Handicapped Diving

Checkliste zur Planung, Handicap- & Ausbildungsstufen





















Für ein überwältigendes Erlebnis
Für einen gelähmten oder behinderten Taucher stellt ein Tauchgang meist ein überwältigendes Erlebnis dar, in dem die verloren geglaubte Freiheit – zumindest vorübergehend – zurückerlangt werden kann.
Zur sicheren Ausübung des Tauchsports bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit und zum Erreichen der gesteckten Ziele gehören viel Zeitaufwand, Know How, Verantwortungsbewusstsein und Engagement aller Beteiligten. Checklisten sind auf jeden Fall hilfreich und extrem sinnvoll zur Vorbereitung und Durchführung der notwendigen Logistik, die die sichere Durchführung solcher Tauchgänge unabdingbar erfordert !

Handicap Diving Checkliste zur Planung eines Tauchgangs

Planung:
  • Wer geht mit?
  • Wer braucht was?
  • Wo gibt es die besten Voraussetzungen?
Personelle Logistik:
  • Wie viele Betreuer sind notwendig?
  • Welche Ausbildung der Begleiter ist erforderlich?
Örtliche Logistik:
  • Behindertengerechte Einrichtung bzw. Tauchbasis oder Schiff?
  • Sind adäquate medizinische Einrichtungen gut erreichbar?
Medizinische Logistik:
  • Zusatzausrüstung für den Tauchgang erforderlich?
  • Welche medizinischen Vorsorgemaßnahmen sind zu ergreifen?
  • Notfallmedikamente, Notfallplan?
Förderverein des Behinderten- tauchens in Deutschland e.V. Foto: © www.fbtd.de

Handicap Diving - Stufeneinteilung von Behinderungen

Handicap L:

  • Handicap taucherisch nur unwesentlich relevant oder nur in bestimmten Situationen. Eigenhilfe und Rettung des Tauchpartners ist möglich.
  • Tiefenbegrenzung: Wie gesunder Sporttaucher, max 40m im Salzwasser, 30m im Süßwasser.
  • Tauchpartner: autonomer Sporttaucher (EN 14153-2)
  • Begleitpersonen: keine
Handicap H-1:
  • Handicap taucherisch immer einschränkend. Grundübungen werden erfüllt, der Proband verfügt über eine ausreichende Kondition. Eigenhilfe und Rettung des Tauchpartners ist möglich.
  • Tiefenbegrenzung: 20m nach Grundkurs H1 oder falls medizinisch möglich (zentral wirksame Medikation?)bei AOWD. Tauchtiefen wie autonomer Sporttaucher.
  • Tauchpartner: autonomer Sporttaucher (EN 14153-2), Zusatzausbildung/Erfahrung mit H-Tauchern empfohlen.
  • Begleitpersonen: Bei Rollstuhlfahrern „Oberflächen-Tauchpartner“ empfohlen.

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Förderverein des Behinderten- tauchens in Deutschland e.V. Foto: © www.fbtd.de
Foto: © Messe Düsseldorf / C. Tillmann
Handicap H-2:
  • Handicap taucherisch immer einschränkend. Grundübungen werden erfüllt, konditionell ist jedoch kein „normaler“ Tauchgang möglich. Der Proband braucht Aufmerksamkeit und Führung durch einen erfahrenen Tauchlehrer. Eigenhilfe möglich, Rettung des Tauchpartners nicht möglich.
  • Tiefenbegrenzung: 20m
  • Tauchpartner: Tauchgruppenleiter (EN 14153-3) mit Ausbildung UND Erfahrung im Behindertentauchen.
  • Begleitpersonen: Bei Rollstuhlfahrern „Oberflächen-Tauchpartner“ nötig.

Handicap H-3:
  • Grundübungen nicht möglich, konditionell keine Reserven für aktives alleiniges Tauchen. Eigenhilfe nicht möglich. Dies gilt für alle geistigen Behinderungen.
  • Tiefenbegrenzung: 3m / im Ausnahmefall 5m
  • Tauchpartner: Tauchlehrer (EN14413-1) plus mindestens ein autonomer Sporttaucher (EN 14153-2), beide jeweils mit Ausbildung UND Erfahrung im Behindertentauchen.
  • Begleitpersonen: Oberflächen- Tauchpartner und dritte Hilfsperson nötig.
Förderverein des Behinderten- tauchens in Deutschland e.V. Foto: © www.fbtd.de

Verbandsinterne Ausbildungsstufen für Taucher mit Behinderungen:

HSA (Handicapped Scuba Association):
  • Schnupperkurse (keine Brevetierung)
  • Open Water Diver - Level „A“, Level „B“, Level „C“
  • Spezialkurse möglich
IDDA (International disabled divers associaton):
  • Schnupperkurs mit „Try Scuba Zertifikat“
  • IDDA Schnorcheltauchen
  • IDDA Indoor Diver
  • IDDA Scuba Diver
  • IDDA Open Water Diver
  • IDDA Advanced Open Water Diver
VDST (Verband deutscher Sporttaucher):
  • Kein Schnuppertauchen
  • DTSA- Grundtauchschein (ABC-Übungen und Übungen mit Gerätetauchen)
  • DTSA- Basic (mit Einstieg in das Freiwassertauchen)
  • DTSA*- Bronze (ABC-Übungen und 5 Freiwasser-Tauchgänge)
  • Spezialkurse möglich
IAHD (International Association for Handicapped Divers):
  • Schnuppertauchen (keine Brevetierung)
  • Confined Water Diver (Zertifikat ausschließlich zum Tauchen im Schwimmbad)
  • Open Water Diver
  • Advanced Open Water Diver
  • Nitrox 36
IDA/CMAS (International Divers Association in Zusammenarbeit
mit der Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques):

  • Schnuppertauchen (keine Brevetierung)
  • Ausbildung im Schwimmbad oder Schwimmbad-ähnlichen Bedingungen zum IDA-RC- Pool Diver 1-3
  • Ausbildung im Freiwasser zum IDA-RC-Diver Stufe 1-3
  • Spezialkurse möglich

Fotos mit freundlicher Genehmigung vom:

Förderverein des Behindertentauchens in Deutschland e.V.

Text: Dr. Anke Fabian

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