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Kanu Sport
Kanupolo in den Wüsten Namibias

Einer der Exoten bei den 5. Kanupolo-Weltmeisterschaften 2002 in Essen ist sicherlich das Team aus Namibia. Die namibische Delegation besteht aus zwei Betreuern und acht Spielern, die in der Wettkampfklasse der Herren an den Start gehen. Für drei der 19 bis 43 Jahre alten Spieler ist dies bereits die zweite Teilnahme nach der Weltmeisterschaft 1998 in Portugal, wo die Mannschaft den sechzehnten Platz belegte.
Training im Schwimmbad
In dem kleinen südwestafrikanischen Land, dessen Unabhängigkeit von der Republik Südafrika erst 1990 anerkannt wurde, leben etwa 1,5 Millionen Menschen. Kanusport wird nur in der Hauptstadt Windhoek betrieben. Aufgrund der Trockenheit des Landes fällt es den Sportlern jedoch schwer, Wasserflächen zur Ausübung ihres Sports zu finden: Der atlantische Ozean ist durch einen Wüstenstreifen von den urbanen Regionen getrennt, die Flüsse Kunene und Okavango im Norden des Landes werden aufgrund der darin lebenden Krokodile und Flußpferde gemieden und der Grenzfluß zu Südafrika, Oranje River, liegt für die Sportler aus der Hauptstadt eine Tagesreise entfernt. Da die wenigen kleinen Stauseen während der Trockenzeit schnell leer sind, blieb den Kanusportlern als einzige Ausweichmöglichkeit ein Schwimmbecken der Universität von Namibia in Windhoek.

Polo mit Wildwasserkajaks
Auf die kleinen Ausmaße des Schwimmbeckens beschränkt, begann man so im Jahr 1997, Kanupolo zu spielen, inspiriert durch Sportler aus dem benachbarten Südafrika, wo diese Sportart bereits ausgeübt wurde. Zunächst wurde nur in Wildwasserkajaks gespielt, das Polospiel im Schwimmbecken war eine Möglichkeit zwischen den von Zeit zu Zeit stattfindenen Wildwasserfahrten auf dem Oranje River zweimal wöchentlich zu trainieren. Doch bereits ein Jahr später wurden die Ausrüstungen an das internationale Reglement angepasst und die Weltmeisterschaften in Aveiro, Portugal besucht.
Kanuverband mit 30 Mitgliedern
Nach wie vor ist die Namibische Kanu-Föderation mit nur 30 Mitgliedern einer der kleinsten nationalen Kanuverbände. Der Präsident, Pierre Dahl spielt selbst im namibischen Team und ist mit 43 Jahren der Senior der aktuellen Nationalmannschaft. Gerne würde er weitere Mitglieder für seinen Verband gewinnen und weitere Vereine in seinem Land etablieren. Bisher ist für die 25 Spielerinnen und Spieler des einzigen namibischen Vereins in Windhoek der nächste Trainingspartner in Johannesburg, etwa 2000 Kilometer entfernt. Leider zeigen sich die Bewohner des Wüstenstaates Namibia gegenüber Wassersportarten eher skeptisch, populär sind Fußball, Rugby, Cricket und Boxen. Außerdem fehlen Gelder für Material und Öffentlichkeitsarbeit. Von der Teilnahme an den Weltmeisterschaften erhofft die Mannschaft sich in der Heimat eine möglichst große Öffentlichkeitswirkung um den Sport dort weiter aufzubauen.
Kajaks und Paddel wurden selbst gebaut
Ermöglicht wurde die Reise nach Deutschland durch die Air Namibia, die für die Spieler und Betreuer kostenlos Flugtickets zur Verfügung stellte und den Transport der Boote übernahm, sowie durch staatliche Zuwendungen. Trotzdem musste jeder Spieler für die Teilnahme noch einen Betrag von 14.000 Namibischen Dollar aufbringen, das entspricht etwa drei durchschnittlichen Monatsgehältern. Darüber hinaus wurden von den Spielern im Vorfeld der Meisterschaften in wochenlanger Arbeit Kajaks und Paddel selbst gebaut.
Spieler geben ihr Bestes
Zu den Favoriten der Weltmeisterschaften zählt namibische Mannschaft sicherlich nicht, jeder Rang Abstand zum Letztplazierten der 28 teilnehmenden Teams kann bereits als kleiner Erfolg gewertet werden. Dennoch geben die Spieler ihr Bestes um die eigene Nation zu vertreten und durch eine gute Plazierung im Heimatland Anerkennung zu finden.
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Tag 2: Sonntag 22.01.
Tag 3: Montag 23.01.
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Tag 5: Mittwoch 25.01.
Tag 6: Donnerstag 26.01.
Tag 7: Freitag 27.01.
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Tag 9: Sonntag 29.01.












