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BWVS auf Wachstumskurs - Interview mit Robert Marx

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BWVS auf Wachstumskurs - Interview mit Robert Marx


BWVS-Präsident Robert Marx

Immer mehr Unternehmen nehmen das umfassende Dienstleistungsangebot des Verbandes in Anspruch. Allein in den ersten beiden Quartalen haben sich 48 Unternehmen für eine Mitgliedschaft im Bundesverband Wassersportwirtschaft entschieden.

Beratung durch Spezialisten
Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr. Seit Jahren hat der Verband in den gezielten Ausbau des Dienstleistungsangebotes investiert. Neben Informationen rund um die maritime Wirtschaft steht besonders das juristische Beratungsangebot im Focus des Mitgliederinteresses. Die beiden Verbandsjuristen Dr. Michael Unkelbach und Stefan Meyer stehen über die juristische Hotline (0221 595710) für Beratungsgespräche zur Verfügung und betreuen die Mitgliedsunternehmen kostenlos im vorprozessualen Raum. Beide sind Spezialisten in ihrem Bereich und kennen die Probleme der Unternehmen seit vielen Jahren. Neben Kompetenz geht es aber gerade in diesem Bereich häufig um Schnelligkeit. Der Verband garantiert daher seinen Unternehmen eine Beratung innerhalb von 24 Stunden. Darüber hinaus empfiehlt der Verband seinen Mitgliedern rund 20 Verträge und Geschäftsunterlagen, die jeweils dem aktuellen Stand der Rechtsprechung ange-passt werden.

Lobbyarbeit: "Dünnbrettbohrer" haben keine Chance
Als mitgliederstarker Verband kann der BWVS Einfluss auf Politik und Behörden nehmen und schützt so die Interessen der maritimen Wirtschaft. Eine wichtige Rolle spielen im Zusammenhang die Facharbeitskreise des Verbandes. In ihnen wird die wichtige Detailarbeit geleistet. Hier kommen die speziellen Interessen eines Branchensegmentes zur Sprache. Wer hier *am Tisch sitzt, ist bestens informiert und kann sein wirtschaftliches Umfeld aktiv mitgestalten.

Schlüssel zum Verbandserfolg
Die Arbeitsergebnisse bilden dabei die Grundlage für eine engagierte und erfolgreiche Lobbyarbeit. Der Politik eine bestimmte Richtung zu geben, ist nur dann möglich, wenn sich die Argumentation auf profunde Sachkenntnis stützen kann. "Dünnbrettbohrer" werden nur allzu schnell enttarnt. Lobbyarbeit funktioniert also nur dann, wenn die Facharbeitsgruppen dem Verband die Fakten zur Verfügung stellen. Kompetente Beratung und erfolgreiche Fach- und Lobbyarbeit sind der Schlüssel zum Verbandserfolg. BWVS-Präsident Robert Marx will diese Entwicklung weiter voranbringen: "Wir freuen uns über die breite Zustimmung zum verbandlichen Dienstleistungsangebot und werden dies weiter ausbauen. In Zukunft werden vor allem Professionalisierungsangebote eine wichtige Rolle spielen. Als Verband müssen wir dazu beitragen, dass unsere Unternehmen im immer härter werdenden Wettbewerb bestehen können."



Herr Marx, in diesem Jahr endet die erste Hälfte Ihrer Amtszeit. Wie fällt Ihre Halbzeitbilanz aus?

RM: Ich denke, der Verband ist auf einem guten Weg. Auf nationaler und internationaler Ebene sind wir ein akzeptierter Gesprächspartner und wir haben einige wichtige Projekte auf den Weg bringen können.

Können Sie unseren Lesern weitere Einzelheiten nennen?

RM: Sehr gerne. Für die Gründung der europäischen Dachorganisation EURMIG haben wir uns stark engagiert. Viele Entscheidungen werden heute in Brüssel getroffen. Dort müssen wir unmittelbar Einfluss nehmen. Unser Geschäftsführer hat die Aufbauarbeit als Präsident der Vereinigung wesentlich mit gestaltet. Auf nationaler Ebene haben wir das Zukunftsthema Wassertourismus neu positioniert und verbandsintern viel in den Ausbau des Dienstleistungsprogramms investiert. Wir sind heute ein moderner und leistungsstarker Industrieverband.

Wie wird die Zukunft des Verbandes aussehen?

RM: Wir sehen uns als Beraterverband. Diese, durch meine Vorgänger entwickelte Zukunftsvision, möchte ich gerne mit weiteren Inhalten füllen. Wir wollen keine Besitzstände verwalten sondern innovativ die Zukunft der Branche mitgestalten. Dafür haben wir mit einer kreativen Verbandsspitze und kompetenten Landes- und Fachgruppendelegierten die allerbesten Voraussetzungen. Wir sind alle sehr nahe am Markt und kennen die Bedürfnisse der Branche.

 
 

Und die weiteren Inhalte?

RM: Wir müssen wettbewerbsfähiger werden. Dazu sind zwei Schritte erforderlich. Zum einen müssen weitere Professionalisierungsangebote für die Branche schaffen. Mit der Fachkraft für Bootsservice und den Zertifizierungs- und Klassifizierungsangeboten für Unternehmen, Sachverständige und Sporthäfen haben wir bereits einiges erreicht. Nun entwickeln wir eine Vision für die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen. Wir müssen unseren Mitgliedern genau sagen, welche Anforderungen auf sie zu kommen werden.

Wissen das die Betriebe nicht selbst am besten?

RM: Einige sicher. Aber die Mehrzahl unserer Unternehmen sind Kleinbetriebe mit weniger als 5 Mitarbeitern. Da bleibt wenig Zeit für strategische Überlegungen. Hier steht also auch der Verband in der Verantwortung.

Sie sprachen von zwei Schritten.

RM: Richtig. Der zweite Schritt muss die Entrümpelung der Branche von unsinnigen Regelungen sein. Dazu ist aber die Zusammenarbeit mit allen Verbänden notwendig, die im Wassersport Verantwortung tragen. Wir setzen uns für eine Koordinierungsstelle ein, in der die Verbände gemeinsam Vorschläge entwickeln und unmittelbar an die Politik herantragen. Mehr Kooperation als bisher ist unbedingt erforderlich. Schließlich geht es nicht nur um die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe sondern auch um die der gesamten Branche.

Quelle: Wassersport Wirtschaft 2005

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