Boots- & Yachtversicherungen

Einfach gesagt: Die Prüfung des "Stehenden Gutes"

Stehendes Gut - Foto: © robertprax / Pixabay
Um das Stehende Gut selbst zu prüfen, fehlt den meisten Freizeit- und Hobbyseglern verständlicherweise das nötige Hintergrundwissen. Sie wissen nur wenig über Aufbau, Struktur, Material und Belastung des Riggs. Auch hilfreiche Literatur für Laien gibt es kaum. Um Schwachstellen, Verschleiß- und Ermüdungserscheinungen zu identifizieren, benötigt man schon sehr gute Fachkenntnisse. Daher sollte die Hilfe einem Fachmann in Anspruch genommen werden.
Edeltrud Perabo-Sachs, Mitarbeiterin im Vertrieb bei Pantaenius Yachtversicherungen, erklärt die Wichtigkeit der Prüfung des "Stehenden Gutes": "Bei einem Neuabschluss zur Versicherung für Segelyachten bzw. Segelboote verlangen wir ab einem Alter von 20 Jahren, dass das Stehende Gut von einem professionellen Service bzw. Yachttechniker überprüft wurde. Bei der Beratung der Kunden ist mir aufgefallen, dass die Yachteigner meist genau wissen, wann zum Beispiel der letzte Anstrich des Rumpfes war oder wie viele Stunden der Motor bereits gelaufen ist. Das Alter des Stehenden Guts jedoch ist den Kunden oft unbekannt. Meiner Erfahrung nach ist aber gerade dies eines der wichtigsten Sicherheitskriterien für den Betrieb einer Segelyacht. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Mastbruch und das kann für Mensch und Material erhebliche Konsequenzen bedeuten. Die Versicherer kostet ein Mastbruch "nur" Geld, den Kunden unter Umständen Leib und Leben. Meist überlegen die Kunden kurz nach meiner Erklärung und sind dann wirklich dankbar für diesen Hinweis. Wann wurde denn das Stehende Gut Ihrer Yacht zuletzt überprüft?"
Das gehört dazu
Ein neuer Mast nach Mastbruch ist teurer und das unter Umständen gefährdete Leben eines Crewmitglieds durch einen defekten Mast ist ohnehin unbezahlbar. Eine Faustregel besagt, dass ca. alle 15.000 Seemeilen Stagen, Wanten und Aufhängungen ausgetauscht werden sollten. Beim Kauf eines Gebrauchtbootes sollte der Mast einmal gelegt und eingehend untersucht werden, ob eventuell Haarrisse vorhanden sind. Auch die korrekte Masteinstellung und der Trimm sind wichtig, denn falsche Einstellungen belasten das Material über die Jahre zu stark. Hier kann der Hersteller von Boot oder Mast weiterhelfen, der umfangreiche Anleitungen zu den richtigen Einstellungen bereithält. All diese kleinen Maßnahmen können einen Mastbruch verhindern und damit Geld sparen und unter Umständen Leben retten.

Quelle: Pantaenius Yachtversicherungen

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