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34. America's Cup
Erster Ausblick auf den 34. America's Cup bei der Abschlusspressekonferenz

Montag, 15. Februar. Die letzte Pressekonferenz des 33. America’s Cup in der Basis von BMW Oracle Racing am Hafen von Valencia war gleichzeitig auch die erste des 34. Amerca’s Cup, und das machte es einigermaßen spannend. Denn schon gibt es einen Herausforderer, der erste, der damit zum „Challenger of Record“ wurde – es ist das Team Mascalzone Latino des italienischen Schifffahrtsmagnaten Vincenzo Onorato. Für Insider kommt das nicht wirklich überraschend, war Onorato doch immer einer der eifrigsten Gegner von Ernesto Bertarelli und dem Team Alinghi; er hat sich mehrmals öffentlich im Sinne der Amerikaner geäußert.
Aussichten für den 34. Americ's Cup
Abgesehen davon steht für den 34. America’s Cup noch so gut wie nichts fest. Russell Coutts und Jimmy Spithill litten, wie die anderen Mitglieder des Teams, erkennbar unter den Folgen der gestrigen Siegesparty. Und viele Gedanken um den nächsten Cup, so Coutts, habe man sich noch keine gemacht – man sei ausschließlich darauf fokussiert gewesen, die Kanne erst einmal zu gewinnen. Die allgemeine Marschrichtung wurde jedoch schon verkündet: Es soll ein America’s Cup im alten Format werden, also mit mehreren Herausforderern, die den Gegner des Verteidigers in ihrer eigenen Ausscheidungsserie ermitteln – an welcher der Verteidiger nicht teilnehmen wird. Und der Cup soll fortan von einer unabhängigen Organisation durchgeführt werden.

Material und Ort unklar
Doch die Fragen, die jetzt alle interessieren – in welchen Booten wird gesegelt, an welche Ort, und so weiter – bleiben einstweilen weit offen. Russell: „Wir möchten über all das mit den anderen Teams diskutieren, wir sind für alles offen!“
Ungewisse Zukunft für den Trimaran
In der Zwischenzeit dürfte noch einige Wochen weiter gefeiert werden (James Spithill: Es ist noch gar nicht so richtig bei mir angekommen, dass wir den Cup gewonnen haben!), und das Landteam ist derweil froh, dass der Stress mit dem Flügel nun vorbei ist. Am Montag herrschte Sauwetter in Valencia, es war kalt, nass und windig. „Da sind wir doch unglaublich erleichtert, dass der Flügel schon wieder abmontiert ist und im Schuppen liegt, statt mitsamt Boot durch den Hafen zu segeln!“, meinte Mike Drummond, der Design-Koordinator des Teams. Dann äußerte er sich noch darüber, wie der Flügel, der größte dieser Art der jemals gebaut wurde, in so kurzer Zeit hergestellt werden konnte: „Ohne die Wirtschaftskrise hätten wir womöglich weder das Material noch die Leute in so kurzer Zeit bekommen!“ – bis zu 70 Spezialisten arbeiteten zeitweilig am Flügelprofil. Und was passiert nun mit dem gigantischen Trimaran? Auch darauf wusste Russell Coutts keine Antwort…
Detlef Jens
Quellen: segeljournal.com, americascup.com













