Designtrends bei Motoryachten zur boot 2017

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25.01.2017

Vielseitigkeit und "Usability Design" prägen aktuell die Entwürfe für Motorboote

Aus dem Automobilbau sind wir es heutzutage gewohnt, dass sich die Federung der Autos an Geschwindigkeit und Fahrbahn anpassen und störende Außengeräusche komprimieren, während uns auf dem Bildschirm der Reifendruck angezeigt wird. Der Mensch bewegt sich mehr und mehr in einer auf ihn abgestimmten Umwelt. Genau dahin muss auch das Motorbootdesign führen!

Einfach nur schön aussehen oder praktisch sein

Die Ansprüche der Kunden wachsen, auch bei Motorbooten: „Vorbei die Zeit“, so Mathias Ganz von dem schweizerischen Motorbootsbauer Ganz Boats, „in der ein Boot einfach nur schön aussehen darf, oder vor allem praktisch sein soll. Heute will der Kunde alles zusammen. Dass Mathias Ganz mit seiner Einschätzung der Situation und den daraus resultierenden Motorbooten auf dem richtigen Weg ist, zeigt ein „Special Mention“ des „German Design Award“ für sein Boot vom Typ Ovation 7.6, das auf der boot 2017 gezeigt wird.

Nutzer im Mittelpunkt

Die Jury begründete ihre Entscheidung für die Ovation 7.6 folgendermaßen: „Das Design stellt den Nutzer in den Mittelpunkt und schafft es dabei,
 Form und Funktion zu einer modernen, sportlich-ästhetischen Einheit zu verbinden.“ Soll also heißen: Schick aussehen alleine reicht nicht mehr.

Über das rein Optische hinaus

Es ist dennoch eine wichtige Basis, wie man auch an den cool aussehenden Booten der österreichischen Frauscher-Werft sehen kann, die jedoch ebenso über das rein optische Design hinaus viele praktische Funktionen in sich vereinen. Dazu bezieht Frauscher die immer aktueller werdende Thematik des Elektroantriebs in Booten aktiv mit ein: Es ist eine Werft, die gleich eine ganze Reihe von sportlichen, schnellen Elektrobooten anbietet.

Made in Germany

Ein anderer Designer der sich, wie Ganz, an der Automobilindustrie orientiert, ist der Brite Robert Chaffer, der als Projektmanager bei Bavaria für die neue Bavaria R40 verantwortlich ist: „Die Zukunft hat mit der R40 bereits begonnen. Bavaria soll seine Markenwerte deutlicher herausarbeiten. Die hochstehende Qualität ist nur einer der Schlüsselfaktoren, die für die typisch deutsche Herkunft stehen. Ich orientiere mich gerne an deutschen Premium-Automarken, die es geschafft haben, weltweit zum Inbegriff für das “Made in Germany” zu werden und dabei ziemlich cool herüberzukommen.”

Responsive, Rapid, Recreation, Restful und Relaxing

Für die inneren Werte von Motorbooten und Yachten nennt Robert Chaffer die R-Wörter Responsive, Rapid, Recreation, Restful und Relaxing als Maßstab. Alleine die Auswahl dieser Begriffe zeigt die neue Vielseitigkeit, die von modernen Motorbooten erwartet wird. Am Beispiel der Bavaria R40 heißt dies: Responsive - Das Fahrverhalten steht hier im Mittelpunkt, auch die Manövrierfähigkeit. Bei der R40 laut BOB-Tester und WAVE Chefredakteur Stefan Detjen bei diesem Boot gelungen. Er bezeichnet das Fahrverhalten als „tadellos, souverän und sicher.“ Rapid - Im gleichen Text für die schweizerische Zeitschrift WAVE erreichte das Boot statt der versprochenen 35 Knoten gar 37 Konten. Recreation - Unter diesem Begriff versteht Bavaria alles, was das Leben an Bord erleichtert. Das reicht von der Aufteilung der Decksflächen und Einrichtung bis hin zu kleinen, aber wichtigen Details wie der Formgebung der Türgriffe. Restful und Relaxing - Das betrifft den Gesamteindruck des Fahrens und Lebens an Bord, schließlich soll man auf dem Wasser vor allem auch Ruhe und Entspanntheit genießen.

Nordische Interpretation von Vielfältigkeit

Ein eher nordisch interpretiertes Ergebnis dieser neuen Vielfältigkeit ist die finnische Bella 700 Raid, die auf der boot 2017 ihre Premiere feiert. Sie ist eher das schwimmende Äquivalent zu einem SUV: Ein robustes Boot für viele Zwecke, vor allem aber für den Einsatz bei rauer See, und dank Pilothouse und Innensteuerstand auch bei „kräftigem“ Wetter und sogar in den Wintermonaten gut einsetzbar. Die Verbindung von Pilothouse und der relativ großen, freien Cockpitfläche dahinter, ermöglicht jedenfalls eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten, ob Transport, Angeln, Familien- oder Badeausflug, alles geht.

Variable Konzepte sind gefragt

Letztendlich geht es immer wieder um das Schlagwort „Usability Design“. Von robusten nordischen „SUB“ - Sport Utility Boats - bis zu den feineren Designs für eher südlich gelegene Binnengewässer. Variable Konzepte sind gefragt, ein Beispiel dafür ist auch die eingangs erwähnte Ovation 7.6 von Ganz, die auf der boot in ihrer neuen „Watersport“-Version vorgestellt wird. Mit den Worten von Mathias Ganz: „Ein mit diversen Ausrüstungsdetails gezielt für den Wassersport ausgerüstetes Boot, das äußerst Edel aussieht. Das Boot für Sport und Familie zugleich. Am Morgen mit den Skiern über den See rauschen, mittags mit der Familie Baden, Genießen, Trinken, Essen, Relaxen und abends mit Freunden edel Essen gehen. Alles mit einem Boot und das ohne Kompromisse. Das dann noch ausgerüstet mit unserem Touchboat-Management, das dem Bootsfahrer nicht nur Informationen liefert, sondern ihm auch hilft, Entscheidungen zu fällen.“

So also sehen sie aus, die Motorboote der Zukunft. Und das schon jetzt! Zu sehen auf der boot Düsseldorf 2017.

Cathrin Imkampe
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