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Anleitung zum erfolgreichen Chartertörn
29.01.2010
Ludwig Brackmann im Segel Center.
Sie haben noch nie etwas von „Bäcker-Navigation“ gehört? Autor und Segler Ludwig Brackmann erklärt, wie’s funktioniert: Schicken Sie ein Crewmitglied nach dem Einlaufen im Hafen zum Brötchen holen" erzählt er. „Und der Aufdruck auf der Tüte verrät Ihnen, wo Sie gelandet sind.“ Diese und andere Anekdoten hat Brackmann in seinem Buch zusammengefasst, das er im Segel Center auf der boot erstmals vorgestellt hat. „Der erfolgreiche Chartertörn. Planung-Praxis-Reviere“ heißt das Buch und bietet eine umfassende Anleitung zum Segeln auf Charterschiffen, gespickt mit wunderschönen Fotos und den Revieren Ostsee/Ijsselmeer, Thailand, Seychellen und Karibik. Die Idee hatte Brackmann bereits vor rund sieben Jahren. „Ein paar von meinen Kollegen haben erfahren, dass ich segle und wollten einfach mal mitkommen“, erinnert er sich. „Aus anfangs zwölf wurden im Laufe der Zeit 200.“ Aus der Not heraus hat der Segler Checklisten entwickelt und Tipps gesammelt. „Denn ich als Skipper hatte ja die Verantwortung, einen schönen und sicheren Törn zu gestalten.“ In seinem praktischen Handbuch hat er an einfach alles gedacht: Vorplanung (Wie organisieren wir die Bordkasse? Was wollen wir essen? Welche Sehenswürdigkeiten liegen an der Route?), Praktisches (Welche Medizin muss an Bord? Welche Kleidung? Welche wichtigen Telefonnummern?), zahlreiche standardisierte Listen und schließlich alles rund um das gecharterte Schiff (Übernahme und Abgabe). „Die Sicherheit ist mir besonders wichtig“, betont er. „Deshalb nehme ich mir für die Begehung des Schiffes und die Einweisung der Crewmitglieder viel Zeit.“ Wie funktionieren Dusche und Toilette? Wie die Schwimmwesten? „Diese genaue Inspektion zahlt sich aus“, sagt er. „Ich habe es beispielsweise schon mehrfach erlebt, dass eine angeblich Acht-Mann-Rettungsinsel nur für sechs Personen ausgelegt war.“ Es lohne sich, den Vermietern genau auf die Finger zu schauen. Eine Sache – das ist dem Autor ganz wichtig - sollte sowohl dem Skipper als auch der Crew von Beginn an bewusst sein: „Man kann einen Törn nie zu hundert Prozent so umsetzen, wie man es geplant hat. Grobes Ziel sollte es sein, in 70 bis 80 Prozent der Zeit im Zielhafen einzulaufen – der Rest ist Abenteuer!“ Ludwig Brackmann fordert alle Anfänger auf: „Trauen Sie sich, Ihren eigenen Törn zu planen!“ Zu Beginn reichten schon wenige Tage. „Eine Woche hält man immer irgendwie aus. Und erst wenn die Crew sich besser kennt und versteht, sollte man mehrwöchige Törns wagen.“
Halle 11/F41
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