Geschwindigkeitsrekorde

L'Hydroptère und seine Erbauer

L'Hydroptère in Fahrt - Foto: © Christophe Launay / hydroptere.com
Ein Auszug aus dem spannenden Bericht über das l'Hydroptère-Projekt von Alain Thébault und seinem Team, verfasst von Sabine Lunghamer mit weiteren Hintergrundinformationenaus der Mai/Juni 2010 Ausgabe des SEGEL JOURNAL:
Alain Thébault wurde 1962 in Dijon/Frankreich geboren. Sein Vater, ein Bretone, war Flugzeugmechaniker. 1983 wurde die Presse aufmerksam, als er und Eric Tabarly mit ferngesteuerten Modellen Trimarane mit Hydrofoils bauten. 1990 segelte er einhand auf einer kleineren Version der »l'Hydroptère«. 1991 stellte er sein Boot dem Präsidenten des Luftfahrtunternehmens Dassault vor.
Erste Havarien
1993 schloss er Verträge mit Serge Dassault und Forschungsminister Francois Fillon. Im Herbst 1994 startete »l'Hydroptère« in den heutigen Maßen zum ersten Mal mit Crew in Saint-Nazaire. 1995 segelte er auch mit Eric Tabarly in Quiberon. Erste Havarien zeigten bei knapp 40 Knoten die Grenzen auf. 1998 wurden die Ausleger von der Luftfahrtindustrie neu konstruiert. Erste 3D-Simulationsversuche wurden bei Dassault realisiert. Die neuen Stoßdämpfer ergänzten entscheidend die Konstruktion im Jahr 2004.

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Alain Thébault - Foto: © Francis Demange / hydroptere.com

Jagd auf Hochseerekorde
Mit Thierry und Adrien Lombard gründete er die Gesellschaft L'Hydroptère. 2006 kamen die Projekte l'Hydroptère.ch und l'Hydroptère Maxi (in Zukunft gedacht für die Jagd auf Hochseerekorde) in Gang. Im April 2007 brach Alain Thebault die Geschwindigkeitsrekorde in allen Kategorien des WSSRC mit 41,69 Knoten über eine Meile. Ein Rekord nach dem anderen folgte, bis er die sagenhafte 50-Knoten-Barriere im Jahr 2009 knackte.

Forschung, Passion und Abenteuer
L'Hydroptère muss extremen hydrodynamischen Kräften standhalten. Die hohe Geschwindigkeit auf dem harten Nass bewirkt Drücke an den Flügeln und am Ruder, die um ein Vielfaches höher sind als bei Kampfflugzeugen. Kein Wunder, dass sich solche Gefährte hin und wieder zerlegen. Effekte wie ausgeprägtes Flattern sind Erscheinungen, die auch in der Flugzeugtechnik nichts Neues sind. Der Vizepräsident der Eidgenössischen Polytechnischen Hochschule in Lausanne, Pascal Vuilliomenet kommentiert: »L'Hydroptère kombiniert Forschung, Passion und Abenteuer. Dieses komplexe Vorhaben vereint verschiedenste Disziplinen der Technik. Es spielt eine einmalige Rolle bei der Ausbildung von einer neuen Generation an Wissenschaftlern.«

Text: Sabine Lunghamer

Quelle: www.segeljournal.com

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