Die Bodden

Im Reich der Riesen

Angelurlaub - Foto: Greifswalder Hafen
Ein salziger Geschmack auf den Lippen, ein dicker Boddenhecht am Band - jetzt gerät jeder Hecht-Fan in den Bann der außergewöhnlichen Räuberreviere. Sie sind Reviere für Riesen: In den Rügenschen Bodden, dem Greifswalder Bodden oder dem Peenestrom packen regelmäßig Hechtbrocken über 20 oder sogar 30 Pfund den Köder. Und wo sonst sind die Chancen so gut, einmal mehrere Meterhechte an einem Tag in den Arm zu nehmen. Tolle Landschaft gibt's gleich noch obendrauf: Die Angelei im Brackwasser der vorpommerschen Boddenlandschaft findet oft vor einer grandiosen Kulisse statt.
Traumreviere mit Tücken
Doch so aussichtsreich die Reviere rund um Rügen auch sind, so schwierig können sie auch sein. Weite Wasserflächen bieten dem Wind alle Entfaltungs- möglichkeiten und den Hechten genauso viel Platz, unseren Ködern aus dem Weg zu gehen. Plötzliche Einströme von Ostseewasser vernageln den Hechten manchmal das Maul, umhertreibendes Seegras sorgt für nervige Gemüsegarnituren am Köder und strenge, zum Teil unverständliche Regelungen in Sachen Angeltechnik machen die Räuberjagd auch nicht einfacher. Trotzdem lohnt es sich, den Widrigkeiten zu trotzen. Denn die Hechte wachsen nicht nur in Rekordzeit zu echten Riesen heran, sondern sind auch wunderschön gezeichnet und gute Kämpfer. Im Winter beeindrucken sie durch zum Teil unvorstellbare Körperfülle.

Finden, fischen, fangen
Die größte Schwierigkeit besteht darin, die Fische zu finden. Quadratkilometer- weise Wasserfläche bedeutet oft lange Suchfahrten. Doch statt einfach irgendwo mit dem Angeln zu beginnen, ist es besser, sich an leicht zu findenden Strukturen zu orientieren. Erster Anlaufpunkt: die Fahrrinnen der Schifffahrt. Kaum zu übersehende, große Tonnen markieren diese Rinnen. Hier ist das Wasser deutlich tiefer als in den angrenzenden Bereichen - in manchen Ecken haben Sie direkt neben den Tonnen nur noch einen halben Meter Wasser unterm Kiel. Weitere lohnende Anlaufpunkte sind Seegrasfelder, Steinhaufen am Gewässergrund und tiefe Löcher in ansonsten flachen Bereichen. Gute Seekarten und ein Echolot helfen natürlich ungemein bei der Suche nach diesen Strukturen.
Einfach gut
Was Köder und Gerät angeht, brauchen Sie recht wenig für gute Fänge. Eine steife Rute mit einem Wurfgewicht bis 80 Gramm in Kombination mit einer stabilen Stationärrolle, die Salzwasser gewachsen ist, reicht in den meisten Fällen. Dazu eine Box mit 13 bis 15 Zentimeter langen Gummifischen an Jigköpfen von 10 bis 40 Gramm. Auf diese Köder setzen die meisten Boddenkenner. Hinsichtlich Köderfarben darf es für die Bodden eher natürlich, für den Peenestrom eher grell sein. Natürlich können Sie statt eines Gummifisches auch sinkende oder tief tauchende Wobbler auf Fangfahrt schicken, aber eine gut gefüllte Gummi-Box reicht bereits aus für die Jagd auf Boddenbrummer.

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Meer der Meterhechte
Waren es bisher die Bodden, die mit Hechtbrummern für Aufsehen sorgten, ist es inzwischen immer mehr auch die Ostsee selber, vor allem im Sommer. Ob vor Kap Arkona (Nordspitze Rügens) oder im Bereich um die Greifswalder Oie (Ostsee östlich des Greifswalder Boddens) - einige Spezialisten fangen bereits fantastisch. Da außerhalb des Küstenbereiches kein Verbot fürs Schleppangeln besteht, ist systematisches Trolling mit großen Wobblern eine der effektivsten Techniken. Da warten neue Abenteuer!

Fischrestaurant der Extraklasse
Mitverantwortlich für das schnelle Wachstum der Brackwasserhechte: eine überreich gedeckte Speisekarte. Die Auswahl an Futterfischen ist groß. Neben normaler Beute wie Rotaugen oder Barschen verputzen die Hechte auch kleine Dorsche und vor allem fette Heringe. Gerade wenn die wohlschmeckenden Silberlinge zum Laichen aus der offenen Ostsee ins Brackwasser der Bodden ziehen, sind ihnen die Hechte dicht auf den Fersen.
Rügener Bodden - Angelparadies
Regeln im Reich der Riesen
Erforderliche Angelpapiere: Fischereischein und Küstenfischereischein für Mecklenburg-Vorpommern (gibt's zum Beispiel in den Angelgeschäften der Region oder bei Bootsverleihern). Im Gegensatz zu anderen Großgewässern können Sie an den Bodden oder im Peenestrom nicht einfach einen Wobbler hinters Boot schlenzen und sich schleppenderweise auf die Suche nach den Hechten machen: Schleppangeln ist verboten. Wer sich nicht dran hält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Auch das Fischen vom treibenden Boot ist offiziell nicht erlaubt. Also: suchen ohne zu schleppen, ankern und dann werfen. Apropos ankern: Vergessen Sie nicht, dabei einen Ankerball zu setzen. Fehlt der, wird sonst bei einer Kontrolle wieder Geld fällig.

Stolpersteine
Nächster möglicher Stolperstein: die verschiedenen Schutzgebiete, die teilweise gar nicht oder nur zu bestimmten Zeiten beangelt werden dürfen. Hilfreich: die Broschüre "Fischereirecht in Mecklenburg-Vorpommern", die Sie beim Fischereischutzverein Mecklenburg-Vorpommern e. V. beim Landesamt für Fischerei Mecklenburg-Vorpommern, Postfach 103115, 18005 Rostock anfordern können. Als Alternative empfehlen wir Ihnen die Faltblätter "Angeln im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft" oder "Angeln im nördlichen GreifswalderBodden", die Sie bei den Außenstellen des Landesamtes für Fischerei oder den Fremdenverkehrsämtern der Regionen bekommen.

Schutz beim Laichgeschäft
Wichtig: Seit 2003 wird die Hechtschonzeit jedes Jahr kurzfristig festgelegt, um den Räubern optimalen Schutz beim Laichgeschäft zu gewähren. Empfehlenswert, um sich unvermeidliche Pleiten bei der Jagd auf Brackwasserhechte zu ersparen: Fischen mit Guide.

Quelle: www.ruteundrolle.de

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