05/11/2010

MARINNO maritime innovations GmbH & Co KG

Montage EXTURN Bugstrahlruder

Bootstyp: Beneteau 43
Modell: EXTURN 300
Montagesatz: Adapter
Datum: 30.03.2009
Ort: Yachtwerft Heiligenhafen GmbH & Co KG - Warteburgweg 5 D-23774 Heiligenhafen

Schritt 1: Wahl der Montageposition und Vermessung
Um den optimalen Wirkungsgrad von EXTURN als Bugstrahlruder zu erreichen, wurde es so weit unten und vorne wie möglich positioniert, 30 cm unter der Wasserlinie sind für die volle Leistungsfähigkeit ausreichend.

EXTURN sollte genau auf der Mittschiffslinie positioniert werden. Bei der Vermessung wurde darauf geachtet, dass das erforderliche Loch mit Durchmesser 50 mm nicht an eine ungünstige Stelle (z.B. Schott) gebohrt wird.

Schritt 2: Hauptbohrung
Die Bohrung für die Hohlwelle benötigt einen Durchmesser von 50 mm. Anschließend wurde die Höhe des Bohrlochs genau vermessen und betrug 20 mm. Je nach Rumpfdicke sind entsprechend mehrere Dichtungen zu verwenden, da diese beim verschrauben um 25% gestaucht werden.

Formel Dichtungshöhe: (Rumpfdicke + 10 mm) x 1,25
Die Gesamtdichtungshöhe ergab sich für die Beneteau 43 also wie folgt: (20 + 10) x 1,25 = 37,5 mm

Schritt 3: Vermessung Adapterposition und Projektion
Die Position des Adapters wurde genau vermessen...
... und schließlich durch Auflage des Adapters auf den Bootsrumpf abgezeichnet.

Schritt 4: Abschleifen der Projektion
Die Projektion des Adapters wurde anschließend abgeschliffen um die optimale Haftung des Sikaflex beim Ausfüllen des eventuellen Spaltes zwischen Adapterkanten und Bootsrumpf zu gewährleisten (siehe Schritt 8).

Schritt 5: Durchführung des EXTURN Bugstrahlruders
Das EXTURN-Kabel konnte jetzt mit aufgestecktem Adapter durch das Bohrloch geführt und provisorisch verschraubt werden.

Schritt 6: Markierung und Bohrung Befestigungsstifte
Die Befestigungspunkte der vorderen Befestigungsstifte wurden zunächst markiert, EXTURN daraufhin verdreht und die Bohrungen mit Durchmesser 18 mm ausgeführt.

Schritt 7: Verschrauben und Abdichten
Nun konnte EXTURN final verschraubt werden. Zunächst wurde das Bugstrahlruder mittels eines Holzpflocks an den Rumpf gedrückt um entsprechend Gegendruck beim Verschrauben zu erzeugen. Das Montageblech wurde anschließend an der Unterseite mit Sikaflex bestrichen, jedoch nicht händisch an den Bootsrumpf gepresst, da es sich beim Verschrauben selbständig an den Rumpf anpassen sollte.

Danach konnte die entsprechende Anzahl der Dichtungen aufgesteckt, zwei Beilagscheiben aufgelegt und EXTURN mittels zwei Sechskantmuttern fest verschraubt werden. Die Dichtungen pressten sich dabei zusammen und füllen das Bohrloch vollständig aus. Schließlich wurden die vorderen Befestigungsstifte ebenfalls mit entsprechenden Dichtungen verschraubt.

(Zusatz: Bei Rümpfen aus Stahl oder Aluminium wird anstatt des Montageblechs eine ebenfalls im Lieferumfang enthaltene Isolatorscheibe verwendet.)

Schritt 8: Adapterzwischenraum mit Sikaflex ausfüllen
Um die Montage von EXTURN abzuschließen wurde der minimale Raum zwischen Adapterkanten und Bootsrumpf mittels Sikaflex ausgefüllt. Die reine Montagezeit von EXTURN betrug lediglich 50 Minuten!

Schritt 9: Kranführer-Hinweisaufkleber
Nach Abschluss der Montage müssen noch die Kranführer-Hinweisaufkleber gut sichtbar auf beiden Seiten des Bootrumpfs angebracht werden um auf die Position des EXTURN hinzuweisen. Auch sollte beim nächsten Antifouling-Anstrich kein Bogen um das EXTURN Bugstrahlruder gemacht werden!

Schritt 10: Elektrische Installation
Nach Abschluss der mechanischen Installation wird die elektrische Installation durchgeführt. Durch einfach zu handhabende, verwechsungssichere Plug&Play-Steckverbindungen werden EXTURN mit Hauptrelais sowie Hauptrelais mit der Steuerbox – genannt E-BOX – verbunden.

Das Hauptrelais wird wiederum mit der Batterie (12V oder 24V, je nach Modell) verbunden. Marinno als Hersteller von EXTURN empfiehlt eine separate Batterie (z.B.: Deep-Cycle-Batterien, Optima BlueTop, 55 Ah), in der Nähe des Bugstrahlruders positioniert, um Spannungsverluste zu vermeiden und den erforderlichen Kabeldurchmesser klein zu halten. In den Plus-Kabelstrang sind zusätzlich Hauptschalter und entsprechende Sicherungen zu integrieren.

An der E-Box können bis zu drei Bedienelementen gleichzeitig, an drei dafür vorgesehenen Steckplätzen, angeschlossen werden.

Die Komplettinstallation (Montage + elektrische Installation) von EXTURN war innerhalb eines Tages zu bewerkstelligen und stellt somit neben dem optimalen Wirkungsgrad, nicht erforderlichem Platzbedarf, minimaler Lautstärke und der überlegenen Einsatzdauer einen weiteren einzigartigen Vorteil gegenüber herkömmlichen Bugstrahlrudern dar.

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.marinno.com

Ausstellerdatenblatt