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Kanu: Mitteldeutsche Verbände wollen gemeinsame Strukturen

25.02.2010

Die Kanu-Landesverbände Sachsens, Thüringens und Sachsen-Anhalts haben eine verstärkte Kooperation vereinbart. Dabei sei das Schaffen gemeinsamer Strukturen angestrebtes Ziel der Zusammenarbeit, vereinbarten die Präsidien der drei Verbände in Leipzig.

Notwendiger Schritt
Dieser Schritt sei notwendig, um den leistungssportlichen Erfolg aber auch die große freizeitsportliche Bedeutung der Sportart Kanu in Mitteldeutschland zu sichern und orientiere sich auch an gesellschaftlichen Trends wie Überalterung und der geringeren Zahl junger sportlicher Talente.



Aktive Gestaltung von Prozessen
„Wir wollen nicht auf Entwicklungen reagieren müssen, sondern wir wollen Prozesse aktiv gestalten“, sagte Volker Reichel, Präsident des Thüringer Kanu-Verbandes. Dabei sollen personelle Ressourcen im Haupt- und Ehrenamt gebündelt werden und gemeinsame Wege bei der Ausbildung von Trainern- und Übungsleitern, Kampfrichtern und in Sicherheitsfragen gegangen werden. Auch in Fragen der Gewässernutzung, der Sportraumentwicklung und des Umweltschutzes wollen sich die drei Verbände enger abstimmen.

Nutzung von Synergien
Angestrebt wird die gemeinsame Arbeit bzw. Zusammenarbeit im Bereich der Aus- und Weiterbildung sowie Umweltschutz/Ökologie. „Mit gemeinsamen Schulungen schaffen wie Synergien im Interesse aller Mitgliedsvereine“, so Karl-Heinz Düben, Präsident des Landes-Kanu-Verbandes Sachsen-Anhalt.

Überholte Praxis in der Nachwuchsförderung
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit im Nachwuchsleistungssport. So wurde die Austragung gemeinsamer Landesmeisterschaften angedacht. „Eine sinnvolle noch engere Konzentration von Talenten in leistungsstarken Trainingsgruppen an einem Ort scheitert aber bislang noch an der Förderpolitik der Bundesländer. Die Sportförderung durch die Ministerien hört an den jeweiligen Landesgrenzen auf. Talente können keine leistungsstarken Trainingspartner in einem anderen Land finden, ohne den Verein zu wechseln. Diese Praxis ist überholt, sie wird künftigen Anforderungen nicht gerecht“, sagte Jens-Torsten Jacob, Präsident des Sächsischen Kanu-Verbandes. Bis zum Herbst wollen die drei Präsidien nun auf Ressort-Ebene über die Ausgestaltung der künftigen Zusammenarbeit beraten.

Quelle: kanu.de

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