Stand Up Paddling

Surfen mit Paddel

Stand Up Paddling / © bicshop.de
Dass Surfen eine uralte Sportart ist, die sich aus dem polynesischen Kulturkreis stammend nach und nach in die ganze Welt ausgebreitet hat, ist kein Geheimnis. Im Laufe der Jahrhunderte – insbesondere der letzten Jahrzehnte – haben sich im Surfsport laufend neue Abwandlungen und Trends entwickelt. Auf den Inseln von Hawaii war Surfen von jeher ein spiritueller und kultureller Bestandteil der Gesellschaft und hat bis heute einen hohen Stellenwert im täglichen Leben der Einwohner und Touristen.
Stand Up Paddle Surfing, kurz SUP
So ist es keine Überraschung, dass auch ein Surftrend der letzten Jahre, der nun nach Europa herüberschwappt, sich auf den Inseln des Surfparadieses entwickelt hat. Die Rede ist von Stand Up Paddling bzw. Stand Up Paddle Surfing, kurz SUP genannt: Aufrecht auf einem überdimensionalen Brett stehend bewegt man sich mit einem Paddel fort.
Hilfe beim Wellen abgleiten
Wann genau Paddel erstmals auch auf großen Brettern eingesetzt wurden, ist nicht genau geklärt. Es gibt Hinweise darauf, dass schon die alten pazifischen Inselvölker Paddel nutzten, um sich auf Brettern fortzubewegen und die Wellen abzugleiten. Demnach würde es sich bei SUP um einen frühe Verbindung der beiden traditionell polynesischen Disziplinen Kanupaddeln und Surfen handeln.

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Erste Popularität in den 1960ern
Seine erste Popularität in der heutigen Ausprägung hat Stand Up Paddling – auch Beach Boy Surfing genannt – in den 1960er Jahren erfahren. Zunächst waren es die Beach Boys auf Hawaii, die mit großen Boards auf das Meer hinauspaddelten und Touristenfotos machten oder ein wachsames Auge auf ihre Surfschüler warfen – Duke Khanamoku sowie Bobby und Leroy AhChoy waren die bekanntesten unter ihnen. Eine frühe Legende auf dem Gebiet des Paddle Surfing war auch John Zabotocky, der schon in den 1940ern zu Longboard und Paddel griff.
superflavor german sup challenge / © german-sup-challenge.com
Vorteile des Stand Up Paddlings in der Welle
Mit der später zunehmenden Fokussierung auf die Entwicklung moderner Materialien und physikalisch vorteilhafterer Shapes gerieten die eher unhandlichen Longboards zeitweise aus dem Blickwinkel vieler Surfer. Die Einführung der leichteren Shortboards beim Wellenreiten führte somit dazu, dass SUP etwas in Vergessenheit geriet. Es waren große Sportler wie Laird Hamilton, Archie Kalepa, Dave Kalama, Loch Eggers und Surflegende Robby Naish, die das Stand Up Paddling weiterentwickelten und auf neue Wege führten. Die Beschleunigung mit dem Paddel ermöglichte es ihnen, schnell in die Welle zu kommen, und darüber hinaus bringt das Paddel Stabilität in schwierige Turns.

Hoher Spaßfaktor, unabhängig von optimalen Bedingungen
Bald probierten auch andere Surfer die Kombination von Kanupaddeln und Wellenreiten aus und entdeckten SUP zum einen als effektive Trainingsmethode, die sämtliche Muskeln anspricht und bisherige Fähigkeiten optimiert, zum anderen als Surfart mit hohem Spaßfaktor, die unabhängiger von optimalen Bedingungen ist und sich auch als naturnahes Ausflugsmittel an ruhigen Tagen eignet.
Größeres Materialangebot
Nachdem zunächst einzelne Shaper oder kleinere Firmen in Zusammenarbeit mit erfahrenen SUP-Surfern spezielle Bretter und Paddel entwickelten, die auf die Besonderheiten des Sports abgestimmt waren, haben in den letzten Jahren vermehrt die großen Marken den Trend erkannt. Durch ein größeres Angebot und internationale Vertriebswege ist SUP somit heute einem viel größeren Publikum zugänglich als es noch vor einigen Jahren der Fall war. SUP-Boards sind in der Regel zwischen drei und vier Meter lang und 70 bis 80 Zentimeter breit. Die Paddel aus Glasfiber oder Carbon gibt es in verschiedenen Ausführungen – unter anderem auch mit individuell einstellbarer Grifflänge. Idealerweise sollte das Paddel rund 30 Zentimeter länger sein als der Fahrer.
Erste „Schritte“ mit Board und Paddel
Die ersten „Schritte“ mit Board und Paddel sind gar nicht so schwierig, allerdings sollte man sich einen windstillen Tag zum Üben aussuchen. Mit der herkömmlichen Kanupaddeltechnik und etwas Gleichgewichtssinn kann man schon nach kurzer Zeit längere Distanzen zurücklegen. Beim Paddeln sollte der obere Arm stets gerade bleiben, das minimiert den Kraftaufwand. Beim Geradeauspaddeln sollten die parallelen Füße in einem Winkel von 60 Grad zum Board gestellt werden. Sobald man eine Welle erreicht hat, tritt man auf das Heck zurück: In der Welle lassen sich Stand Up Boards wie Longboards surfen, dementsprechend gleicht auch die Fußstellung der üblichen Surfposition.

Besserer Überblick
Das Paddel kann zur Bestimmung der Geschwindigkeit und zur Sicherung der Haltung eingesetzt werden. Die Vorteile gegenüber dem klassischen Wellenreiten liegen auf der Hand: Auf dem Brett stehend hat man einen besseren Überblick über die Entwicklung der Welle, als wenn man sich liegend auf Höhe der Wasseroberfläche befindet. Zusätzlich zur Übersicht erleichtert das Paddel einem den Einstieg in die Welle.
Stand Up Paddling auf der boot / © MD, ctillmann
Vielseitigkeit des Stand Up Paddlings bringt Beliebtheit
Beim SUP kommt jeder auf seine Kosten, kann man es doch als physisch anspruchsvolles Cross-Training ebenso wie als entspannte Ausflugsmöglichkeit inklusive beeindruckender Naturerlebnisse nutzen. Kein Wunder, dass sich der Sport so rasant ausgebreitet hat. In den USA, in Australien und in Japan erfreut sich SUP bereits großer Beliebtheit. Und auch in Deutschland sieht man Stehpaddler über zumeist ruhige Gewässer gleiten. Die Zahl derer, die dem Stand Up Paddling verfallen, dürfte in den nächsten Jahren noch steigen. Denn abgesehen von den großartigen Möglichkeiten in der Welle, die man beim SUP hat, ist gerade bei den deutschen - oft doch eher suboptimalen - Surfbedingungen die Aussicht auf einen entspannenden Paddelausflug an windstillen Tagen eine gute Alternative. (Kirsa Stoltenburg - FREE Magazin)
Ausprobieren auf der boot
Auf der boot Düsseldorf kann Stand Up Paddling im großen Wasserbecken der Beach World in Halle 1 ausprobiert werden. Schaut vorbei und macht mit!
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