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Match Race - Der spannende Zweikampf Yacht gegen Yacht

Einführung: Grundlagen des Match Racing


Zwei Segelboote gegeneinander in einem einzigartigen Duell - das ist Match Racing. Das Besondere: Schon vor dem Start wird versucht, mit taktischen Raffinessen und gekonnten Manövern den Kontrahenten in eine ungünstige Position zu bringen.

Match Racing gilt als die aggressivste Form des Regatta-Segelns und erfordert gleichermaßen sehr viel taktisches Geschick wie großes seglerisches Können. Schlüsselstellen eines Match Races, taktische Optionen und die Regeln werden Ihnen hier in Wort und Bild näher gebracht. Sollten Sie mit dem Segelsport nicht so vertraut sein, finden Sie hier außerdem die wichtigsten Grundbegriffe.

Der Match-Race-Kurs



Die Rennstrecke des America's Cup Match Race ist insgesamt etwa 18,5 Seemeilen oder 34 Kilometer lang. Im Abstand von drei Seemeilen sind zwei Bojen in Windrichtung hintereinander angeordnet, die es dreimal zu umrunden gilt. Im Wechsel wird also gegen den Wind (Amwindbahn oder Kreuz) und mit dem Wind (Vorwindbahn) gesegelt.

Die Start- ist mit der Ziellinie identisch und 275 Meter lang. In Windrichtung hinter der Startlinie liegt der Bereich, in dem die Vorstart-Manöver ausgeführt werden (Startbox). Hier findet der extrem wichtige und spektakuläre Kampf um die beste Startposition statt.

Grundbegriffe

 
 



Der Kurs den ein Segelboot fährt, wird nach seiner relativen Lage zur Windrichtung bezeichnet. Kommt der Wind genau von hinten, spricht man von Vorwindkurs, kommt er von vorne, dann spricht man von Amwindkurs. "Anluven" bedeutet, dass der Bug weiter in den Wind gedreht wird. Das Gegenteil davon heißt "Abfallen".

Ferner unterscheidet man "Steuerbordbug" und "Backbordbug". Diese Bezeichnungen beziehen sich auf die Seite, auf der das Großsegel steht. Kommt der Wind über die linke Bootsseite, dann steht das Segel auf der rechten Bootsseite (Steuerbord). Daher spricht man von "Steuerbordbug" im anderen Fall entsprechend von "Backbordbug".

Wegerecht

 
 


Abb. 1: Backbordbug (gelb) vor Steuerbordbug (blau);
Abb. 2: Lee (gelb) vor Luv (blau);
Abb. 3: Achteraus segelndes Boot hält sich frei (blau).


Die Regeln des Wettsegelns sind darauf ausgerichtet, Zusammenstöße zu vermeiden. Aus diesem Grund hat je nach Situation ein bestimmtes Segelboot Wegerecht "Vorfahrt" vor dem anderen. Dies sind die drei grundlegendsten und am häufigsten gebrauchten Regeln:

1. Ein auf Backbordbug kreuzendes Boot (Wind kommt über die rechte Boots-Seite) hat Wegerecht vor dem auf Steuerbordbug kreuzenden Boot (Wind kommt über die linke Boots-Seite).

2. Wenn beide Boote auf gleichem Bug fahren, hat das Schiff in Lee (das weiter vom Wind entfernt ist) Wegerecht vor dem Boot in Luv (das näher am Wind fährt).

3. Wenn beide Boote auf gleichem Kurs segeln, hat das klar voraus fahrende Boot Wegerecht vor dem klar achteraus segelnden.

Ein Boot mit Wegerecht muss dem gegnerischen Boot immer genug Raum geben, um sich freizuhalten. Es muss dem Gegner also genug Zeit und Raum geben, um auszuweichen. So muss es beispielweise einen Kollisionskurs für eine gewisse Zeit aufrecht erhalten, damit der ausweichpflichtige Gegner reagieren kann.

Kapitel 2: Die Startphase

 
 
 
 
 

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