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Yachtwerkstatt

Anstriche richtig ausführen


Arbeitsbedingungen
Farben können ihre Verarbeitungseigenschaften bei unterschiedlichen klimatischen Bedingungen verändern. Die in diesem Leitfaden angegebenen Trocken-/ Aushärtezeiten und Überstreichintervalle gelten bei folgenden Voraussetzungen (wenn nicht anders angegeben):

  • Temperaturen bei 20°C
  • eine relative Luftfeuchtigkeit (RH) von 60-65 %
  • ein gut belüfteter Arbeitsbereich

Temperatur
Da ein Anstrich bei unterschiedlichen Temperaturen erfolgen kann, ist oft eine Anpassung der angegebenen Trocken- und Aushärtezeiten erforderlich. Als nützliche Faustregel gilt, die Trocken- bzw. Aushärtezeit dann zu verdoppeln, wenn die Temperatur um 10°C sinkt und sie zu halbieren, wenn die Temperatur um 10°C steigt. Andere Temperaturintervalle sind entsprechend zu berechnen. Die Eigenschaften einer Farbe ändern sich bei Temperaturschwankungen. Bei niedrigen Temperaturen haben Farben eine dickere Konsistenz und müssen verdünnt werden. Die empfohlenen Werte/Maximalwerte für Verdünner sollten stets eingehalten werden. Niemals stärker verdünnen. Ein Anstrich bei Temperaturen, die über den empfohlenen Höchstwerten liegen, sollte unbedingt vermieden werden. Die beschleunigte Trocken- bzw. Aushärtezeit kann das Fließvermögen der Farbe derart verringern, dass jeder Pinselstrich deutlich wird. Eine direkte Sonneneinstrahlung auf den Lackfilm hat die gleiche unerwünschte Wirkung, weil die zu bearbeitende Oberfläche viel wärmer ist als die Umgebungstemperatur. Informieren Sie sich über die Mindesttemperatur für die Anwendung der von Ihnen gewünschten Farbe. Bei einer zu niedrigen Temperatur härtet die Farbe nicht aus. Das Ergebnis: Läuferbildung, verringerte Haftung zwischen den Schichten und Glanzverlust.

Relative Luftfeuchtigkeit
Die ideale Luftfeuchtigkeit sollte 65 % nicht überschreiten (gemessen mit einem Hygrometer). Diese Bedingung ist normalerweise erfüllt, wenn die zu streichende Fläche angefeuchtet wird und innerhalb von 10 – 15 Minuten trocknet. Nie zu früh am Tage oder zu spät nachmittags mit dem Anstreichen beginnen, da sich Kondensat oder Tautropfen auf dem Untergrund oder dem frischen Anstrich bilden können.

Belüftung
  • Arbeiten im Bootsschuppen: Sorgen Sie für eine ausreichende Belüftung, damit die Lösemittel verdunsten können und die Farbe gut aushärtet. Eine Blasenbildung wird so vermieden.
  • Arbeiten im Freien: Arbeiten Sie an einem möglichst windstillen Tag, damit sich kein Staub auf der Oberfläche ablagern kann und der Verlauf von lösemittelbasierten Farben optimiert wird. Sie erhalten einen gleichmäßigeren Endanstrich.


Quelle und weitere Infos: www.vosschemie.de

 
 
 

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