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Das Großsegel

Das Großsegel - Foto: © North Sails / Morris
Es gibt eine alte Regel unter Regattaseglern, die zwar banal klingt, aber den Sachverhalt auf den Punkt bringt: "Ohne Groß nichts los". Diese Erkenntnis gilt zumindest für alle Kurse höher als halber Wind, denn dann wirkt ein Großsegel in erster Linie durch die Anströmung seines Profils, und erst in zweiter Linie als Fläche, die der Wind vor sich her schiebt.
Großsegel entscheidend für Geschwindigkeitspotential
Ein optimal profiliertes und gut getrimmtes Großsegel hat, mehr als jedes andere Segel an Bord, direkten Einfluß auf das Steuerverhalten sowie die Segeleigenschaften und ist damit entscheidend für das Geschwindigkeitspotential Ihrer Yacht. Das Großsegel ist dabei das Allround-Arbeitssegel an Bord, denn während die Vorsegel, entsprechend den sich ändernden Wetterverhältnissen ausgewechselt werden, bleibt das Großsegel von Flaute bis Sturm immer angeschlagen. Es soll dabei bei jeder Windstärke und auf allen Kursen zum Wind einen möglichst optimalen Vortrieb bringen. Zunächst ein paar grundsätzliche Bemerkungen zu dem viel diskutierten Thema der Segelschnitte.
Horizontalschnitt/Cross-Cut
Der meistgefahrene und bewährteste Segelschnitt ist der Horizontalschnitt. Hier laufen die Nähte rechtwinklig zur Sehne des Achterlieks. Er ist immer noch am preiswertesten in der Herstellung, robust in der Handhabung, und im allgemeinen auch am langlebigsten. Der Nachteil eines etwas höheren Gesamtgewichtes (gegenüber einem radialem Segel mit abgestuften Tuchgewichten) ergibt sich aus der Tatsache, daß nur eine durchgehende Tuchstärke vom Achterliek bis zum Vorliek verarbeitet werden kann. Für Starkwind und Sturmsegel ist der Horizontalschnitt prinzipiell empfehlenswert, weil es bei diesen Segeln weniger auf Gewichtsreduzierung ankommt, als primär auf Langlebigkeit und Robustheit.

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Tri-Radialschnitt
Der Tri-Radialschnitt ist eine Variante des Bi-Radialschnitts mit einer zusätzlichen radialen Sektion aus dem Segelhals. Sie trifft auf die Mittel- und die Schotsektion. Der Tri-Radialschnitt ist eine Erweiterung des Bi-Radialschnitts, bei welcher die Bahnausrichtung nach den Kraftlinienverlauf optimal erfolgen kann. Für Segel mit niedrigem Streckungsverhältnis (also relativ langem Unterliek in Relation zum Vorliek) bietet der Tri-Radialschnitt oft die optimale Lösung.

Zusammenfassend kann gesagt werden, daß ein radial geschnittenes Segel bei gleicher Festigkeit, aufgrund der verwendeten Materialien, in der Regel wesentlich leichter ausfallen kann, was sich positiv auf die Trimmbarkeit auswirkt.

Quelle: Moritz Segel

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