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Rudern: Abschluss der Deutschen Indoor-Rowing Serie
08.02.2010
Über 1.100 Athletinnen und Athleten aus 17 Nationen im Alter zwischen 13 und 81 Jahren waren gemeldet. Durch das buchstäblich über Nacht eingetretene Wetterchaos in Teilen Deutschlands mussten sich aber rund 25% der Teilnehmer kurzfristig abmelden. Fast alle Topathleten waren jedoch angetreten. Zeitweise bis zu 1.000 Zuschauer verfolgten die Rennen auf der großen Bühne, die in der Halle des Theodor-Heuss-Gymnasiums installiert worden war. Wer von zu Hause aus mitfiebern wollte, konnte dies am Computer per Livestream mit Originalbildern und Ton machen.
Deutsche und Europameistertitel
Der 15. NWRV-Indoor Cup war in diesem Jahr nicht nur der traditionelle Abschluss der Deutschen Indoor-Rowing Serie, bei der die Schnellsten über alle vier Events (Kassel/Berlin/Lübeck/Essen) ermittelt wurden. Erstmals wurden auch Europameistertitel bei den U23-Ruderern vergeben.
A-Junioren (m/w)
Bei den A-Junioren gewann Felix Back (Potsdam), der in einem einsamen Rennen mit 5:55,50 min. eine Weltklassezeit hinlegte. 15 Sekunden trennten ihn von den Verfolgern. Bei den Juniorinnen A konnte nach Nele Schürmann im vergangenen Jahr mit Judith „Hulk“ Sievers erneut eine Kappelnerin aus der Truppe von Michael Schürmann gewinnen.
Rennen der Damen
Bei den Frauen gewann Ulrike Sennewald (ORC Rostock) in guten 6:48min, distanzierte dabei Kristin Fernitz (RC Eilenburg, 6:51,00min) und Annetkatrin Thiele (RG Wiking Leipzig, 6:51,80). Das waren damit für Sennewald drei Titel in einem: U23- und offene Europameisterin sowie Deutsche Ergometermeisterin. Das Rennen der Leichtgewichtsfrauen wurde vom Duell zwischen Marie-Louise Dräger und Anja Noske dominiert. Dräger fuhr dabei in 7:01,8min neuen Deutschen Rekord, Noske, ihre Bootspartnerin aus dem Doppelzweier von Poznan, wurde nur 9/10el dahinter Zweite.

Rennen der Herren
Bei den leichten Männern konnte der WM Vierte im Doppelzweier Christian Hochbruck (Karlstadt) zwar den Deutschen Rekord nicht knacken, lieferte mit 6:11,2 min. erneut eine Weltklasseleistung ab und sicherte sich die Titel Deutscher Ergometermeister, Europameister U23 und Europameister, alle mit dem einen Rennen. Er distanzierte dabei die nächsten Verfolger u.a. aus Weltmeister-Vierer-ohne und WM-Silber-Doppelvierer deutlich. In einem taktischen Superrennen besiegte bei den Männern Tim Grohmann (22, Dresdner RC, WM-Bronze im Doppelvierer) den amtierenden Weltmeister auf dem Concept2 Indoor Rower, Cedric Berrest (Frankreich) in 5:56,20.
Chefbundestrainer feuerte Athleten persönlich an
Chefbundestrainer Hartmut Buschbacher konnte mit der Mehrzahl der gezeigten Leistungen zufrieden sein. Er hatte fast jeden seiner Athleten persönlich angefeuert, was diese ihm dankten, als Buschbacher sich selbst für die 1.000m in der Altersklasse 50-54 Jahre auf den Concept2 Indoor Rower setzte (9. Platz, 3:17,2min)
Weitere Informationen, Audiomaterial, Videos und Bilder auf: www.rudern.de
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