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Motorbootsport

Offshore-Renngeschichte

 

Die Sam Griffith Trophy

So, wie die Rennen heute noch stattfinden, wurden sie 1956 in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten "erfunden". Der Autonarr Sherman "Red” Crise und der Yachtdesigner Dick Bertram veranstalteten das erste Rennen über 184 Meilen von Miami/Florida nach Nassau/Bahamas. Es gab damals kein Preisgeld, es ging nur um die Ehre, Sieger zu werden. Und so kamen 11 ausgewählten Teams aus allen Ecken des Kontinents zusammen. Der Sieg dieses Rennens ging an den Kriegsveteranen Sam Griffith, den ersten Champion im Rennbootsport.

Die Sam Griffith Trophy
Bis in die Fünziger Jahre blieb der Sport bei den Amerikanern. In den frühen Sechzigern holten dann der Engländer Sir Max Aitken und der Italiener Auilio Petroni den Offshore-Rennsport nach Europa. Damit begann ein langer Wettkampf über die Vorherrschaft im Offshore-Rennen. Die Amerikaner hatten lange die besten Maschinen und Mechaniker, die Italiener hatten den Stil und Geld. Die Engländer versuchten, beides zusammenzuführen. In diesen Jahren wurde erstmalig um die "Sam Griffith Trophy" gefahren und man erhielt die Anerkennung durch die Union International Motonautique (U.I.M.) als Class 1. Die Class 1 Championship war geboren.

1978 gewinnt erstes nicht-amerikanisches Boot
Bis dahin wurden 13 Siege durch Amerikaner und 6 Siege durch Italiener geholt. Eine Ausnahme bildete 1975 der Brasilianer Wally Franz, allerdings in einem amerikanischen Boot. Im Jahre 1978 gewann dann zum ersten Mal ein Boot, das nicht von einem Amerikaner entworfen und gebaut worden war. Der Italiener Francesco Cosentino holte sich den Titel in einem von dem Briten Don Shead in Viareggio gebauten Boot.

Neue Materialien
Nachdem in den Sechzigern und Siebzigern die Szene von Booten der Amerikaner Jim Wynne, Dick Bertram und Don Aronow ("Cigarettes"-Boote) beherrscht wurden, kamen in den Achtzigern die Europäer groß raus. Mit Don Sheads Aluminium-Einrumpfbooten von Enfield, Picchiotti und CUV und den Cougar-Katamaranen von James Beard aus Holz oder Aluminium sowie mit den Genius-Booten von Fabio Buzzi aus GFK wurden neue Materialen in den Offshore-Rennsport eingeführt.

Internationaler Rennkalender
Die Class 1 bekam einen immer internationaleren Touch. In den frühen Siebzigern hielt eine Class 1-Saison ein Team (meist mit 2 Booten) über 18 Rennen in der ganzen Welt auf Trab. In den Achzigern reduzierte man den Rennkalender dann aber aus Kostengründen. Ein trauiges Ende fand die Meisterschaft 1990, als Stefan Casiraghi (Ehemann von Caroline v. Monaco) während des Rennes in Monaco bei einem Unfall zu Tode kam. Es wurde in diesem Jahr kein Titel vergeben.

Sicherheitsvorkehrungen
Mit den heutigen Sicherheitsvorkehrungen wie Sicherheitszellen, Abdeckhauben aus der Flugzeugindustrie, Gurten, Sicherheitssitzen, feuerfesten Anzügen und ständigem Funkkontakt haben die heutigen Boote/Teams nicht mehr viel mit ihren Vorgängern gemeinsam. Damals fuhren Amateursportler in normaler Kleidung mit Booten aus allerhand zusammengesuchten Materialien schutzlos über die Wellen. Eines ist aber gleich geblieben - Die Herausforderung, mit einer Maschine gegen Wind und Wellen anzukämpfen.

Quelle: world-of-powerboat.de

 
 
 

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