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EURMIG - EU-Lobbyarbeit wird intensiviert

Reportagen - Archiv

EURMIG - EU-Lobbyarbeit wird intensiviert


Anlässlich einer Tagung auf der boot Düsseldorf hat das Strategy Board der EU Recreational Marine Industry Group (EURMIG) beschlossen, die Lobbyarbeit auf europäischer Ebene zu verstärken. Im Jahre 2005 wird eine Public Affairs Agentur die Tätigkeit von EURMIG unterstützen, ab 2006 soll dann ein eigenes Büro in Brüssel für eine erfolgreiche Vertretung der Brancheninteressen sorgen.

Sprachrohr für Europa
Zwei Drittel aller Gesetze kommen heute in Form von EU-Direktiven und Regulierungen aus Brüssel und werden von den EU-Mitgliedstaaten in das jeweilige nationale Recht umgesetzt. Hat der europäische Gesetzgeber also einmal gesprochen, ist es für eine Einflussnahme im Sinne der Branche zu spät. Insofern war es 2003 höchste Zeit, EURMIG als Sprachrohr der maritimen Wirtschaft unter dem Dach des internationalen Verbandes ICOMIA zu gründen.

Pläne für die nächsten Jahre
In der Zwischenzeit hat sich trotz unbestreitbarer Fortschritte und Erfolge gezeigt, dass die Vertretung der Interessen der maritimen Wirtschaft weiter intensiviert werden muss. Im Januar haben sich die Präsidenten der europäischen Verbände auf einen entsprechenden Fahrplan festgelegt. Danach soll im Jahr 2005 (Phase 1) eine Public Affairs Agentur mit Sitz in Brüssel die Arbeit von EURMIG unterstützen. Ab Frühjahr 2006 (Phase 2) soll dann ein eigenes Büro in Brüssel mit hauptamtlichem Personal für eine erfolgreiche Vertretung der Brancheninteressen sorgen.

EU-Förderung
Neben der Vertretung der Brancheninteressen besteht die Aufgabe auch darin, Fördermöglichkeiten für die maritime Wirtschaft in der Europäischen Union zu erschließen. Für die kommerzielle Schifffahrt hat die EU beispielsweise erhebliche Mittel für die Technologieförderung bereitgestellt. Die Mitgliedsverbände der EURMIG haben die für die Phase 1 notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt. Im Laufe dieses Jahres soll über das Budget für die Phase 2 entschieden werden. Die führenden Verbände, darunter auch der Bundesverband Wassersportwirtschaft (BWVS), haben allerdings bereits ihre volle Unterstützung signalisiert.

Vertretung in Brüssel
BWVS-Präsident Robert Marx unterstrich anlässlich des BWVS-Verbandstages in Rostock-Warnemünde am 12. März 2005 die Bedeutung des Projektes: "Wir haben uns von Beginn an für die Gründung einer europäischen Interessenvertretung eingesetzt und Verantwortung übernommen. Zu einer Interessenvertretung mit eigenem Büro und Personal in Brüssel gibt es keine Alternative."

EU Recreational Marine Industry Group (EURMIG)
Strategy Board:
Chairman - James Grazebrook, Großbritannien

Executive Group:
President - Jürgen Tracht, Deutschland
Vice-President - Andre Vink, Niederlande
Secretary - Howard Pridding, Großbritannien

Quelle:

- Bundesverband Wassersportwirtschaft
 
 

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