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Kieler Woche - Die feste Größe
Kieler Woche 2005
Kieler Woche - Die feste Größe

Ein sportliches Ereignis jagt das nächste: Fußball-Pokalfinale, Formel Eins, Tennis in Wimbledon, der America's Cup Act vor Valencia usw., usw. Und zwischen all diesen Ereignissen gibt es seit 123 Jahren eine feste Größe: Bei allem Zeitgeist war, ist und bleibt die Kieler Woche das weltgrößte Segelereignis. Über drei Millionen Besucher erwartet Kiel auch 2005, rund 300 Journalisten werden in den Norden Deutschlands reisen, und circa 5000 Segler und Seglerinnen aus über 50 Nationen werden in 2000 Booten um die Kieler Woche-Siege kämpfen. Bei diesen Größenordnungen wird Kiel erneut seinen Teil dazu beitragen, dass dieser schöne Sport weltweit positiv vermittelt wird.
Vater und Mutter des Segelsports
Der ehemalige Präsident des Weltsegler-Verbandes (ISAF), Paul Henderson (Kanada), nannte die Kieler Woche Vater und Mutter des Segelsports. Sein Nachfolger, Göran Petersson (Schweden), ehrt Kiel noch mehr und kommt bereits in seinem ersten Amtsjahr gemeinsam mit ISAF-Generalsekretär Ave Sundheim (Norwegen) nach Kiel, um sich die Segelwettkämpfe vor Ort anzusehen. "Ich freue mich, dass Göran Petersson zugesagt hat, die Kieler Woche zu besuchen", so DSV-Präsident Dierk Thomsen, der die Kieler Woche national und international als die absolute Nummer Eins bezeichnet. "Die gesamte Segelwelt hat einen riesigen Respekt vor der Kieler Woche. Hier wird das geliefert, was von uns Deutschen erwartet wird - perfekte Arbeit und großartige Organisation. Dabei steht Kiel auch für Weiterentwicklung. In Zukunft darf diese Flexibilität nicht verloren gehen," so Thomsen.
Imposante Zahlen
"Es wird mit den Füßen abgestimmt. Wenn 5000 Aktive kommen, dann muss Kiel das Richtige zu bieten haben", meint auch Organisationsleiter Dieter Rümmeli, der mit dem Ende der diesjährigen Kieler Woche sein Amt nach 20 Jahren an ein jüngeres Trio (Jobst Richter, Thomas Ross, Sven Christensen) abgibt. Drei Millionen Besucher, 5000 Segler, 2000 Yachten, rund 450 Starts, 300 Journalisten, 50 Nationen, 39 Disziplinen (inklusive elf Offshore-Klassen), zehn Bahnen, neun Tage - das sind die imposanten Zahlen einer Kieler Woche.
Internationaler Teil
Der erste Teil gehört seit Jahren den internationalen Klassen. Insgesamt 15 Klassen werden vom 18. bis 21. Juni an den Start gehen. Neu im Kieler Woche-Programm sind dabei die Bénéteau 25 und die 29er. "Ziel ist es, aufstrebende Klassen aufzunehmen und moderner zu reagieren", so der Vorsitzende des Kieler Woche-Regatta-Ausschusses, Jobst Richter. Dem Nachwuchsskiff 29er gehört ohnehin die Zukunft. Es ist das Einsteigerboot für die spektakulärste olympische Klasse, den 49er. Dieses rasante, nasse, fast akrobatische Segeln fasziniert die Jugend und hält mit anderen Trend-Sportarten mit.
Olympischer Teil
Vom 22. bis 26. Juni starten dann die mit Welt- und Europameistern prominent besetzten olympischen Klassen, darunter natürlich auch der gesamte deutsche Kader. Ob Robert Scheidt (Brasilien/siebenfacher Laser-Weltmeister), die amerikanischen Starboot-Asse Marc Reynolds/Magnus Liljedahl oder die zweifachen Goldmedaillengewinner Roman Hagara/Hans Peter Steinacher (AUT/Tornado) - sie alle nutzen Jahr für Jahr die Kieler Woche zum internationalen Kräftemessen - auch im nacholympischen Jahr. Die deutsche Frauen-Flotte zeigt Mut zum Wechsel.
Neues Brett noch nicht erhältlich
Olympia-Teilnehmerin Petra Niemann (Berlin) und Dauerrivalin (Christiane de Nijs (Neumünster) wechselten von der Europe ins neue olympische Boot Laser radial, um einen neuen Olympia-Anlauf zu nehmen. Olympia-Silbermedaillengewinnerin Amelie Lux (Kiel) und Romy Kinzl (Berlin) mussten ebenfalls das Board wechseln (von Mistral auf RS:X), um weiter olympisch zu surfen, doch vor Kiel wird 2005 auch noch Mistral angeboten. Grund: Das im Vorjahr zum neuen Olympischen Surfbrett gekürte Neil Pryde-RSX (erstmals 2008 in Peking am Start) ist noch kaum erhältlich und steht bisher noch keiner deutsche Surferin oder und keinem deutschen Surfer zur Verfügung.

Breite Zustimmung
Daher haben sich die Kieler Woche-Organisatoren entschlossen, neben dem neuen Olympia-Brett auch das "alte" zur Kieler Woche zuzulassen. "Es ist nur ein Jahr als Übergang geplant, um vielen Surfern die Möglichkeit zu geben, wie gewohnt an der Kieler Woche teilnehmen zu können", so Jobst Richter, Vorsitzender des Kieler Woche Regatta-Ausschusses. "Wir haben viele Aktive bereits informiert und eine breite Zustimmung gefunden", erklärt Jens Meier, zuständig für die Kieler Woche-Surfregatten.
Neue Formationen
Auch in den beiden weiteren olympischen Frauen-Klassen gab es reichlich Bewegung. Im 470er nimmt Stefanie Rothweiler (Immenstaad/Olympia-15. mit Monika Leu) einen neuen Anlauf mit Vivien Kussatz (32/Berlin). Im Dreifrauenboot Yngling gib es neue interessante Formationen. Ulrike Schümann und Wiebke Bülle (beide Berlin) im Vorjahr noch zusammen, gehen getrennte Wege. Während Schümann sich Runa Kappel und Ute Hoepfner ins Boote holte, stieg Wiebke Bülle bei Ines Pingel (ehemalige 470er Weltmeisterin) ins Boot. Beide Crews dürften Kristin Wagner (München) den Weg nach Peking schwer machen. Insgesamt sieben Ynglinge haben gemeldet, darunter mit Ruslana Taran (UKR) und Crew (zweimal Bronze und danach Silber in Athen) sowie Sharon Ferris (NZL) zwei absolute Topcrews.
Seebahnen
Auf den Seebahnen (18. bis 25. Juni) werden rund 260 Boote erwartet, die erstmals einen Kieler Woche-Sieger ermitteln. Zum Kieler Woche-Sieg in den vier IMS-Klassen werden die Kurzstrecken des Kiel-Cups, die Mittelstrecke (Senatspreis) und die Langstrecke (Rund Fehmarn) zählen. Wie bei den olympischen Klassen wird es dann auch Medaillen geben. Um auch den geselligen Teil nicht zu kurz kommen zu lassen, werden die Wettfahrten bereits am Samstag beendet sein, um die Sieger gebührend zu feiern.
Rahmenprogramm
Aber nicht nur für die Aktiven hat Kiel einiges zu bieten. Rund drei Millionen Besucher erwartet Kiel 2005. Für die Segelinteressierten, die das ganze Fördeufer als natürliche Tribünen nutzen, bietet die Landeshauptstadt in Zusammenarbeit mit der Marketingagentur Point of Sailing zusätzlich das offizielle Kieler Woche-Begleitschiff.
Daneben wird das bekannteste deutsche Sportereignis dank der Partner auch wieder ein gesellschaftliches Ereignis sein.
Segelatmosphäre pur
Umfassende Informationen, Gaumenfreuden und Unterhaltung gibt es in Schilksee auch an Land. Mit Weltmeistern und Olympiasiegern im Segelcenter sprechen, mit Freunden das große Feuerwerk in Schilksee (Dienstag, 21. Juni) erleben und die Spannung spüren, wenn die Segler und Seglerinnen ihre Boote klarieren, bis in die Nacht Material erneuern und Schäden reparieren - das ist Segelatmosphäre pur in Schilksee.
Partner und Sponsoren
Neben Presenter BMW und Partner HSH Nordbank ist mobilcom als dritter Premiumpartner dazugestoßen und wird als Kommunikationspartner wesentlich zur Darstellung und Verbreitung der Kieler Woche beitragen. Der Partner des Segelsports, die boot Düsseldorf, hat im Rahmen der Pressekonferenz in Hamburg seinen Vertrag mit der Kieler Woche um fünf weitere Jahre verlängert.
Quelle: kieler-woche.de
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