Ocean Youth Sailing

Schweizer Jugendliche bauen Hochsee-Katamaran

Foto: © Ocean Youth Sailing

Das Projekt klingt ausgesprochen anspruchsvoll: Junge Leute bauen einen mehr als 13 Meter (44 Fuß) langen und über 7 Meter (22 Fuß) breiten Katamaran und absolvieren anschließend auf ihrem selbst erstellten Gefährt eine Hochsee-Segelausbildung. Wem das noch nicht außergewöhnlich genug ist, dem sei verraten, dass die Initiative ‚Ocean Youth Sailing‘ (OYS) in der Schweiz beheimatet ist – die gemeinhin nicht gerade als das typische Herkunftsland von Hochseeseglern gilt. Auf dem Multihull Forum in Halle 14 wird bei der boot Düsseldorf das erst einmal etwas verrückt klingende  Vorhaben vorgestellt.

Als erstes weist Jürg Bergstrasser, Präsident des Projekts darauf hin, dass man zwar in der meeresküsten-losen Schweiz zuhause sei, aber im Bodensee-Städtchen Steckborn durchaus  sehr wasserspot-affin. Für Segel-Enthusiasten nur folgerichtig entwickelte sich aus dem Projekt Jugendsegeln Steckborn im Jahre 2014 das weitergehende OYS. Die Zielsetzung war für Bergstrasser und seine Mitstreiter klar: Man will „das Verantwortungsbewusstsein, Teamwork, kulturellen Austausch, aber auch die individuelle Persönlichkeitsentwicklung und das Umweltbewusstsein von Jugendlichen und jungen Erwachsenen fördern“.

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Die rein physische Grundlage dafür bildet ein Bausatz, den die australische Firma Schionning Designs anbietet. „Damit kann eigentlich jeder, der im Garten oder der Garage genügend Platz hat, um ein 15 x 8 Meter großes Schiff zu bauen, seinen eigenen Katamaran konstruieren“, sagt Lukas Ruppen, der als Bauleiter fungiert, mit sanftem Lächeln. Weltweit seien schon 252 Boote dieses Typs gebaut worden. Die jungen Schweizer hatten das Glück, die Realisierung ihres Traums in einer stillgelegten Werfthalle und einem davor errichteten ausreichend großen Zelt angehen zu können.

Foto: © Ocean Youth Sailing
Foto: © Ocean Youth Sailing

Nach der Einrichtung der Werkstatt und Erstellung eines Arbeitsplans und zunächst eines Modells des Katamarans im Maßstab 1:10 anhand dessen viele Details, vor allem zum Innenausbau erarbeitet wurden, hat im vergangenen Sommer 2016 der ‚eigentliche‘ Bau begonnen. Viele (zumeist, aber nicht nur) junge Leute seien einfach mal vorbei gekommen, um sich den Katamaran anzuschauen und hätten dann tatkräftig mitgeholfen. „Insgesamt waren bisher bestimmt schon 100 Menschen am Projekt aktiv beteiligt“, schwärmt Bauleiter Ruppen.

Nächstes Jahr soll die Arrow 1360 fertig und zunächst im Bodensee erstmals zu Wasser gelassen werden. Von Deutschland aus soll es dann per Straßentransort nach Holland gehen, wo vor der Hochseetaufe als letztes Bauteil noch der Mast eingesetzt wird. Jeweils zehn Jugendliche und junge Erwachsene können dann Meeresluft schnuppern und auf nicht-eidgenössischem Terrain die Seemannschaft erlernen. Der Traum des Präsidenten: „In zehn Jahren möchten wir 1,500 Jugendlichen eine Hochseeausbildung ermöglicht haben“, sagt Jürg Bergstrasser.

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