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Teil 3: Konstant an der Grenze zum Sonnenschuss

Rolex Sydney Hobart Yacht Race

Teil 3: Konstant an der Grenze zum Sonnenschuss




 
 

Der Skipper der BRINDANBELLA muß
sein Boot gut kennen, um den Punkt
vor dem Sonnenschuss zu spüren

26.12. 16:00 Uhr

Erster Wachwechsel. Die Wache von Dietrich ist stand-by, Ricks Wache ist on. Wir fahren ein Wachsystem mit drei Wachen à vier Personen. Eine Wache segelt voll, eine ist stand-by, die dritte kann schlafen. Die Stand-by-Wache bleibt in Segelsachen, muss für Manöver bereit sein und sitzt, wenn es der Kurs erfordert, auf der Kante. Der Wind nimmt zu, perfekte Segelbedingungen, die Welle wird immer langer, die Surfs immer schneller Die vier großen Anzeigen am Mast zeigen "True Wind Angel", "True Wind Speed", "Boat Speed" und "Compass Bearing". In den Surfs gehen alle Blicke auf den "Boat Speed". Dietrich hat 18 Knoten vorgelegt. In der Ferne sehen wir einen Volvo Ocean Racer, der Speed scheint gleich, aber wir fahren deutlich tiefer, einen besseren Kurs nach Süden.

Konstant an der Grenze zum Sonnenschuss
Fünf Personen segeln das Boot, Rick steuert. Nach einer Viertelstunde hat er sich eingesteuert und sagt knapp: "Ok guys. I'll heat it up a little." Er fährt jetzt einen zehn Grad spitzeren True Wind Angel (135 Grad). Nach zehn Minuten hat er den Höchstspeed auf 20,5 Knoten geschraubt. Alle sind voll konzentriert, wir segeln konstant an der Grenze zum Sonnenschuss. Das Boot reagiert wie eine Jolle.



Guten Weg nach Süden
Der Wind ist mittlerweile bei 23 Knoten. Man muss das Boot gut kennen, um den Punkt vor dem Sonnenschuss zu spüren, damit man gerade noch rechtzeitig Druck aus dem Großsegel nehmen kann. Ich taste mich langsam heran. Dieter wirkt am Kicker nicht hundertprozentig konzentriert. Wenn das Boot "abgeht", die Strömung am Ruder abreißt, muss der Kicker aufgehen, sonst ist der Spinnacker weg. In jedem Fall würde uns ein Sonnenschuss mindestens drei Meilen kosten. Wir machen guten Weg nach Süden. Beim ersten Sked, der obligatorischer, sechsstündlichen Positionsmeldung, belegen wir nach berechneter Zeit den 21 Platz von 116 Teilnehmern.

26.12. 20:30 Uhr - Der Spinnacker reißt

 
 

Erste Anzeichen von Seekrankheit
Im Sonnenuntergang reißt plötzlich der 250 Quadratmeter große Spinnacker im oberen Drittel. Der True Wind ist mittlerweile bei 25 Knoten, der Gennacker sollte 22 Knoten Apparent-Wind aushalten. Bei einem Speed von 14 Knoten waren wir im grünen Bereich. Vielleicht schlechtes Tuch. Nach fünf Minuten ist der schwere Gennacker 1.5 gesetzt. Er ist kleiner und wir sind daher etwa zwei Knoten langsamer. Wolf und Max beginnen mit der Reparatur. Der Spinnacker wird mit Alkohol entsalzt, doppelseitig geklebt und an den Lieken genäht. Da die Wellen das Deck überspülen, müssen wir alle Luken geschlossen halten. Unter Deck herrscht mittlerweile ein unangenehmer Geruch von Alkohol und Diesel. Die ersten Anzeichen von Seekrankheit deuten sich an.

Der Wind dreht auf West
Nachts wird es schnell kalt. Vielleicht zehn Grad. Wir powern mit 16 Knoten durch die Nacht. Rick sagt, dass wenn wir weiter so schnell segeln, die Bass Strait von uns passiert wird, ohne dass wir es merken. Anfangs ist der Himmel noch sternenklar, fängt dann aber an zuzuziehen. Der Wind beginnt auf West zu drehen.



Quelle: Sailing Journal
Homepage: www.sailing-journal.de

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