Atlantic Women 2017

Mit Frauenpower über den Atlantik
















Warum segeln eigentlich so wenig Frauen? – Acht Frauen zwischen 25 und 64 aus ganz Deutschland setzen ein Zeichen für die Emanzipation und verbinden dies auch gleich mit einem guten Zweck.
Petra Pavlisin (50), Skipperin und Initiatorin, gründete den Verein Atlantic Women 2017, der mittlerweile acht Mitglieder hat, im Jahr 2015 mit dem Ziel einer gemeinsamen Atlantiküberquerung im Rahmen der Atlantic Rally for Cruiser 2017 (ARC 2017), um Frauen im Segelsport zu fördern und um Spenden sammeln zu können. Sowohl die teilnehmenden Frauen als auch alle anderen Frauen wollen sie ermutigen, im Privaten wie im Beruflichen etwas Ungewöhnliches und Mutiges zu wagen. „Wir übernehmen das Steuer in einem Bereich, in dem meist Männer die Skipper sind, und wollen damit andere Frauen und auch Mädchen dazu ermutigen, sich sowohl im Segelsport als auch in anderen Bereichen mehr zuzutrauen“, sagt Petra Pavlisin.
Eine Idee wird geboren
Bereits mit Kindesbeinen kam Petra Pavlisin zum Segeln, zunächst auf Binnengewässern und später dann auch auf der Ostsee. Schon früh reifte in Ihr der Wunsch, einmal an einer Weltumsegelung teilzunehmen. In den Jahren 2013 und 2014 überquerte Sie als Mitglied unterschiedlichster Crews den Atlantik. Als dann bei der Preisverleihung im Rahmen der ARC auch noch eine reine Frauencrew unter den Preisträgern war, war die Idee geboren, selber mit einer reinen Frauengruppe das Abenteuer Atlantiküberquerung zu wagen.
Foto: © www.atlanticwomen.de / Alette Borgböhmer

 

Foto: © www.atlanticwomen.de / Alette Borgböhmer
Foto: © www.atlanticwomen.de / Alette Borgböhmer
Symbolische Verbindung
Mit der Atlantiküberquerung von Gran Canaria nach St. Lucia stellt das Projekt Atlantic Women 2017 symbolisch die Verbindung zu der in den USA rund um das Buch „Lean in: Frauen und der Wille zum Erfolg“ der Facebok-Managerin Sheryl Sandberg entstandenen Lean In Bewegung her, die Frauen ermutigen will, Ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. „Wenn wir uns gegenseitig unterstützen, können wir mit unserer anderen Art der Herangehensweise veraltete hierarchische Strukturen aufbrechen, um für alle bessere Bedingungen in der Welt zu schaffen“, so Pavlisin. Sie möchte, dass der Verein auch nach der Atlantiküberquerung aktiv bleibt und der Idee verbunden, Frauen durch das Segeln zu stärken und zu verbinden, regional als auch zur Völkerverständigung international. Beim letzten Training hat eine junge Türkin aus Istanbul teilgenommen, die vielleicht auch Teil der Atlantik-Crew wird.
Soziales Engagement
Um auch die finanzielle Unterstützung in die Tat umzusetzen, ruft Atlantic Women 2017 dazu auf, das Child Development & Guidance Centre (CDGC), ein von drei Fachfrauen geleitetes, auf Spendengelder angewiesenes Kinderförderzentrum auf St. Lucia zu unterstützen. Auch sonstige Sponsoren und Spender, die sich der Idee hinter dem Projekt verpflichtet fühlen, sind bei Pavlisin und Crew an Bord noch immer herzlich willkommen.

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Sozilae Engagement - Foto: © CDGC
Foto: © www.atlanticwomen.de / Alette Borgböhmer
Intensive Vorbereitung
„Mein Traum ist es, Frauen in ganz unterschiedlichen Lebensphasen und sowohl mit aktiver als auch länger zurückliegender Segelerfahrung zusammenzubringen“, sagte die Mutter von zwei Kindern 2015 in einem Interview mit der SHZ. Mittlerweile hat sich eine kleine Crew um Petra Pavlisin, die im Hauptberuf als Lehrerin an einer Kreisberufsschule in Schleswig-Holstein tätig ist, zusammengefunden und sich in den vergangenen Jahren intensiv auf den Atlantiktörn vorbereitet.
Foto: © www.atlanticwomen.de / Alette Borgböhmer
Foto: © www.atlanticwomen.de / Alette Borgböhmer
Foto: © www.atlanticwomen.de / Alette Borgböhmer
Foto: © www.atlanticwomen.de / Alette Borgböhmer
2015 begab sich das Team ins türkische Bodrum, nicht für einen gemütlichen Urlaubstörn, sondern für ein intensives Segeltraining und als Teambuilding-Maßnahme. Im April 2016 wurde dann ein weiteres Intensivtraining in der griechischen Ägäis absolviert, um die Abläufe an Bord zu perfektionieren und im Herbst folgte dann ein längerer Trainings-Törn von Sardinien nach Spanien. Ende Februar 2017 hat ein Teil der Crew das Hochseesicherheitstraining vom DHH abgeschlossen und ist somit auf alle Widrigkeiten einer Atlantiküberquerung vorbereitet.

Crewmitglieder gesucht
Dennoch müssen noch einige Hürden genommen werden, bevor der Törn auf der Lucky Lady, einer Dufour Grand Large 38.5, beginnen kann. So werden noch dringend mindestens zwei Mitseglerinnen gebraucht, damit die Basiscrew auf fünf Frauen erweitert werden kann und auch Geld- oder Sachspenden in Form von Segelkleidung oder Ausrüstung sind willkommen.

Noch bleibt den ambitionierten Seglerinnen etwas Zeit um die Crew aufzustocken und sich weiter auf den großen Törn vorzubereiten. Der startet, wenn alles gut läuft, am 19. November dieses Jahres im Rahmen der Atlantic Rally for Cruisers auf Gran Canaria und dann heißt es:

Mit Frauenpower über den Atlantik!


Fotos von Alette Borgböhmer

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