Côte d'Azur von Antibes bis La Napoule

Antibes - Picasso und Alexis Sorbas

Antibes - Foto: Hafenansicht
Rechtzeitig zur Cocktailstunde laufen wir, angetrieben von einer leichten Abendbrise, in den riesigen Port Vauban von Antibes ein. Beim Einlaufen haben wir, höchst eindrucksvoll, das alte Fort an steuerbord und die Parade der Megayachten an backbord. Hier, hinter der verlängerten Außenmole, befinden sich die Liegeplätze für bis zu 165 Meter lange Yachten. Weiter drinnen gibt es weitere 1.700 Liegeplätze.
Das Yachtzenrum in Südfrankreich
Antibes hat nicht nur den mit Abstand größten Yachthafen der Gegend, sondern ist das Yachtzentrum schlechthin in Südfrankreich. Zahllose Servicebetriebe haben sich in und um Antibes angesiedelt und der Skipper findet hier alles an Ausrüstung oder Dienstleistung für Yachten und deren Mannschaften. Und das meist auch in Englisch. Wegen dieser vermeintlich anglophilen Überfremdung genießt Antibes bei einigen Côte d'Azur-Puristen keinen besonders guten Ruf.
Englische Kultur
Tatsache ist, dass hier viele englischsprachige Menschen leben und arbeiten und dass es neben einem sehr netten englischen Buchladen auch die eine oder andere Bar gibt, in der man sich zu vorgerückter Stunde auf die britischen Inseln versetzt fühlt: etwa im "Hop Store Irish Pub" am Boulevard Aguillon dicht bei der Marina. Fakt ist aber auch, dass Antibes, die zweitgrößte Stadt der Region hinter Nizza insgesamt so viel zu bieten hat, dass man sich auch ganz einfach aus dem englischen Club heraushalten kann.

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Antibes - Foto: Buchten
Antibes - Foto: Buchten
Antibes - Foto: Burg & Altstadt
Altstadt-Bummel
Da wäre zunächst die wunderbare Altstadt, die zwischen Hafen und der alten Grimaldi-Burg (ja, noch eine!) beginnt und sich dann in südwestlicher Richtung davon erstreckt. Im südlichen Teil des Hafens, quasi an der landseitigen Verlängerung der Megayachtmole, befindet sich das bereits erwähnte historische Hafentor. Bald dahinter beginnt der bunte provençalische Markt, der immer einen Bummel wert ist - zumal man sich in den Cafés am Markt vortrefflich aufhalten kann.

Burggeschichten
Rechts neben dem Markt führen Stufen hinauf zu den alten Befestigungsmauern und der erwähnten Grimaldi-Burg. Hier wohnte ein Teil des Clans um 1386 herum, als Antibes noch die Grenzstadt zu Savoyen war. Später kaufte Henri IV. Antibes und somit auch die Burg. Für Kunstfreunde interessanter ist, dass Picasso hier im Herbst 1946 eintraf und einige Zeit im ersten Stock der Burg lebte und arbeitete, bevor er 1948 nach Vallauris zog. Viele seiner hier entstandenen Malereien und Skulpturen sind in dem an dieser Stelle eingerichteten Musée Picasso zu sehen, darunter auch das großformatige Original des berühmten Joie de Vivre, zu dem ihn ohne Zweifel die sommerliche Küste inspirierte.
Antibes Foto: Burg mit Picassomuseum
Antibes - Foto: Blick auf die Altstadt
Antibes - Foto: Buchten
Antibes - Foto: Markt
Antibes - Foto: Markt
"Ich fürchte nichts!"
Kaum weniger bekannt ist der griechische Autor Nikos Kazantzakis, der nur ein paar hundert Meter weiter in der Altstadt wohnte und hier sein berühmtestes Buch, Alexis Zorbas, geschrieben hat. Er lebte in 8, rue du Bas-Castellet. "Ich fürchte nichts. Ich erwarte nichts. Ich bin ein freier Mann", steht an der Hauswand sein trotziges Credo zu lesen.

Empfehlungen vom Markt
Links neben dem Markt führen enge Gassen in das alte Zentrum Antibes. Essen kann man hier fast überall gut, besonders jedoch am Markt selbst. Empfehlenswert ist die Creperie "La Croustille", deren Interieur mit Modellen von Segelbooten dekoriert ist und das eine freundliche Atmosphäre bietet. Sehr guten frischen Fisch bekommt man im "Les Poissonniers" am Markt und am Place Safranier gleich neben dem Haus von Nikos. Im "Le Safranier" werden solide und schmackhafte Fischgerichte einschließlich gefüllter Sardinen und einer reichhaltigen Bouillabaisse zu moderaten Preisen geboten.
Antibes - Foto: Markt
Antibes - Foto: Vieux Mures
Antibes - Foto: Vieux Mures
Letzte Geheimnisse...
Nett sitzt man im barocken Gewölbe des "Vieux Murs" an der Promenade Amiral-de-Grasse, der Straße, die auf der alten Befestigungsmauer unterhalb der Burg am Wasser verläuft. Mein allerliebstes Restaurant für einen romantischen Abend à deux behalte ich für mich. Wer es finden möchte, wird dies tun; es verbirgt sich hinter einem kleinen, unscheinbaren Eingang jenseits des überdachten Marktes. Die Küche ist hervorragend und der Empfang herzlich, sofern man reserviert hat. Falls nicht, wird man vermutlich keinen Platz bekommen, denn es gibt nur vier, fünf Tische.

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