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PPP - Entwicklung kommunaler Wasserlagen
Reportagen - Archiv
PPP - Entwicklung kommunaler Wasserlagen

Im Hafendorf Rheinsberg
im Winter 2005.
Von englischen Knasts lernen: Public-Private-Partnership
Wie diesen Gordischen Knoten lösen? Punkt eins, etwa 4.000 Gemeinden und Kommunen in Deutschland stoßen an eine Wasserfläche; Punkt zwei, in den Haushaltskassen herrscht Ebbe; Punkt drei, Wassertourismus und Wassersport stehen in der Gunst der Bevölkerung; Punkt vier, Natur- und Umweltschutz gewinnen immer mehr an Gewicht; Punkt fünf, das Baugenehmigungsrecht verteilt sich auf unzählige Schultern. Wie angesichts dieser diametralen Gemengelage Zustimmung und Geld für den Neubau von Service- und Freizeitanlagen an öffentlichen Ufern finden? Der BWVS suchte im Rahmen eines Symposiums im Januar auf der "boot" in Düsseldorf nach Wegen. 80 Teilnehmer unterstützten ihn dabei.
Angemessene Strategie
Ein Ergebnis: Es gibt keinen Grund, die Segel zu streichen. Trotz zahlreicher Hemmnisse und Schwierigkeiten, den Bürgern den Zutritt zum Wasser zu öffnen, bezeugen verschiedene Best-Practice-Beispiele, dass es geht. "Es bedarf", so formulierte es der BWVS in seiner Einladung zur Vortrags- und Diskussionsveranstaltung, "allerdings einer angemessenen Strategie, um die kontroversen Debatten zu überwinden und das Ziel zu erreichen."

Multilateraler Dialog
In Bergkamen am Datteln-Hamm-Kanal gelang dies gut. Und zwar deshalb, weil ein Koordinator vom Tag der Idee an alle Beteiligten in das Vorhaben "Sportboothafen" integrierte. Die Realisierung gestattet keine Alleingänge, sie muss sich um Konsens bemühen. Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer, Protagonist des Projekts, hatte sich in der Praxis genau an jene Grundsätze gehalten, die Peter Dörn-feld von Media Mare als ersten Schlüssel des Erfolgs definierte: den Wasserlagenbau als moderativen Prozess zu verstehen, der frühzeitig Politik, Verwaltung, potenzielle Betreiber, Investoren und die Heerschar der Genehmigungsbehörden mit ins Boot hievt.
Konsens mit den Ätmern
Konsens zunächst verwaltungsintern: unter Stadtplanungsamt, dann den Zuständigen für Grünflächen, für Denkmalschutz, das Wasser- und Schifffahrtsamt und und und. Dieser Kreis kann bis 60 Institutionen umfassen. In Phase zwei erweitert er sich auf Betreiber, Investoren und Anlagenbauer. Hat eine Kommune oder eine Landesentwicklungsgesellschaft diese moderative Kompetenz nicht im eigenen Haus, bietet es sich an, auf Consul-tants wie etwa Media Mare zurückzugreifen.
Neue Synergien
Die zweite Schlüsselrolle spielen anzustrebende Synergien. Man müsse jedes Projekt im räumlichen und strukturellen Zusammenhang mit anderen Einrichtungen sehen. Wer ein schwimmendes Restaurant plant, wird kaum Rendite ernten, wenn er die Gastronomie nicht mit Bootsverleih, mit einem Wasserwanderplatz, mit Biergarten usw. kombiniert. Ebenfalls wird ein isoliert betrachteter Bootsverleih - ohne Biergarten - kaum funktionieren. Solche Synergien müssten sich zu einem Gesamtentwicklungskonzept fügen. Dann klappt's. Man schaue sich nur beispielhafte Muster wie Ruhrbania in Mülheim an der Ruhr an oder die Nordmole in Stralsund oder das Hafendorf Rheinsberg im Süden der Mecklenburgischen Seenplatte.
Zum zweiten Teil:
Entwicklung kommunaler Wasseranlagen - Task Force PPP
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