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Immer schneller, immer universeller


Vielseitigkeit ist oberstes Gebot. Mittlerweile bietet fast jeder Hersteller sogenannte Multifunktions-Displays (MFDs) an. Dabei handelt es sich um Zentralrechner, die über ein Netzwerk mit verschiedenen Sensoren und Gebern (wie beispielsweise Echolote, Radare etc.) zusammen arbeiten und ihre so ermittelten Daten auf einem großen Bildschirm darstellen. Die MFDs ersetzen die bisher üblichen Einzelgeräte.

Nutzer wählt optimalen Modus
Die jeweiligen Funktionen können einzeln aufgerufen werden oder in Kombination mit anderen. Dafür wird der Bildschirm dann in Sektionen aufgeteilt. Der Nutzer wählt den für ihn optimalen Modus selbst aus. Viele bevorzugen eine Zweiteilung, bei der auf der einen Hälfte der Kartenplotter arbeitet, auf der anderen Hälfte parallel dazu das Radarbild mitläuft. Andere aktivieren die Overlay-Funktion. Hierbei legt sich das Radarbild als Schatten direkt über die Seekarte.

Bordnetze und Black Boxen
Je nach Hersteller werden entweder eigene Bordnetze genutzt oder standardisierte Datenübermittlungs-Wege wie beispielsweise das NMEA 2000-Netz. Diese Standardisierung macht es möglich, auch Instrumente unterschiedlicher Hersteller miteinander zu verbinden. Bei einigen Systemen kommen Adapter zum Einsatz. Dank der Vernetzung können die reinen Datensammler klein gestaltet werden. Diese kompakten Black Boxen haben einzig die Aufgabe, Daten zu ermitteln und zu verschicken. Die Darstellung erfolgt auf externen Bildschirmen, wozu durchaus auch PCs oder Laptops zählen können.



Laptops gehören heute zum Bordalltag
Weil das so ist, wird verstärkt in die Entwicklung von Software investiert. Mit ihrer Hilfe werden aus Zahlenkolonnen, die die Info-Box vom Wetterdienst empfängt, Wetterkarten, wie man sie aus dem Fernsehen kennt -mit Wölkchen-, Sonnen- und Regensymbolen. Und auf Mastinstrumenten, die während der Regatta noch Wind- und Log-Daten anzeigen, lassen sich nach Rennschluss Werbefilme abspielen.

Drehknopf erlebt Revival
Die Displays selbst sind ausgesprochen hochwertig, ihre Farben leuchtend und ihre Symbole auch auf Entfernung gut ablesbar. Bei vielen MFDs baut sich die Darstellung vollkommen ruckelfrei auf. Für die Bedienung gibt es die Wahl zwischen Tastatur, Touchscreen und Drehknopf, der im Augenblick ein Revival erlebt. Mit ihm lassen sich Zoom, Schwenks und Navigation besonders feinfühlig einstellen. Zum Aufrufen der jeweiligen Funktion drückt man den Knopf.

Auch vollkommen Neues entwickelt
In erster Linie hat man in Optimierung investiert - zum Wohle des Kunden, der sich nunmehr sein Bord-Netz individuell zusammenstellen kann. Umso erfreulicher ist es, dass auch vollkommen Neues entwickelt werden konnte. Zum Beispiel die revolutionäre Breitband-Radartechnologie. Sie berechnet ihre Echos über eine konstante Tonfrequenz-Änderung - anstelle von Mikrowellen-Pulsen.

Text: Silke Springer

Quelle: www.segeljournal.com

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