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"Unsere Ozeane" - Kinofilm zeigt die Unterwasserwelt

Dokumentarfilm macht Lust 'Unsere Ozeane' zu entdecken


Cluzaud und Perrin

Die Regisseure Jacques Perrin und Jacques Cluzaud arbeiteten vier Jahre lang mit einem Team von Tauchern, Technikern und Wissenschaftlern an ihrem neuesten Film „Unsere Ozeane“. Dabei begaben sie sich in die letzten Naturrefugien unseres blauen Planeten, insgesamt an 54 Drehorte, um zu zeigen wie Tiere unter Wasser wirklich sind - in all ihren skurrilen Erscheinungsformen und merkwürdigen Beziehungen.

Ab 25. Februar im Kino
Mit ihrem Film enthüllen sie seit Februar (Kinostart in Deutschland: 25.02.2010) die uns doch noch so unbekannten Ozeane und deren sagenhafte Fülle und Vitalität. Während der Dreharbeiten konnte das Team Bilder einfangen, die zuvor noch nie so zu sehen waren und deren atemberaubende Schönheit man nicht so schnell vergessen wird - Von Riesensepien im australischen Spencer Gulf über Meerechsen auf den Galapagosinseln, Buckelwale vor den Küsten Alaskas, Schwertfische in den Gewässern vor Sardinien bis zu Kaiserpinguinen, Weddellrobben und Seeleoparden in der Antarktis. „Unsere Ozeane“ soll dem Zuschsuer dabei auch verdeutlichen, welch pralles Leben zurückkehren wird, wenn der Mensch sich dazu bereit erklärt, den Meerestieren Freiräume zu belassen. Das Werk ist insgesamt eine ebenso sinnliche wie faszinierende Dokumentation, die in die geheimnisvollen und unbekannten Tiefen unserer Weltmeere entführt.

Wie ein Fisch im Wasser fühlen
Man könnte sich auf Zahlen berufen. So sind dem Menschen derzeit knapp 1,8 Millionen Arten bekannt, Schätzungen gehen jedoch von bis zu 15 Millionen existierenden Arten aus – dabei sind sieben Zehntel der Erdoberfläche von den Weltmeeren bedeckt. Ein gutes Drittel der Weltmeere ist 4000 bis 5000 Meter tief. 70% des Sauerstoffs, den wir einatmen, wird von der Meeresflora produziert - Informationen, die gewiss notwendig, ja unabdingbar sind. Aber es reichen trockene Fakten vermutlich kaum aus, um die Welt der Ozeane zu begreifen, um die Meere in ihrer ganzen atemberaubenden Schönheit und ungebändigten Wildheit immer wieder neu kennenzulernen. Vielmehr soll der Zuschauer sich während des Films selbst wie ein Fisch im Wasser fühlen. So kommt der Film bei 100 Minuten Gesamtlänge auch mit insgesamt acht Minuten Sprechtext aus.


Meeresbewohner hautnah erleben
Jacques Perrin dazu in einem Interview: „Als nach dreijähriger, sehr intensiver Zusammenarbeit das Drehbuch fertig war, hatten wir uns freilich in eine Sackgasse manövriert. Denn der Film, in dem die enge Verknüpfung der menschlichen Geschichten mit den Geschichten der Meeresbewohner eine Art gewaltiges impressionistisches Bildnis der Ozeane ergab, hätte dreieinhalb Stunden gedauert – definitiv zu lang! Wir mussten die Notbremse ziehen, was schmerzhaft war. Und fingen wieder von vorne
an. Dabei stützten wir uns auf das, was uns am wichtigsten erschien – die Meeresbewohner. Sie sind die besten Fürsprecher der Ozeane.“

Komplexes Zusammenspiel und Verwundbarkeit
Diese Fürsprecher greifbar zu machen ist dann mit dem Final Cut des Films eindeutig gelungen - einer aufregenden Reise in diesen Kosmos unter der Wasseroberfläche. Atemberaubende Aufnahmen öffnen die Augen für die biologische Vielfalt der Meere, ihr komplexes Zusammenspiel und ihre Verwundbarkeit. Aber die magische Unterwasserwelt ist bedroht. Weniger als ein Prozent der Meere steht unter Schutz und die Schätze der Ozeane sind endlich. So kämpft zum Beispiel auch der WWF für den Erhalt der Meere und ihrer Artenvielfalt, für eine nachhaltige Fischerei, für Schutzgebiete in Meeres- und Küstenregionen. Die Weltmeere brauchen Fürsprecher.

Erkenntnisse durch Empfindungen
„Unsere Ozeane“ sensibilisiert mit wundervollen Bildern für die Zerbrechlichkeit eines einzigartigen Lebensraums. Jacques Perrin: „Es gibt kein besseres Mittel als das Kino, um zu informieren und anzuprangern, um Stellung zu beziehen und sich zu empören – ganz egal, um welches Thema es geht. […] Natürlich sind wir nicht die ersten, die einen Film über das Meer gedreht haben. Aber es ging uns um etwas anderes: Wir wollten neue Empfindungen auslösen und wirklich grundlegende Kenntnisse über die Ozeane und ihre Bewohner vermitteln.“

Quellen: www.unsere-ozeane.de, www.universumfilm.de

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