Von Weltumseglung bis zu olympischen Bronzemedaillengewinner

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14.12.2016

Das Segel Center 2017 hält viele Highlights bereit

Es war sein letzter Törn dieser Art mit der Kathena nui: Der bekannteste Skipper Deutschlands und Held Wilfried Erdmann berichtet von seiner Sommerreise 2016 über das Nordmeer.

Mit internationalem Offshore-Regatta Feeling zieht die Powerfrau und Profiseglerin Abby Ehler die Besucher des Segel Centers in ihren Bann. Bei den Extreme Sailing Series segeln die besten Skipper der Welt auf Foils gegeneinander. Der Steuermann des SAP Extreme Sailing Teams, Jes Gram-Hansen ermöglicht Einblicke in die 3. Dimension des Segelns. Die Deutschen 49er Segler Erik Heil und Thomas Plößel berichten von ihrem gelebten Segeltraum durch den Gewinn der Bronzemedaille in Rio 2016. Zu den Entwicklungen und Perspektiven des Olympischen Segelsports wird sich der zweimalige Goldmedaillen-Gewinner, Jesper Bank, äußern. Der frisch gekürte Seamaster of the Year der boot Düsseldorf 2017 kommt am Sonntag als Überraschungsgast auf die Bühne im Segel Center. Die Regatta- und Hochsee-Profis Phil Sharp und Anna-Maria Renken werden über ihre Teilnahme beim Transat 2016 berichten, während Lina Rixgens als erste und jüngste Deutsche, mit gerade einmal 22 Jahren, den Sprung in die Hochseeregatten mit der Mini-Transat 2017 begründen möchte. Skipperin Emily Penn wird von ihren Expeditionen auf der Suche nach gesunden Ozeanen erzählen und der Extremsegler Norbert Sedlacek hat sein Ziel klar vor Augen: 34.000 Seemeilen. Nonstop. Einhand. Einhandsegler Stephan Boden (DIGGER Hamburg) stellt sein neues Buch vor und Weltumsegler Mareike Guhr sowie Judith und Sönke Roever lassen ihre seglerischen Erlebnisse rund um den Globus wieder aufleben.

Größen des Segelsports

Als erster deutscher Einhand-Weltumsegler hat Wilfried Erdmann bereits allen bewiesen, was für ein Durchhaltevermögen er besitzt. Sei es seine erste Weltumseglung (1967-1968), seine nonstop Weltumsegelung gen Osten (1984-1985) oder von 2000-2001 in Richtung Westen, Wilfried Erdmann ließ sich nie aufhalten. 14 Jahre lag seine Aluminiumslup Kathena nui auf dem Trockenen, bevor er sich mit Ehefrau Astrid auf seinen letzten großen Törn im Sommer 2016 begab. Vier Monate segelten sie auf der 10,60 Meter langen Rekordyacht über das Nordmeer nach Schottland. Die Reise endete auf Helgoland, denn dort schließt sich der Kreis für Deutschlands Rekord-Weltumsegler.

Action gibt es im Leben von Abby Ehler genug: Als Boat Captain des Team SCA, nahm sie mit einer reinen Frauencrew am Volvo Ocean Race 2014-2015 teil. Sie engagiert sich als Marketing-Direktorin für das Project Magenta, das sich zur Aufgabe gemacht hat Frauen im professionellen Segelsport zu fördern und ist Mutter eines vierjährigen Sohnes. Unterstützt wird sie dabei von Ehemann Tom Ehler, ebenfalls Segler und Teil der Shore Crew beim America‘s Cup. Das Publikum der Segel Center Bühne wird mitgenommen auf einen Trip quer durch die Ozeane und in das Leben einer reisenden Klein-Familie.

Däne Jes Gram-Hansen ist Steuermann des SAP Extreme Sailing Teams. Er wird die unglaublichen Rennen der Extreme Sailing Series 2016 auf die Bühne des Segel Centers holen. Seit seinen Anfängen bei der World Match Racing Tour in 2003 trägt er den Titel einer der besten Match Race Skipper seiner Generation zu sein.

Erik Heil und Thomas Plößel sind der ganze Stolz des deutschen Olympischen Segelsports: Die Bronzemedaillen-Gewinner in der 49er Klasse haben sich ihren Traum erfüllt und sicherten sich die erste deutsche Segelmedaille seit acht Jahren. Bereits 15 Jahre segelt das Team erfolgreich zusammen. Ihre Erlebnisse und Eindrücke von Rio, wie es danach weiterging und welche zukünftigen Ziele sie sich nun gesetzt haben, schildern sie den Besuchern des Segel Centers. Anschließend laden sie zu einer Autogrammstunde am Stand des Deutschen Segler-Verbandes ein.

Über die Chancen, Perspektiven und Entwicklungen des Olympischen Segelsports wird sich einer der bekanntesten dänischen Segler Jesper Bank mit der Nachwuchsseglerin in der 470er Klasse, Constanze Stolz, austauschen. Der zweimalige Goldmedaillen-Gewinner ist vielen durch das legendäre Finale gegen die deutsche Segelgröße Jochen Schümann im Match Race der Olympischen

Spiele von Sydney 2000 bekannt. Durch seinen Einstieg bei Elvström Sails gelang ihm außerdem der Sprung von der Profisegel-Karriere zum weiteren beruflichen Erfolg.

Einhand über den Atlantik

Die Transat Barkley, die älteste Einhandregatta über den Atlantik, wird auf der Bühne im Segel Center von Phil Sharp vorgestellt. Er zählt zu den besten britischen Hochsee-Profis. Die Yacht nennt ihn „den Heimlichen Helden“ der Transat 2016. Kein anderer Segler hatte bei der Einhandregatta mit so vielen Komplikationen zu kämpfen, wie der Brite. Mit beeindruckender Entschlossenheit schaffte er es über den Nordatlantij und kam als dritter Segler In New York an

Anna-Maria Renken kann sich stolz die erste deutsche Frau, die an der Transat Regatta teilnahm, nennen. Im Mai 2016 startete sie mit ihrer Class 40 „Nivea“ und kämpfte sich auf der Originalroute von Plymouth nach New York durch insgesamt fünf Tiefdruckgebiete. 21 Tage. 13 Stunden. 3.995 Seemeilen. Die einzige Frau, die das härteste Transat Rennen seit Langem bis ins Ziel schaffte.

Den Sprung in die Welt der Hochsee-Regatten erhoffen sich viele Profisegler mit der Mini-Transat, die in einem Segelboot der Klasse Mini 6.50 (6,50m Länge und 3m Breite) gesegelt wird und die härteste Einhandregatta dieser Offshore-Klasse ist: Die Segler sind auf sich alleine gestellt, ohne moderne Kommunikationsmöglichkeiten und technische Navigationsmittel, ausgestattet nur mit Autopilot und GPS, die während der 15-20 minütigen Schlafphasen den Kurs halten. Lina Rixgens ist gerade einmal 22 Jahre alt und möchte als erste Deutsche die Mini-Transat im Oktober 2017 segeln.

Andreas Deubel hat ebenfalls die diversen Qualifikationen zur MiniTransat 2017 erfolgreich durchlaufen. Auch auf ihn üben Hochseeregatten ihren Reiz aus und er wechselte von der OK-Jolle in die Mini 6.50 Klasse.

Umweltschutz und Segelsport

Wenn es um Engagement geht darf eine nicht fehlen: Emily Penn wird auch 2017 auf der Bühne im Segel Center sein. Die 25 Jährige Skipperin, Ozean Beauftragte und Künstlerin, vermittelt als erfahrene Referentin die Bedeutung einer Verbindung zwischen Ozeanen und Menschen. Die Gesellschaft aufzuklären, zu sensibilisieren und die „Sea of Plastics“ zu thematisieren, sind ihr ein besonderes Anliegen. Emily leitet mit großem Erfolg weltweite Expeditionen. 2016 wurde sie mit dem FitzRoy Adward ausgezeichnet. Außerdem ist sie die jüngste und einzige Frau, die den Yachtmaster of the Year und den Seamaster of the Year erhielt.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit stehen auch bei Norbert Sedlacek im Mittelpunkt. Sein Projekt Ant-Arctic-Lab schreitet voran, 2018 möchte er an Bord des Open60 Prototypen gehen.34.000 Seemeilen: Nonstop. Einhand.. Es geht durch die Nordwestpassage und um Kap Hoorn durch alle Ozeane der Welt. Ohne Hilfe von außen will der Österreicher, der Weltumsegler und Teilnehmer an internationalen Regatten, wie der Transat und dem Vendée Globe war, über die beiden Pol-Routen segeln.

Einhand Challenge

Eine Herausforderung ist auch die Silverrudder – Challenge of the Sea.

Der „Ironman des Meeres“ ist die größte Einhandregatta der Welt und führt 134 Seemeilen um die dänische Insel Fünen. 2016 fand die Regatta zum fünften Mal mit über 300 Teilnehmern statt und präsentierte die bisher schönste Ausgabe: Von 5-6 Windstärken über zahlreiche Flauten, mildem Spätsommerwetter mit einzigartigen Sonnenauf- und Untergängen bis zu nervenaufreibenden Situationen. Diese Magischen Momente lassen die Skipper Jochen Rieker, Peter Kohlhoff, Morten Bogacki und Bjarne Lorenzen wieder für das Publikum im Segel Center aufleben.

Zuhause auf dem Meer

Eine andere Facette des Segelns zeigt Familie Lendfers, denn es muss nicht immer um die Schnelligkeit und Bezwingbarkeit der Wetter und Ozeane gehen. Die Familie segelt seit Juni 2013 um die Welt: „Wir haben keine Taschen voller Geld, dafür ein Schiff voller Kinder“. Auf der Bühne des Segel Centers wird Corina Lendfers ihr neues Buch vorstellen und erzählen wie es ist, jahrelang mit ihrem Ehemann Michael, 5 Kindern und einem Hund auf der Suncoast 42 Pinut zu leben.

Vervollständigt wird das Programm von Blauwasserseglern Judith und Soenke Roever, die in drei Jahren entlang der Barfußroute um die Welt segelten– 1200 Tage Samstag. Die Reisevorträge der Blauwassersegler sind seit Jahren ein Publikumsmagnet im Segel Center.

Ebenso weiß Hinnerk Weiler, der Weltumsegler auf 31 Fuß, worauf es ankommt. Von der Schiffsführung bis zur Ausrüstung auf längeren Törns sowie 1.000 Meilen allein über den Ozean zu segeln und den Alltag zu bewältigen, seine Tipps sind einmalig.

Auch Stefan Boden (DIGGER Hamburg) kennt sich bestens mit dem Einhandsegeln aus. Nach seinen Vorträgen und dem Buch „EinHundSegeln“ veröffentlichte er im Oktober 2016 sein neustes Werk „EinHandSegeln“. Darin widmet er sich den wichtigsten Tricks und Kniffen alleine sicher unterwegs zu sein.

Markus Silbergasser ist leidenschaftlicher Fahrtensegler, Blogger und Hobbyfotograf. Unter Segeln geht es für ihn zu den schönsten Orten der Welt. Mit der SY NAMBAWAN erlebt er seit 2012 unzählige Abenteuer auf dem Mittelmeer und entdeckte einzigartige Plätze im Ionischen Meer. Seine Geheimtipps gibt er den Gästen des Segel Centers preis.

Zu den „schreibenden Seglern“, gehört auch Thomas Käsbohrer. Mit gleich mehreren Themen wird er das Publikum der boot Düsseldorf faszinieren: Dazu gehören die Segelreviere im Ionischen Meer und die Herausforderungen beim Sturmsegeln.

Doch es muss nicht immer der Atlantik sein, das Segeln im Norden hat ebenso seine Herausforderungen, als auch viele schöne Seiten. Autor und Skipper Holger Peterson, der seinem Boot Zuhause ist, weiß alles über das Trockenfallen, Gezeiten und Schleusen und natürlich wie man das ganze Jahr in Deutschland an Bord leben kann.

500 Kilometer mit dem Schlauchboot durch Friesland, für Sebastian Janotta und seine „Bea“ war es ein einmaliger Törn. Außerdem erlebte er, dass es nicht immer in die Ferne gehen muss, um das Schöne zu sehen. Oft liegt es direkt vor der eigenen Nase.

Claus Aktropak ist Zeitmillionär. In dem gleichnamigen Film präsentiert der Skipper seinen Ostsee-Törn durch die Schären. Dabei hatte er nicht nur Zeit zum Segeln, sondern auch Zeit für das Songwriting. Im Segel Center berichtet er, wie er alle seine Zelte abbrach auf der Suche nach den großen Abenteuern.

Meer statt Hörsaal und im Zweifel für den Segelsommer lautet die Devise von Maximilian Leßner. Kurz vor seinem Staatsexamen in Jura wagte der 24-Jährige den Ausstieg und begab sich mit seiner Sirius 26 Nonsuch auf eine Ostseerundreise. Seine einmaligen Erlebnisse und die Faszination des Fahrtensegelns möchte er Nachwuchsskippern näher bringen.

Einmal rund um die Welt

Nach viereinhalb Jahren auf See und rund 45.000 Seemeilen ist sie wieder da: Mareike Guhr, 47-jährige Weltumseglerin aus Hamburg, beendete ihre Weltumsegelung mit dem Katamaran "La Medianoche" im September in Hamburgs Cityhafen. Die Bilanz ihrer Reise: 37 Länder. 143 Inseln. 140 Mitsegler.

Wolfgang Weber ist bereits 300.000 Meilen um die Welt gesegelt. Sein Vortrag „Warum Sie jetzt um die Welt segeln sollten und wie das am besten geht“ vermittelt Mut für Träumer und die Erkenntnis, dass die eigene Weltumsegelung einfacher umzusetzen ist als gedacht.

Das eine Weltumsegelung sogar ganz ohne eigenes Boot und mitten im Berufsleben möglich ist, bewies Sheila Rietscher und segelte „Hand gegen Koje“ um den Globus. Sie lässt das Publikum im Segel Center an ihren Erlebnissen und außergewöhnlichen Begegnungen teilhaben und gibt praktische Tipps zur Organisation des Aus- und wieder Einstieges ins Berufsleben.

Frauenpower im Segelsport

Deutschlands beste Offshore-Frauencrew von der DK 46 Tutima berichtet von den Highlights der Segelsaison 2016. Kirsten Harmstorf, erfahrene Steuerfreu aus Hamburg, wird die Faszination des nationalen und internationalen Offshore-Regattageschehens zusammen mit ihrer Crew und vielen Bildern im Gepäck greifbar machen.

Frauenpower kommt auch von den Atlanticwomen2017. Ihre Devise lautet: „Weil Mut gut tut“. Von November bis Dezember 2017 werden die acht Frauen von Gran Canaria nach Saint Lucia segeln. Wie die Frauen vom Volvo Ocean Race Team SCA, wollen sie Gleichgesinnten beweisen, dass reine Frauencrews den Weg über den Atlantik sehr gut bewältigen können.

Deutscher Segler-Verband 2.0

Sportdirektorin Nadine Stegenwalner und Bildungsreferent Ulf Denecke zeigen die Trainings- und Ausbildungsmöglichkeiten am ausgebauten Bundesstützpunkt Kiel auf und geben einen Ausblick auf Tokyo 2020. Athletiktrainer Hanspeter Lange erklärt die zunehmende Bedeutung der körperlichen  Fitness im Segelsport und führt  auf der Segel-Center-Bühne zusammen mit Medaillengewinnern Erik Heil und Thomas Plößel effektive Übungen und Trainingsgeräte vor. Boris Hepp und Robert Jacobsen aus der Abteilung Technik unterhalten die Besucher des Segel Centers mit Geschichten aus dem Vermesser-Alltag und geben nützliche Tipps zum Messbrief und internationalen Bootsschein. Unterstützung für Fahrtensegler gibt es aus der Kreuzer-Abteilung des DSV - Martin Muth gibt allgemeine Anregungen zur Törnplanung in Deutschland und beantwortet die wichtigsten Fragen zum Fahrtensegeln.

Klassenvereinigungen im Segel Center

Die Segler-Zeitung als Partner des Segel Centers konnte wieder diverse Klassenvereinigungen für die boot Düsseldorf 2017 gewinnen. In den Hallen 15 und 16 bekommen Besucher die Möglichkeit von der Jolle bis hin zur 60 Fuß Yacht die Schiffe direkt vor Ort ansehen zu können, um den Segelsommer 2017 vielleicht auch mit einem neuen Sport- oder Reisegerät zu planen.

Servicethemen im Segel Center

Beliebt und bekannt ist Dr. Meeno Schrader mit seinen Themen „rund um das Seewetter“. Welche Versicherungen wichtig sind und wie das optimale Segeltuch zu finden ist, wird von den Experten Dirk Hilcken (Pantaenius Yachtversicherungen), Robert Kühnen (DIMENSION-POLYANT), Ulrich Münker (Faber & Münker) und Jens Nickel (Segelwerkstadt Stade) beantwortet. Zum aktiven Mitmachen lädt die Kontensession des Verbandes Deutscher Sportbootschulen im Segel Center ein. Martin Krings gibt den Besuchern Trimmtipps, die er live an einem Dickschiff und einer Jolle vorführt. Die Navigation auf kleinen Schiffen thematisieren Sören Zopf und Stephan Boden. Ulrich Dohrmann (Rigg Management) erläutert die häufigsten Probleme mit Rigg und Rollreff-Anlagen und Richard Jeske (WELL Sailing) beleuchtet die neue Rolle der Kapitäne in der Sportschifffahrt.

Ein weiteres Highlight der Bühne im Segel Center sind die diversen Siegerehrungen.

Das Programm des Segel Centers wird Mitte Januar auf der Homepage der boot unter www.boot.de zu finden sein. Auf boot.de finden Sie auch weiterführende Informationen über die Segelsportthemen der Messe.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Greta Siuts
Point of Sailing Marketing GmbH
Kiellinie 70 - 24105 Kiel

Tel.: 0431-800 98-10
Fax: 0431-800 98-20

Greta.Siuts@pointofsailing.de

Cathrin Imkampe
(Assistenz)
Tel.: +49 (0)211 4560-589
Fax: +49 (0)211 4560-87589
ImkampeC@messe-duesseldorf.de

Tania Vellen
(Referent)
Tel.: +49 (0)211 4560-518
Fax: +49 (0)211 4560-87518
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