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Tauchreisen & Reviere aus früheren Jahren
Belize - kleines Land, grosser Urlaub

Von Mark Münzer
Belize ist mit seinen knapp 300.000 Einwohnern wahrlich ein kleines Land, zumal es mit einer Fläche von 23.000 Quadratkilometern winzig wirkt gegenüber seinen Nachbarn Mexiko, Guatemala oder auch Honduras. Daher ist es auch nicht verwunderlich, wenn einem der Souvenirverkäufer erzählt, dass er den größten Umsatz mit einem T-Shirt macht, auf dem in grossen bunten Buchstaben geschrieben steht: “Where the hell is Belize?” Wenn es jedoch um Urlaub geht, so braucht sich Belize keinesfalls klein zu fühlen.
Längstes Barrier Reef der nördlichen Halbkugel
Die Hauptattraktion des kleinen Landes ist die Karibik-Küste und das ihr vorgelagerte, ca. 260 km lange Belize Barrier Reef, das längste Barriere Riff in der westlichen Hemisphäre und Heimat von über 350 Fischarten. Am Belize Barrier Reef entlang liegen hunderte kleiner Inseln, die sogenannten Cays. Sie machen Belize zu einem Wassersportrevier erster Klasse. Aber auch das Landesinnere mit seinen Bergen, tropischen Wäldern und Mayaruinen hat dem Urlauber einiges zu bieten.
Einfache Modalitäten machen das Reisen leicht
Als Europäer kann man Belize ohne ein Visum einfach mit einem gültigen Reisepass bereisen. Als ehemals Britische Kolonie (ehemals Britisch Honduras, seit 1981 unabhängig) kommt man mit englischen Sprachkenntnissen überall weiter. Der Euro hilft einem dagegen wenig, die Reisekasse sollte unbedingt aus US-Dollar bestehen. Sofern man nicht über den Landweg aus Mexiko oder Guatemala einreist, so wird man meist in Belize City ankommen, da hier der einzige internationale Flughafen des Landes liegt. Als Ausgangspunkt für einen Urlaub eignet sich Belize City nicht nur, weil es mit seinem Kolonialen Charme den Besucher auf einen erholsamen Urlaub einstimmt, sondern auch, weil es als Knotenpunkt sowohl zu den nördlichen Cays gute Bootsverbindungen bietet, als auch an einer der drei asphaltierten Straßen des Landes liegt. Praktisch alle Städte sind von Belize City aber auch per Inlandsflug erreichbar.

Abseits des Massentourismus
Für Wassersportler stellt sich also die Frage, in welche Richtung es gehen soll. Ambris Cay und Cay Caulker, die beiden nördlichen Hauptinseln, sind am schnellsten zu erreichen, aber auch am stärksten touristisch vereinnahmt. Will man den Massen entfliehen, bietet es sich an, eine der äußeren Cays zu besuchen. Auf diesen Inseln ist meist nur eine einzige Anlage im weiteren Umkreis.
Preisgünstige Alternative im Süden
Da alles mit dem Schiff auf diese Inseln transportiert werden muss, bieten die dort gelegenen Resorts jedoch meist nur mehrtägige Komplettpakete im oberen Preissegment an. Eine preisgünstige Alternative stellt Placencia im Süden Belizes dar. Dieser am Ende einer Halbinsel gelegene, zweitausend Einwohner grosse Ort ist sowohl ein guter Ausgangsort für Tauchfahrten zum wenige Meilen entfernten Belize Barrier Reef, als auch Stützpunkt von Moorings Yachtcharter. Placencia selbst ist ein tropisches Idyll mit kleinen Pensionen und Restaurants.
Begegnungen mit Walhaien
Die dem Ort durch den Orkan Iris zugefügten Schäden sind heute weitestgehend behoben. Ein besonderes Erlebnis sind die im April und Mai stattfindenden Ausfahrten zum Gladdens Splitt, wo Taucher um diese Zeit häufig Walhaie zu Gesicht bekommen. Brian Young vom Sea Horse Dive Shop war der Erste, der Ausfahrten zu den Walhaien organisiert hat und ist nach wie vor einer der erfolgreichsten Führer. Weitere gute Tauchplätze finden sich vor allem am äußeren Riff. Mit seinen 300m Durchmessern ist das Blue Hole im Light House Atoll eine besondere Erwähnung wert. Von der Riffkante auf 15m fällt es in anscheinend endlose Tiefen ab.
Etwas kostspieliger als die Nachbarländer
Das Taucherlebnis in Belize wird lediglich von zwei Aspekten etwas getrübt. Verglichen mit den Nachbarländern ist ein Urlaub in Belize relativ teuer, und wie überall auf der Welt gibt es auch hier schwarze Schafe unter den Tauchanbietern, die einem mit veraltetem Material und schlecht ausgebildetem Personal die Freude an diesem schönen Tauchrevier verderben können.
Weitere Informationen auf der offiziellen Website der Belizer Tourismusbehörde
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