Die Kanalinseln

Ein Traum für Meeresangler

Sonnenuntergang auf der Kanalinsel Guernsey
Die Kanalinseln zwischen England und Frankreich gelten schon länger als exzellente Angelreviere. Besonders die Artenvielfalt und unterschiedlichen Fangtechniken machen Jersey zum wahr gewordenen Traum von Meeresanglern. Nicht weit entfernt von der Küste tummeln sich vor der bildschönen Kanalinsel Dutzende Fischarten.
Abwechslungsreiches Angeln
Abhängig von den Jahrenzeiten gehen Hundshai, Dorsch, Leng, Conger, Pollack, verschiedene Rochenarten, Wolfsbarsch, Stein- und Glattbutt sowie Schwarzer Meerbrassen an die Haken. Charter-Skipper Tony Heart, der mit seiner "Anna II" seit 12 Jahren vom Haupthafen St. Helier aus in See sticht, hat sein 11-Meter-Boot perfekt zum Angeln ausgerüstet. Zehn Meeresangler finden auf dem großzügig geschnittenen Schiff genügend Platz, um mit dem angelbegeisterten Tony auf Beutezug zu gehen. Dabei bieten die Gewässer um Jersey sehr abwechslungsreiches Angeln: Ob Wracks, Riffe, Sandbänke oder steiniger Grund - die Möglichkeiten sind vielfältig. Die Tide wechselt ständig und der Wasserstand zum Teil dramatisch. Aber Tony und sein Sohn Oliver gehen jedem hilfreich zur Hand, damit der Tag auch für im Kanal Ungeübte ein Erfolg wird.

Im Wechsel des Jahres
Im Winter sind die Wracks voll gestopft mit vielen dicken Pollacks - teilweise mit mehr als 15 Pfund. Hunderte von schwarzen Meerbrassen um die fünf Pfund, was für diese Art eine stolze Größe bedeutet, gehen ebenfalls zur Winterzeit über den Wracks an die Haken. Die Brassen sind übrigens überaus schmackhaft und in der Küche heiß begehrt. Dazu sind sie trotz ihrer Größe erstaunliche Kämpfer, die ordentlich Lärm am Gerät machen. Im Frühling nimmt der Artenreichtum zu. Auch Rochen werden nun gezielt gefangen. Ein 20-pfündiger Rochen, der sich gegen den Strom wendet, stellt das Gerät auf eine äußerst harte Probe. Brassen ziehen jetzt in großen Schwärmen in Küs-tennähe. Conger trifft man das ganze Jahr über an, besonders in Wracks.

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Im frühen Sommer beißen über den versunkenen Schiffen dann auch viele Leng. Außerdem herumstreunende Hundshaie, die spektakuläre Drills am mittelschweren Gerät liefern. Nun wird's richtig vielseitig vor der Insel: Dorsche, Stein- und Glattbutts sowie Wolfsbarsche attackieren die Köder. Während des Sommers bis weitin den Herbst hinein können Sie auch mit großen Rochen rechnen. Eigentlich weiß man nie, was als nächstes den Köder greift - und das macht das Angeln dort so spannend. Ich hatte beispielsweise einen kleinen Brassenköder am leichten Gerät ausgelegt, als darauf ein 30-pfündiger Hundshai einstieg! Eine Viertelstunde benötigte ich, um den unverhofften Brocken an diesem Gerät zu landen. Meine Arme taten weh, aber schließlich musste ich doch Rute und Rolle zur Seite legen, um die Kamera in Anschlag zu bringen und ein paar Bilder zu schießen. Im Sommer ist es natürlicherweise recht voll - sowohl auf der Insel als auch auf den Booten. Besser: die Reise in die Nebensaison packen, wenn alles ein bisschen ruhiger ist und auch günstiger.
Angeln vor Jersey
Das richtige Gerät
Wer sein eigenes Gerät mitbringen möchte, sollte eine 15-Pfund-Rute fürs Fischen bei Niedrigwasser und eine Uptide-Rute mit einem Wurfgewicht bis 270 Gramm fürs Fischen bei auflaufend Wasser einpacken. Wer gezielt auf Wrack-Conger gehen will, darf noch eine 30-Pfund-Bootsrute mitbringen. Multirollen mit 0,40er Monofiler und 15 Kilo tragender Geflochtener sollten im Gepäck nicht fehlen. Besonders bei starken Tideströmungen hilft die Geflochtene, den Grundkontakt nicht zu verlieren - und der ist für den Erfolg vor Jersey entscheidend.

Insel im warmen Strom
Jersey ist lediglich 116 Quadratkilometer groß und beherbergt rund 85.000 Einwohner. Die 20 Kilometer vor der französischen Küste liegende Insel gehört weder zu Großbritannien noch ist sie Mitglied in der Europäischen Union. Aber sie gehört zu den Britischen Inseln, verfügt über eigene Gesetzgebung und Steuerhoheit, fühlt sich jedoch dem englischen Königshaus in Treue verbunden. Der Golfstrom wärmt die Kanalinseln und sorgt für milde Winter und gemäßigte Sommer. Von Dezember bis Februar liegt die Durchschnittstemperatur am Tage bei 10 Grad Celsius, von Mai bis September bei etwas über 20 Grad. Jersey ist ein friedlicher, herzlicher Platz mit freundlichen und offenen Menschen. Wer vom Bootsangeln nicht genug bekommt, kann auf hervorragende Küstenangelei bauen. Aber auch für Spaziergänge entlang der eindrucksvollen Küste, an der sich bizarre Klippen mit feinen Sandstränden abwechseln, sollte man Zeit einplanen.

Quelle: Rute & Rolle

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