SUP-Tipps zur Saisonvorbereitung

SUP Materialauswahl & Materialpflege

SUP-Boards, Paddel und Funktionskleidung - Worauf es ankommt






Die ersten schönen Tage laden dazu ein, sich konkret mit der kommenden Wassersportsaison zu beschäftigen. All diejenigen, die mit dem Stand-up Paddling beginnen möchten, stehen vor einer schier unfassbaren Flut an Boards, Paddeln und Zubehör. Welches Board ist das Richtige, was muss ich für ein Paddel einkalkulieren und wie kleide ich mich richtig? Oder wie bringe vorhandene Ausrüstung für die Saison auf Vordermann? Viele Fragen, auf die unser boot Blogger Michael Walther einige Antworten zusammen gesammelt hat...













Beginnen wir bei der Wahl des richtigen Boards. Die meisten Stand-up Paddler möchten bei wenig Wind und ruhigen Bedingungen alleine oder mit Freunden die Ruhe genießen und entspannt auf einem See oder Fluss paddeln. Da muss es nicht unbedingt ein Hightech Raceboard für 3000 € sein, zumal die Lagerung und der Transport für viele auch entscheidenden Faktoren darstellen. Der Leistungsunterschied zwischen einem aufblasbaren SUP (Inflatable) oder einem festen Board ist überraschend gering. Daher eignet sich sogar für engagiertere Paddler ein deutlich einfacher zu transportierendes Inflatable.

Das SUP-Board

Gerade zum Einstieg spielen die Kosten ebenfalls eine große Rolle. So kann man meist noch gar nicht einschätzen, wie häufig man wirklich aufs Wasser kommt. 400 € sollte man für ein ordentliches, gebrauchtes SUP aber schon einkalkulieren. Ich würde dabei immer eher ein gebrauchtes SUP einer renommierten Marke empfehlen, als ein non-name Produkt aus dem Baumarkt. Spätestens beim Wiederverkauf macht sich der Markenname dann auch wieder positiv bemerkbar. Möchte man hingegen direkt mit einem neuen Board in die Saison starten, muss man mindestens das Doppelte einkalkulieren.

Das SUP-Paddel

Das Board ist also da, nun fehlt nur noch das Paddel. Dieser deutlich kleinere Ausrüstungsgegenstand wird häufig etwas stiefmütterlich behandelt. Dabei ist das Paddel mindestens so wichtig wie das Board. So hebt man es schließlich bei jedem einzelnen Paddelschlag aus dem Wasser. Außerdem geht viel Kraft verloren, wenn sich das Paddel bei jedem Schlag erst einmal kräftig biegt, statt die Kraft ins Wasser zu übertragen. Natürlich kann man mit einem einfachen Aluminiumpaddel beginnen, ich würde jedoch eher die etwas teurere Glasfaservariante empfehlen. Statt 80 € werden dann zwar ab 120 € fällig, dieser relativ geringe Preisunterschied macht sich aber deutlich bemerkbar. So ist das Glasfaserpaddel vor allem deutlich steifer und überträgt die Kraft deutlich besser ins Wasser als die billigere Alu-Version.
Es braucht nicht viel für SUP-Action / Foto: © Michael Walther
Luftventil am Inflatable SUP-Board / Foto: © Michael Walther

Die Einstellungen

Gerade zum Einstieg würde ich immer ein verstellbares Paddel wählen. Dieses sollte etwa 15 cm länger eingestellt werden, als der Paddler selbst groß ist. Bei einer Körpergröße von 185 cm sollte das Paddel also etwa 2 m lang sein. Dabei handelt es sich natürlich um ein grobes Maß, welches jeder Paddler nach seinen Bedingungen anpassen kann. Das Board ist das, das Paddel ebenfalls, dann kann es ja gleich losgehen. Schnell noch das SUP aufpumpen und schon kann es aufs Wasser gehen. Bei diesem kleinen Kraftakt gibt es keine allzugroßen Unterschiede mehr. Die meisten Boards bekommen etwa 1 Bar (15 PSI) und sind mit einem Rückschlagventil ausgestattet. Trainierte Paddler bekommen den Druck je nach Boardgröße und Pumpe in etwa 10 Minuten in das Board. Neben den mitgelieferten, einfachen Pumpen gibt es auch bessere Doppelhub-Systeme und natürlich auch elektrische Pumpen. Ich persönlich nutze diese Vorbereitung jedoch gerne als Aufwärmphase und komme daher gut mit einer handbetriebenen Pumpe zurecht.

Die Funktionskleidung

Gut aufgewärmt kann es dann also gleich aufs Wasser gehen. Schnell noch umziehen und dann geht es los. Aber welche Kleidung ist die richtige? Je nach Jahreszeit und Wassertemperatur kann die leichte Boardshorts oder der Bikini ausreichen. Gerade während des Paddelns wird es schnell warm. In unseren Breiten sollten man jedoch stets im Kopf haben, dass die Wassertemperatur der relevante Faktor ist. Auch wenn man sich schon sicher auf dem Board fühlt, kann man in einem unaufmerksamen Moment doch im Wasser landen. Im Frühling ist ein Trockenanzug daher sicher eine gute Wahl. Es gibt dabei extra SUP Anzüge, die enger anliegen als normale Trockenanzüge und mit einem Frontreißverschluss den Einstieg deutlich erleichtern. Natürlich tut es aber auch ein handelsüblicher Trockenanzug, den einige Segler und Surfer eh noch im Schrank hängen haben. Mit fortschreitender Saison und steigender Wassertemperatur kann die Bekleidung dann immer luftiger werden. Auf den Neoprenanzug folgt der Shorty - bis hin zur bereits genannten Boardshorts.
Stand Up Paddling / Foto: © Michael Walther

Die Materialpflege

Die erste Tour ist gepaddelt und nun stellt sich die Frage, wohin mit dem Material. Dabei gibt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten. Liegt ein aufgeblasenes SUP in der Sonne, dehnt sich die Luft darin weiter aus und der Druck im Inneren steigt. Wenn das SUP also länger nicht genutzt wird, empfiehlt es sich mindestens 5 PSI entweichen zu lassen, damit der Druck nicht zu stark wird. Außerdem sollte das Board ebenso wie der Neoprenanzug natürlich nicht unnötig lange der UV-Strahlung ausgesetzt sein. Wenn es dann auf die Heimreise geht, lässt sich das Inflatable einfach einrollen und im Kofferraum verstauen. Dort sollte es aber nicht die kommenden 3 Wochen eingerollt liegen. Wenn das Board längere Zeit nicht genutzt wird, sollte es für eine längere Haltbarkeit leicht gefüllt (etwa 5 PSI) in einem trockenen, kühlen Raum gelagert werden. Dieser Tipp ist insbesondere für die lange Winterzeit gedacht. An diese wollen wir nun aber nicht unnötig lange denken, freuen wir uns doch gerade erst einmal auf den Frühling und Sommer!

Viel Spaß auf dem Wasser!

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