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Umwelt-Aktion: Pazifiküberquerung im Plastikboot zu Ende
29.07.2010
Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, sich für den Erhalt sauberer Strände und Meere einzusetzen. Auf der boot 2010 stellte der Schweizer Dominic Ziegler den von ihm ins Leben gerufenen „Cleanup-Art-Contest“ vor - einen Kunstwettbewerb mit Werken, für die ausschließlich Unterwasser-Müll verwendet wurde.
Das Plastiki Projekt
Der Brite David de Rothschild sorgte mit einer Pazifiküberquerung auf dem hauptsächlich aus Plastikflaschen bestehnden Katamaran "Plastiki" für viel Aufsehen. Zusammen mit seiner fünfköpfigen Crew hat er es geschafft innerhalb von vier Monaten - Start war am 21. März in San Francisco und Ende der Fahrt am 26. Juli in Sydney nach rund 130 Tagen auf See - den pazifischen Ozean auf Plastikbasis zu überwinden. Diese "Ressource" haben die Erbauer des knapp 20 Meter langen und ca. 12 Tonnen schweren Katamarans dabei in der dreijährigen Vorbereitungszeit höchst innovativ eingesetzt, statt das Plastik einfach wegzuschmeißen. So besteht das Boot nicht nur aus insgesamt 12.500 Flaschen, sondern auch aus gepresstem Plastik, zusammengehalten mit einem umweltfreundlichen Kleber auf Zucker/Cashew-Nuss-Basis. Selbst für die Segel wurde ein wiederverwertbares Hightech-Gewebe ausgewählt.

Teil der Katamaranrümpfe unterwasser
Konstruktive Überzeugungsarbeit
Auch Solarpaneele, Windturbinen und Fahrrad-Generatoren zur Stromgewinnung an Bord trugen ihren Teil zum Gelingen des gewagten Unterfangens der 15.000 Kilometer langen Seereise bei. Ebenso ist der Name "Plastiki" durchaus mit Bedacht gewählt, angelehnt an das "Kon-Tiki"-Floß aus Balsaholz, mit dem Thor Heyerdahl 1947 über den Pazifik segelte - ebenfalls um die Leute von einer Idee zu überzeugen. Auch auf dieser Fahrt war wieder ein Heyerdahl mit an Bord - ein Enkel des Entdeckers. David de Rothschilds Vision ist eine Gesellschaft, die Abfall noch mehr als Ressource versteht und intelligent wie auch lösungsorientiert an das Problem der Müllbeseitigung herangeht. So war die Freude natürlich groß, dass hunderte von Menschen seine Ankunft in Sydney mit ihm und der Crew feierten.
Quelle: www.theplastiki.com ; www.trustedwatch.de
Über „Ocean Initiatives“ - Strände und Meer respektieren












