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Travemünder Woche: Erste Sieger beim 4. Baltic Sprint Cup

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Travemünder Woche: Erste Sieger beim 4. Baltic Sprint Cup

22.07.2008

Foto: Travemünder Woche

Der Montag (21. Juli) war erst vier Minuten und 35 Sekunden alt, als die Münchener Segelyacht „Auriga“ mit Skipper Max Lohlein als Letzte die Ziellinie in Karlskrona erreichte. Da hatte die internationale Crew der Rogers 46 „Danebury“ von Mike Castania die erste Etappe des Baltic Sprint Cups von Travemünde nach Schweden in der Racer-Klasse längst für sich entschieden. Bei den Cruisern setzte sich das Team der kleinen X-332 „Flying Circus“ von Wolfgang Uecker aus Lübeck nach berechneter Zeit durch. 56 Yachten waren am Sonnabend (19. Juli) zum Auftakt der 119. Travemünder Woche zum 216 Seemeilen langen Teilstück der zweiwöchigen Regatta über vier Etappen und 710 Seemeilen in fünf Länder aufgebrochen. Ziel ist am 1. August Rønne auf Bornholm/Dänemark.

Ehrgeiziges Segelprojekt
Am Heck weht die Flagge der Britischen Jungferninseln (Karibik). Im Segel steht GBR für Großbritannien. Der Eigner wohnt in den USA, und die Crew besteht zu einem Großteil aus Engländern sowie einigen Österreichern und Deutschen. Die „Danebury“ gilt zu Recht als internationales Segelprojekt. Und als ehrgeiziges zudem. Das Team konfigurierte die blaue Rogers 46 kurzfristig noch, um den Rennwert zu optimieren, jenen Handicapfaktor, mit dem die gesegelte Zeit für eine faire Gesamtwertung umgerechnet wird.


Foto: Travemünder Woche

Outsider auf Platz Zwei
Mike Castania gewann mit der ersten Etappe auch den Dreikampf mit den baugleichen „guts’n glory“ von Christopher Wuttke aus Bückeburg und „Yeoman XXXII“ von David Aisher aus London klar. Die Kieler „Outsider“ von Tilmar Hansen, die am Sonntagmorgen als erste Yacht die Ziellinie in Karlskrona querte, wurde nach berechneter Zeit Zweite. Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit betrug stattliche 11,12 Knoten.

Lohnender Einsatz
Sie hatten mit stürmischen Böen hart zu kämpfen, denn die nur gut zehn Meter lange „Flying Circus“ vom Neustädter Segelverein gehört zu den kleinsten Yachten in der Flotte des vierten Baltic Sprint Cups. 27 Stunden waren sie unterwegs. Aber der Einsatz der sechs Männer und einer Frau an Bord der X-332 wurde mit dem Sieg in der Cruiser-Klasse belohnt. Eigner und Skipper Wolfgang Uecker und seine Mannschaft behauptete sich gegen 36 Konkurrenten, von denen nur die Kieler „Vanguard“ von Philipp Lubinus die Etappe aufgab und nach Rügen ablief, um dort Schutz zu suchen.

Schüddelfrost mischt mit
Die „Flying Circus“ lief zwar nicht als Erste ihrer Klasse über die Ziellinie, aber die Leistung der Crew war nach berechneter Zeit umso höher zu bewerten. Knapp 40 berechnete Minuten lag sie vor der zweitplatzierten „Chaos Quarante“ von Thomas Nielsen aus Eckernförde. Die Cruiser-Klasse 2 entschied die schwedische „Summer Wine“ von Stefan Qviberg für sich. Schnellste in der Racer-Klasse 2 war die „Schüddelfrost“ von Friedrich Böhnert (Hamburg).

Quelle: travemünder-woche.de

Weitere Informationen zur Travemünder Woche 2008

 
 
 

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