Tauchpraxis

Eine kleine Gaskunde II - Trimix

Gaskunde Trimix- Foto: Trimix-Tauchgang
Die unter hohem Druck problematischen Gase Stickstoff und Sauerstoff werden beim Trimix teilweise durch Helium ersetzt, das weniger unerwünschte Nebenwirkungen hat: Vor allem wirkt es viel weniger narkotisch als Stickstoff, und auch die Bläschenproblematik wird zurückgedrängt. Dies ermöglicht erträgliche Dekopausen und senkt die Tiefenrausch-Gefahr selbst bei extremen Tiefen.
Über Trimx Gemische
Je nach geplantem Tauchgang kann man die drei Bestandteile des Trimix (»Tri« steht für drei«) individuell zusammenmischen. Beispielsweise mit einem hohen Helium- und einem niedrigen Sauerstoffgehalt für die Tiefe - womit es dann aber für flachere Bereiche ausscheidet, was dann wieder die Mitnahme eines weiteren Gases (Travel Gas, in der Regel Nitrox) nötig macht. Die Bezeichnung eines Trimix-Gemisches erfolgt ähnlich wie beim Nitrox. Allerdings folgen dem Wort hier zwei Zahlen, wobei die erste den Anteil des Sauerstoffes, die zweite den des Heliums angibt. TMX 10/70 enthält also zehn Prozent Sauerstoff, 70 Prozent Helium und 20 Prozent Stickstoff - ein Gemisch, das heute für Tauchgänge um die 100-Meter-Marke häufig in Gebrauch ist.

Nachteile von Trimix:
Doch auch Trimix hat Nachteile, denn in sehr großen Tiefen kann auch Helium problematisch werden (Stichwort: HPNS). Zudem kann in kalten Gewässern bei Verwendung eines Trockentauchanzuges ein Problem auftauchen: Wenn der Anzug durch ein stark heliumhaltiges Gemisch belüftet wird, kühlt der Taucher durch die höhere Wärmeleitfähigkeit dieses Gases schneller aus. Abhilfe schaffen kann ein separates Inflator-system, das ein Gas mit schlechter Wärmeleitfahigkeit in den Anzug drückt - zum Beispiel Argon.

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