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Welche Rumpf-Form soll das Schlauchboot haben?

Schlauchboote machen Spaß - Foto: © Scorpion RIBs
Bei Schlauchbooten gibt die unterschiedlichsten Konstruktionen. Sie alle dienen demselben Ziel, das Boot optimal zu versteifen. Von der jeweiligen Konstruktion hängen die Fahreigenschaften ab, das heißt, die Anwendungsmöglichkeiten. So sind beispielsweise einfache Boote nur für den Einsatz in ruhigen Gewässern geeignet.

Folgende Konstruktions-Konzepte werden angeboten:

Bootsböden ohne besondere Kielausformung. Durch Einlegen von aufrollbaren Lattenrosten, durch in Laschen gesteckte Latten oder durch Aufblasen des Bodens (Air-Deck) wird eine mäßige Versteifung des Bootsbodens erreicht. Man trifft solche Böden daher meist nur bei kleinen Schlauchbooten an, die als Bei-, Bade- oder Angelboote eingesetzt werden. Sie sind leicht auf- und abzubauen, haben geringes Packmaß und Gewicht, lassen sich noch gut in einem Kofferraum unterbringen. Die Motorisierungen sollten je nach Bootsgröße nicht höher als 10 PS sein.

Der klassischste Schlauchboot-Typ ist ein Boot mit Einlegeböden. Diese können aus Holz, aus Aluminium oder Kunststoffplatten bestehen, und den Boden versteifen. Darunter findet man einen aufblasbaren Kiel oder Holzsteg, der die untere Bootshaut spannt. So entsteht ein V-förmiger Rumpf, der Fachmann spricht von Aufkimmung, das bietet mehr Rauhwasser-Komfort und ist kursstabiler. Allerdings brauchen V-Rümpfe stärkere Motoren.

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Mit einem sogenannten V-Plattenboden, der für gutes Rauhwasserverhalten sorgt, erreicht man eine bessere Versteifung. In solchen Booten werden robuste V-förmige Platten mit Stringern eingelegt. Darauf kommt ein klappbarer gerader Boden (Adrianboden). Durch die aufwendigere Konstruktion der Boote nimmt der Auf- und Abbau im Gegensatz zu Booten mit aufblasbarem und Latten-Boden mehr Zeit in Anspruch. Dafür können sie aber mit kräftigeren Außenbordern ausgerüstet werden. Wegen der Bodenplatten ist ein größeres Platzangebot für den Transport erforderlich.

Wer aber Platz für einen Trailer mit Boot hat, kann sich gleich für ein sogenanntes RIB entscheiden. RIB steht für Rigid-Inflatable-Boat, frei übersetzt: Schlauchboot mit Festrumpf. Die Rümpfe werden aus Kunststoff oder Aluminium gefertigt. Alu-Rümpfe sind seltener, aber leichter und robuster als Kunststoff. Kosten dafür aber auch mehr und werden hauptsächlich im Profibereich eingesetzt. RIBs setzen sich auf dem Freizeit-Schlauchbootmarkt mehr und mehr durch. Der Vorteil gegenüber zerlegbaren Booten liegt in optimaler Versteifung und gutem Rauhwasserverhalten.
RIB - Foto: © Scorpion RIBs
Einbauten wie beispielsweise Fahrstand und Sitze lassen sich bei RIBs fest mit dem Rumpf verschrauben. Die Tragschläuche sind am Festrumpf entweder fest verklebt oder mit einem Keder in eine Rumpf-Nut gezogen. Letztere Lösung hat den Vorteil, dass man den Tragschlauch für die Reparatur oder Erneuerung einfacher demontieren kann. Die Größen solcher RIBs reichen mittlerweile vom kleinen Beiboot über das Sport- bis zum et- wa 12 m langen Kajütboot. Bei letzteren übernehmen die Schläuche jedoch nur noch die Fender-funktion. Auf das Fahrverhalten haben sie so gut wie keinen Einfluss mehr. Um die guten Fahreigenschaften des RIB und die einfachere Transport- und Lagermöglichkeit eines zerlegbaren Schlauchbootes zu verbinden, haben einige Hersteller Spezialboote entwickelt.

Tipp: Je kabbeliger das Fahrgebiet, desto steifer, größer und kräftiger aufgekimmt muss die Rumpfkonstruktion sein. Je flacher der Rumpf, desto schneller kommt das Boot in Gleitfahrt, läuft im Rauhwasser aber ziemlich hart.

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