boot Düsseldorf verleiht ABALONE video award

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25.01.2016

+Unter Wasser kicken +Die Retter mit der feuchten Schnauze +Preis für die Anwältin der Meere +DJ ist Windsurf-Talent 2016

boot Düsseldorf verleiht ABALONE video award

Die boot Düsseldorf hat am Sonntag erstmals einen eigenen Videopreis verliehen, den ABALONE video award, benannt nach der kostbaren Abalonen-Muschel. Ausgeschrieben war der Award in zwölf Kategorien, etwa Segeln, Motorboot, Tauchen, Angeln, Windsurfen und Stand Up Paddling. Außerdem gab es einen Publikumspreis. Boot-Director Goetz-Ulf Jungmichel: „Die Szene ist absolut engagiert, und wir hatten viele sehr attraktive und spannend gemachte Videoeinsendungen.“ In einer feierlichen „red-carpet“-Zeremonie wurden die Sieger geehrt. Für sie gab es eine wasserdichte Splash Drone, die direkt aus dem Wasser starten kann. Zusätzlich werden Bilder aus ihren Filmen für die Werbekampagne zur boot Düsseldorf 2017 unter dem neuen Motto „play now“ verwendet. In der Filmjury saßen echte Profis, beispielsweise Skipperin Emily Penn und Surflegende Björn Dunkerbeck. Goetz-Ulf Jungmichel übergab den Preis für Kanu/Kajak, sein Nachfolger Petros Michelidakis verlieh den Publikumspreis. Die diesjährigen Gewinner des ABALONE awards der boot Düsseldorf sind: Florian Müller (Wakeboarden), Orio Esteve Romeu (Motorboot), Andreas Besmehn (Segeln), Philipp Notheis (Kanu/Kajak), Gunar Huppke (Tauchen), Kai Lehmann (Kiten), Daniell Bohnhof (Windsurfen), Kimo Kersting (SUP), Stephan Dombaj (Angeln) und Jacky Kirsch (Publikumspreis).
Im Anschluss an die ABALONE-Verleihung ging es bei der After Show-Party noch lange hoch her. Die Wassersportszene feierte den neuen Award mit großer Begeisterung.


Unter Wasser kicken

Christian Redl hat im Freitauchen schon so ziemlich alles erreicht und hält aktuell gleich mehrere Weltrekorde. Auf der Suche nach neuen und nicht immer ganz ernst gemeinten Herausforderungen ist der 39-jährige österreichische Apnoetaucher irgendwann beim Unterwasserfußball gelandet. Im Jahr 2008 gab es in Österreich das erste Unterwasserfußball-Match überhaupt. Damals besiegte das österreichische Team um Redl Deutschland klar mit 10:5. Am 28. und 29. Mai 2016 fordern die Deutschen nun ihre Revanche. Dann verwandelt sich das monte mare in Rheinbach für die erste Unterwasserfußball-Europameisterschaft in ein Stadion für tauchsportbegeisterte Fußballfans. Am Tauchturm auf der boot stellte Christian Redl die ungewöhnliche Sportart vor. „Der Ball ist mit Salzwasser gefüllt. Die Bewegungen fühlen sich nicht nur für uns Taucher an wie in Zeitlupe, sondern das Spiel schaut auch so aus.“ Gespielt wird in Zweier-Teams, und zwar zwei Halbzeiten à zehn Minuten. „Mehr ist nicht drin, weil Unterwasserfußball wahnsinnig anstrengend ist“, erklärte Redl. Man müsse deshalb auch etwa alle 30 Sekunden aufsteigen, um Luft zu holen. Zur Massensportart taugt Unterwasserfußball kaum. Trotzdem rechnen die Veranstalter der EM in Deutschland mit sechs bis acht Mannschaften, die um den Titel kämpfen. Auf jeden Fall dabei sind Teams aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. „Und wir würden uns freuen, wenn sich noch ein Frauenteam anmeldet“, sagte Redl. „Das fehlt nämlich bislang.“

„monte mare“, Halle 3/E62


Die Retter mit der feuchten Schnauze

Hundeführer Jan spielt an diesem Morgen das vermisste „Opfer“, Schäferhündin Besu muss ihn suchen. Nach wenigen Sekunden hat sie ihn gefunden und bellt laut. „Verbellen“, sagen Fachleute zu diesem Verhalten. Und es ist eines der wichtigsten Dinge, die die Hunde während ihrer zweijährigen Ausbildung zum Rettungshund lernen. In der Segelschule auf der boot zeigte die DRK-Rettungshundestaffel aus Recklinghausen, was die Tiere alles können. Neben dem Segelbecken war ein Parcours mit verschiedenen Hindernissen aufgebaut, etwa eine Wippe, ein Tunnel und eine quer gelegte Leiter. Das alles sind Hindernisse, die die Hunde bei der Suche nach einem Vermissten in unwegsamem Gelände möglicherweise bewältigen müssen. Die Hundeführer erklärten den Zuschauern während der Schau viel Wissenswertes: Beispielsweise, was bei einer Flächensuche passiert, wie Hunde vermisste Personen in Trümmern aufspüren oder welche besonderen Eigenschaften Rettungshunde haben müssen. Die Rettungshundestaffel trifft sich regelmäßig zum Training, der Job beim Deutschen Roten Kreuz ist ein Ehrenamt. Deshalb freuen sich die Mitglieder, dass sie bei der boot Düsseldorf so viel Aufmerksamkeit und Applaus bekommen.

Nächste Aufführungen in der boot Segelschule, Halle 14, am Samstag und Sonntag, 30. und 31. Januar, jeweils 14 und 16 Uhr


Preis für die Anwältin der Meere

Ein „Apple“-Werbespot hat Emily Penn innerhalb kürzester Zeit zum Star im Internet gemacht. Diese Popularität nutzt die britische Skipperin seitdem für das, was ihr am meisten am Herzen liegt: Mit ihrer Organisation „Pangaea Exploration“ kämpft sie für den Schutz der Ozeane. Für ihr Engagement wurde die 27-Jährige am Wochenende auf der boot Düsseldorf mit dem „Seamaster“-Award 2016 ausgezeichnet. Mit diesem Preis ehren der Delius Klasing Verlag und die boot Düsseldorf gemeinsam zum vierten Mal eine Persönlichkeit, die im Wassersport besondere Akzente setzt. „Mit ihrer sympathischen Persönlichkeit ist Emily Penn eine wirkungsvolle Fürsprecherin für den Schutz unserer Ozeane. Sie sucht und liefert Antworten auf viele Fragen im Umgang mit der Herausforderung, unsere Ozeane langfristig zu schützen und mit den Wünschen und Bedürfnissen der zukünftigen Generationen in Einklang zu bringen“, begründen Konrad Delius (Verleger Delius Klasing Verlag) und boot-Director Goetz-Ulf Jungmichel die Entscheidung der Jury. Emily Penn ist eine ausgezeichnete Seglerin, die mit dem Titel „Ocean Master“ die höchste Segel-Lizenz besitzt, die man in England bekommen kann. Aber nicht nur das: Sie ist auch Architektin, Künstlerin, Expertin in Sachen Mikro-Plastik-Müll und Expeditionsleiterin. Im Segel Center berichtet sie täglich von ihren spannenden Forschungsreisen rund um die Welt an Bord des riesigen Stahlschiffes „Sea Dragon“.

Segel Center, Halle 15, 26.1., 16 Uhr, 27., 28., 29. und 30.1., jeweils um 15 Uhr, 31.1., 14.30 Uhr


DJ ist Windsurf-Talent 2016

Auf einer griechischen Insel hat Julien Pockrandt vor knapp acht Jahren den Surfschein gemacht. Seitdem blieb der 17-jährige Rostocker mit viel Spaß und Ehrgeiz bei der Sache – und das hat sich nun ausgezahlt: In der Beach World wurde er mit dem Titel „Windsurf-Talent 2016“ belohnt. Seit vier Jahren fördert die boot Düsseldorf herausragende Nachwuchssportler. „Wir sehen das als eine Art Einstiegsförderung“, erklärt boot-Director Goetz-Ulf Jungmichel. Julien, der sich mittlerweile auf Slalom und Wave spezialisiert hat, will mit seinem Preisgeld von 2016 Euro nach Teneriffa fliegen. „Ich werde dort mit den PWA-Profis trainieren“, freute sich der Schüler. Begleitet wird die Wahl zum „Windsurf-Talent“ vom „surf“-Magazin. Chefredakteur Andreas Erbe erklärte: „Uns ist es wichtig, dass die jungen Surfer mit Herzblut bei der Sache sind und in gewisser Weise auch über den Tellerrand hinausschauen.“ Kriterien, die Julien allesamt erfüllt: Im vergangenen Jahr wurde er Zehnter im Europacup und deutscher U20-Vizemeister. Aber auch abseits des Sports hat er viele Interessen. „Ich lege in Rostock als DJ auf und produziere eigene Songs.“ Andreas Erbe ist stolz, dass die Jury bislang ein so gutes Auge in Sachen Talentsichtung bewiesen habe. „Nico Prien und Lina Erpenstein beispielsweise waren beide Windsurf-Talent des Jahres und sind mittlerweile in der Branche etabliert“, betonte der Fachmann. Auch Julien hat viel vor: „2016 will ich die deutsche U20-Meisterschaft gewinnen“, kündigte das Surf-Talent an. Seine Förderer wollen seinen Weg weiter beobachten. „Wir wünschen dir viel Erfolg“, sagte Goetz-Ulf Jungmichel, „und werden gucken, wohin dein Weg dich führt.“

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