarbeiten.
  • Verdünnerzugabe
  • Farbauftrag pro Arbeitsgang (Schaumstoffrolle 40-80μ, Lammfellrolle 65-120μ, Mohairrolle 40-100μ, Pinsel 70-110μ, Luftspritzen 75-150μ, Airless-Spritzen 60-500μ)

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Der richtige Pinsel
Verwenden Sie immer qualitativ hochwertige Pinsel. Wählen Sie stets den größtmöglichen Pinsel, der für Ihre Arbeit geeignet ist. Für den Endanstrich sollten Sie nie neue Pinsel verwenden, da diese beim ersten Einsatz oft Haare verlieren. Streichen Sie auf einer begrenzten Fläche systematisch kreuz und quer, das heißt von einer Seite zur anderen und von oben nach unten. Arbeiten Sie so lange, bis die Farbe gleichmäßig auf der Fläche verteilt ist. Die letzten Pinselstriche sollten sehr leicht sein (Oberflächenfinish) und senkrecht verlaufen (siehe auch nachfolgend unter Flächenkissen). Halten Sie den Pinsel in einem Winkel von 45°, um Pinselstreifen zu vermeiden. Während des Anstrichs wird Farbe im Pinsel antrocknen. Reinigen Sie Ihren Pinsel etwa alle 30 Minuten, um eine gleichmäßige Oberfläche zu erzielen.
Flächenkissen
Der Anstrich kann auch direkt mit einem Flächenkissen erfolgen. Die besten Ergebnisse werden jedoch erzielt, wenn man das Kissen für das Oberflächenfinish von Flächen verwendet, die zuvor mit Pinsel oder Rolle beschichtet wurden. Flächenkissen stets unmittelbar nach dem Farbauftrag anwenden. Ziehen Sie das Flächenkissen nur in eine Richtung. Mit vertikalen Bewegungen verhindern Sie eine zu hohe Schichtdicke, die zu einem Nachsacken führen kann. Diese Technik lässt fast alle Applikationsspuren verschwinden und hinterlässt eine gleichmäßige Oberfläche!

Airless- oder Druckluftspritzen
Die Erfahrung zeigt, dass mit Farbspritzpistolen das beste Ergebnis erzielt wird. Wenn möglich, sollte im Bootsschuppen bei gleichmäßiger Temperatur und geringer Feuchtigkeit gearbeitet werden. Beim Auftragen von 2-Komponenten-Farben muss als Atemschutz immer eine Vollmaske getragen werden. Wenden Sie sich an einen Fachmann, wenn Sie nicht über die erforderliche Ausrüstung verfügen!

Quelle und weitere Infos: www.vosschemie.de

Lesen Sie auch:
Anstriche richtig ausführen Teil 2 - Entfernung alter Farbe und Antifoulings

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