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BWVS Verbandstag in Warnemünde - Informationen und gute Gespräche

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BWVS Verbandstag in Warnemünde - Informationen und gute Gespräche


Im Zuge von Nachwahlen wurde Niels
Hofmann (Marine Power Deutschland,
links) neu im Präsidium begrüßt. Rechts:
BWVS-Präsident Robert Marx.

Um für die Zukunft gewappnet zu sein, ist Umdenken angesagt. Das betonten Robert Marx, Jürgen Tracht und Abdul R. Adib auf dem diesjährigen BWVS-Verbandstag, von dem Hans Wischer berichtet.

Jahresrückblick
BWVS-Präsident Robert Marx zeigte sich erfreut über den positiven Trend bei der Mitgliederentwicklung: dem BWVS gehören 402 Unternehmen an - 6 % mehr als vor einem Jahr und gar 26 % mehr als vor drei Jahren. Zusammen mit assoziierten Verbänden vertritt der BWVS über 1.200 Unternehmen in Deutschland. Zu den Dienstleistungsangeboten des Verbandes gehören beispielsweise rechtliche und steuerrechtliche sowie betriebswirtschaftliche Beratung, Symposien, ein Internet-Auftritt für die Branche sowie vielerlei Informationen. Fachkräfte für Bootsservice werden ausgebildet, Bootshandelsbetriebe sowie Boots- und Yachtsachverständige zertifiziert, Sportboothäfen klassifiziert. Auf einigen Ausstellungen werden Gemeinschaftsbeteilungen arrangiert. Gemeinsam mit der Messe Düsseldorf (Link), dem ADAC (Link) und Vivawasser.de (Link) entstand der Wassersporttourismus-Guide (Link), in dem auch Mitgliedsunternehmen aufgeführt werden können.


Notwendige Erneuerungen mahnte
Abdul R. Adib, Projektleiter der
Ausstellung boot Düsseldorf, an.


"Fachhändler und Serviceunternehmen"
Jürgen Tracht referierte zum Thema "Fachhändler und Serviceunternehmen im Spannungsfeld zwischen Kunden und Lieferanten". Im Rahmen steigender Anforderungen erwarten die Kunden von Branchenunternehmen wirtschaftliche Stabilität, eine klare Positionierung der Unternehmen und Glaubwürdigkeit hinsichtlich ihrer Produkt- und Serviceversprechungen, Be-ratungs- und Produktkompetenz sowie eine professionelle Geschäftsabwicklung. Auch die Lieferanten stellen Erwartungen an den Handel - hinsichtlich wirtschaftlicher Stabilität, Kontinuität und Kompetenz, der Unternehmensdarstellung, Verwaltung der Kundendaten, professioneller Werkstattausrüstung und Sortimentsbreite, um an dieser Stelle nur einige Aspekte zu nennen. Das wird zu einer Konzentration auf weniger, aber leistungsfähiger Marktpartner führen. In einer der nächsten Ausgaben der WassersportWirtschaft wird auf dieses Thema ausführlich eingegangen.

"Die Verantwortung der Industrie"
"Die Industrie muss die Verantwortung für die Akquisition neuer Zielgruppen übernehmen. Diese Aufgabe ist nicht delegierbar." Die Ausstellung boot kann zwar unterstützen und Themen aufgreifen, aber nicht kreieren. "Die mit erheblichem organisatorischen und finanziellen Aufwand betriebenen vielfältigen Aktivitäten und Sonderschauen werden zu Insellösungen, wenn sie in den Ideenschmieden der Unternehmen, in den Hallen und an den Ständen keine Basis finden, wenn junge Leute nicht als Kunden von Morgen begriffen werden, wenn es an attraktiver Standgestaltung und Aktionen fehlt." Abdul R. Adib steht bereit, entsprechende Ausstellungs-Konzepte mitzuentwickeln. Die Ausstellung boot allein kann den Nachwuchs allerdings nur dann für den Wassersport begeistern, wenn die Branche Produkte entwickelt, die bei jungen Leuten Anklang finden. "Ansätze zur Erschließung neuer Zielgruppen hat es zwar gegeben - wie die Aktion Go Boating. Doch sind die letztlich im Wettbewerb der Interessen auf einen Minimalkonsens geschrumpft, der die Sache nicht befriedigend vorantreiben kann," stellte Abdul R. Adib fest.

Neue Märkte
Dabei ist für die Ansprache des Nachwuchses Eile geboten: Fast jeder dritte Besucher der boot 2005 war über 50 Jahre alt, 55 % der Besucher entstammten der Altersklasse 30 bis 50 Jahre. Diese Entwicklung mag noch in den nächsten 10 bis 15 Jahren tragfähig sein, zumal die Branche noch von der so genannten Generation 50 plus profitieren dürfte, von den wohl versorgten oder wohl habenden jungen Alten, die über viel Freizeit verfügen. Aber die Freizeitforscher sind sich einig, dass die demografische Entwicklung bereits ab 2015 zu längeren Lebensarbeitszeiten, sinkenden Alterseinkommen und damit auch zu veränderten Anforderungen dieser Generation an die Freizeitgestaltung führen wird.

Quelle:
Bundesverband Wassersportwirtschaft

 
 

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