In der ersten (kleinen) Jubiläumssaison will sich die Segel-Bundesliga mit den Events bis zum Finale (2. bis 4. November in Berlin) noch breiter aufstellen, mehr Vereine ansprechen und das Format des Liga-Segelns ausweiten. Doch einige Neuerungen müssen wohl noch reifen, um dauerhaft mehr als 36 Vereine wirklich in den Liga-Genuss kommen zu lassen.

Ausblick auf die Segel-Bundesliga 2017

Hochspannung in der fünften Saison - Kleines Jubiläum, große Neuerungen

Segel-Bundesliga Vereine geben alles © DSBL - Lars Wehrmann/Oliver Maier
Die Segel-Bundesliga startete Ende April auf dem Chiemsee in ihre fünfte Saison und wartet dabei mit einigen Neuerungen auf. Drei bisher noch Liga-unerfahrene Teams werden sich nach dem Sprung in die Zweite Liga erstmals in dem Erfolgsformat präsentieren, vier neue Standorte werden von der Liga angesteuert, mit den Junioren- und Regionalligen wird ein Liga-Unterbau installiert. Ein Liga-Pokal soll ein Kräftemessen zwischen etablierten Clubs und aufstrebenden Mannschaften ermöglichen, Auf- und Abstiegsregelungen wurden verändert, die Relegation zwischen Erster und Zweiter Liga abgeschafft.
Vorbereitung der Teams lässt spannende Saison erwarten
Die Tatsache, dass es in den bisherigen vier Bundesliga-Jahren nur zwei Meister (NRV Hamburg, DTYC Tutzing) gab, lässt keine Rückschlüsse darauf zu, dass die Segel-Bundesliga lediglich zum Zweikampf wird. Im Gegenteil: Die Vorbereitung der Teams lässt eine hochspannende Saison erwarten. Ob auf Malta, vor Monaco oder in Monnickendam – bereits im Winter legten die Teams die Basis für die kommende Saison. Und die ersten Regatten auf der Alster und dem Bodensee belegten die Leistungsdichte, die sich durch beide Leistungsklassen zieht.
Wer triumphiert in Berlin?
Hoch im Kurs stehen neben den beiden Doppelmeistern die Berliner Teams. Und es würde in eine perfekte Inszenierung passen, wenn am Ende der Saison ausgerechnet der VSaW Berlin oder der Berliner YC auf ihrem Heimatrevier triumphieren würden – im Jahr ihres jeweiligen 150-jährigen Bestehens. Mit seinem ersten Bundesliga-Sieg beim Finale im vergangenen Jahr setzte der VSaW schon mal ein starkes Ausrufezeichen.

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Die Segel-Bundesliga in Aktion © DSBL - Lars Wehrmann/Oliver Maier
VSaW Team in der Segel-Bundesliga © DSBL - Lars Wehrmann/Oliver Maier
Im Kreis der Favoriten
Wie schwer allerdings die Wiederholung vergangener Erfolge ist, musste ausgerechnet der Berliner YC erfahren. In 2015 noch überraschend Vizemeister entging der BYC im vergangenen Jahr nur knapp dem Abstieg. Während der BYC daher den Klassenerhalt als Ziel formuliert, wird er von anderen Teams – darunter dem Doppelmeister DTYC – durchaus in den Kreis der Favoriten erhoben. Die meisten Favoriten-Nennungen fallen allerdings auf die bisherigen Meister, dicht gefolgt vom VSaW Berlin.

Neueinsteiger & junge Segler im Liga-Geschehen
Große individuelle Klasse bringen indes viele Mannschaften an den Start. Entscheidend wird sein, wie das Bootshandling und die Zusammenarbeit an Bord funktioniert. Und da werden sich einige Neueinsteiger in die Mannschaften noch einfinden müssen. Auffällig ist der Drang der jungen Segler in das Liga-Geschehen. So sind nun die beiden deutschen Ex-Weltmeister im Opti mit von der Partie. Tina Lutz (Opti-Weltmeisterin 2005) steht im Kader des Auftakt-Gastgebers Chiemsee YC, Julian Autenrieth (Opti-Weltmeister von 2006) hat beim Bayerischen YC angeheuert. Und Marvin Frisch (Opti-WM-Fünfter von 2011) will mit dem Württembergischen YC wieder angreifen.
Segel-Bundesliga in Starnberg 2016 © DSBL - Lars Wehrmann/Oliver Maier
Große Freude bei den Siegerehrungen in der Segel-Bundesliga © DSBL - Lars Wehrmann/Oliver Maier
WVH beim Segel-Bundesliga Event in Travemünde © DSBL - Lars Wehrmann/Oliver Maier
Bekannte Segler & erfahrene Olympioniken in der DSBL
Auch einige Olympia-erfahrene Athleten werden in der Bundesliga antreten. So sind die ehemaligen 49er-Segler Nico Delle-Karth und Nikolaus Resch (Österreich) beim Chiemsee YC gelistet, Ex-470er-Ass Patrick Follmann steht in Diensten des Deutschen Meisters DTYC, und der Olympia-Sechste von 2012 im Laser, Simon Grotelüschen, will versuchen, beim Lübecker YC Beruf und Bundesliga zu kombinieren. Der dreimalige Olympia-Surfer Toni Wilhelm greift bei seinem Heimatverein, dem Württembergischen YC, ins Geschehen ein, und der NRV hat mit Johannes Polgar, Tobias Schadewaldt und Florian Spalteholz gleich ein Trio mit Olympia-Erfahrung am Start. Dazu kommt bei den Hamburgern mit Florian Haufe der Silbermedaillengewinner der 1. Youth Olympic Games von 2010 in Singapur.

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Hartes Ringen um den Titel
Es wird ein hartes Ringen um den Titel und die vier Plätze für die Sailing Champions League, wenn vom kommenden Wochenende an, die Teams um Liga-Punkte kämpfen. Der Start beginnt traditionell im Süden. Allerdings steht diesmal nicht der Starnberger See, sondern der Chiemsee auf dem Plan. Anschließend wechselt die Flotte zum Bodensee, wo der Lindauer SC seine Premiere als Ausrichter gibt. Der Wechsel gen Norden ist zunächst geprägt von der Aufteilung der Flotte.
Aufregende Regatta-Events bei großen Segelveranstaltungen
Die Erste Liga wird erstmals eingebunden in die Kieler Woche und segelt auf der Außenförde vor Schilksee, die Zweite Liga segelt im Rahmen der Warnemünder Woche. Beide zusammen werden dann wieder zur Travemünder Woche antreten, wo die Bundesliga mit der Übertragung auf den SAP Sail Cube direkt an den Strand immer den größten Zulauf hat. Bestens etabliert im Ligageschehen ist Glücksburg durch die Qualifikationen der vergangenen Jahre. Erstmals wird an der Flensburger Förde aber auch in der Ersten und Zweiten Liga gesegelt. Die Zweite Liga hat hier sogar ihr Finale, während die Erste Liga zum großen Showdown nach Berlin reist.

Auf jeden Fall wollen alle Mannschaften den Bereich der Ränge 15 bis 18 umschiffen, denn die letzten vier Mannschaften steigen am Saisonende direkt ab und machen Platz für die vier Top-Mannschaften der Zweiten Liga. Eine Relegation wird es - anders als in den Vorjahren - nicht mehr geben.

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