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Die Entwicklung des RIB

Schlauchboote machen Spaß - Foto: © Scorpion RIBs
Der Berliner Hermann Meyer wusste schon 1913 um die Möglich­keiten aufblasbarer Boote und skizzierte sogar Modelle mit Festrumpf. Doch die zur damaligen Zeit zur Verfügung stehenden Materialien und speziell die Verbindungs­möglichkeiten zwischen Gummihaut und fester Unterschale verhin­derten die frühe Realisierung sogenannter „rigid inflatable boats".
Erstes Schlauchbootpatent
Meyer ließ sich aber das erste Schlauchboot der Welt patentrechtlich schützen, konstruierte später Schottkammer-Trennwände, erfand die Messingventile und entwickelte 1932 ein Unterwasserteil, das V-förmig als Luftkiel ausgebildet war. Hermann Meyer gilt daher gemeinhin als Erfinder des Schlauchbootes und nahm bis 1967 großen Einfluss auf den Werdegang der „Aufblasbaren". Erst mit Unterzeichnung der ersten SOLAS Verordnung nach dem Untergang der „Titanic" widmeten sich auch große Unternehmen der Erfindung „Schlauchboot" und experimentierten mit den Möglichkeiten von Gummi und Kautschuk. Dr. Alain Bombard gelang es, alle drei Segmente, nämlich das Schlauchboot in Bootsform, den festen Boden und einen Außenborder, zu einem Festrumpf-Schlauchboot zu verbinden.
Modernes RIB - Foto: © Scorpion RIBs

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Die ersten RIBs kippten einfach um
1960 begann der britische Hersteller AVON, Schlauchboote mit festem Rumpf zu bauen. Dank V-Kielung - gefertigt aus Holz - lieferten die Boote trotz hoher Eigengewichte hervorragende Fahreigenschaften. Im Ruhezustand aber kippten die Avon RIB's einfach um. Frank Roffee gab dem Rumpf daher vorne ein tiefes „V", gestaltete die Boote im Heckbereich aber flach - das ermöglichte den Rümpfen auch bei null Fahrt gute Lagestabilität. Roffee baute als Erster auch die Rumpfsektionen aus CFK. Ende der 60er Jahre begannen ZODIAC und der deutsche Hersteller DSB mit der Fertigung nach dem Roffee-Design.

Einsatz in Rettungsflotten
Heute unterscheidet man zwischen einem Festrumpfschlauchboot, dem RIB, das einen aus Kevlar, GFK oder Aluminium gefertigten Rumpf besitzt und ohne Schlauch nicht schwimmfähig ist (zusätzliche Auftriebskammern bleiben dabei unberücksichtigt), und dem „rigid boat with tubes", ein Festrumpfboot mit umlaufendem Schlauch zur Stabilitätserhöhung. Die Boote aus beliebigem Material würden auch ohne Schlauch schwimmfähig bleiben, nur nicht besonders seetüchtig sein. Die Bandbreite und die Einsatzmöglichkeiten moderner RIBS sind heute nahezu unüberschaubar. Auch im kommerziellen Einsatz und für Rettungseinsätze haben sich die Boote bewährt, auch auf hoher See, so dass neben der englischen Coastguard auch andere internationale Organisationen RIBS in ihre Rettungsflotten integrierten.

Quelle: Wassersport

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