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Deregulierungskonzept in Berlin vorgestellt</04.07>
Reportagen - Archiv
Deregulierungskonzept in Berlin vorgestellt

Am 19. Oktober 2006 haben ADAC Bereich Sportschifffahrt, Bundes- verband Wassersportwirtschaft und Deutscher Boots- und Schiffbauer- Verband ein Deregulierungskonzept für die Sportschifffahrt und den Wasser-tourismus in Berlin vorgestellt. Erwartungsgemäß schlagen die Wellen hoch.
Koordinierungsausschuss
Im Frühjahr 2006 hatten sich alle Ver- bände, die im Wassersport Verant- wortung tragen darauf verständigt, innerhalb des Koordinierungsausschusses für die Sportschifffahrt und den Wassertourismus zusammen zu arbeiten und abgestimmte Vorschläge an die Politik heranzutragen. Der Koordinierungsausschuss wurde durch die Bundestagsabgeordnete Frau Annette Faße initiiert, die sich auch im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages für die Belange des Wassertourismus einsetzt. Zwei Themen sollten vorrangig bearbeitet werden: Führerscheine/Befahrensregelungen sowie maritime Infrastruktur.

Kein Interesse an Kooperation
Zumindest beim ersten Thema zeigte sich schnell, dass es sich bei der gegebenen Zusage wohl nur um ein Lippenbekenntnis handelte. Deutscher Segler-Verband (DSV), Deutscher Motoryachtverband (DMYV) aber auch der Verband Deutscher Sportbootschulen (VDS) nahmen an den folgenden Arbeitsgruppensitzungen zu diesem Thema nicht mehr teil.
Wassersport ist sicher
Mit dem nun vorgelegten Deregulierungskonzept reagieren die drei Verbände auch auf die Ergebnisse der Sicherheitskonferenz, die auf Einladung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) im Frühjahr 2006 stattgefunden hat. Dort wurde von steigenden Unfallzahlen und der Notwendigkeit weiterer Regulierung berichtet. So wurde beispielsweise beschlossen, den "Geltungsbereich des Sportbootführerscheins-See (...) auf noch zu bestimmende Gewässer (zu) begrenzen."
Sicherheit und Leichtigkeit im Verkehr
Entgegen den Vorstellungen der Sicherheitskonferenz sind die drei Verbände bei ihrer Analyse zu dem Ergebnis gelangt, dass der Wassersport auch im Vergleich zu anderen Freizeitaktivitäten sicher ist. Dennoch ist das Regulierungsniveau in Deutschland bedeutend höher als in anderen führenden europäischen Wassersportnationen. Am Beispiel der Führerscheine wird dies deutlich. Amtliche Führerscheine sind in Nordeuropa (Skandinavien, Großbritannien, Irland) unbekannt, die Führerscheinregelungen in den Niederlanden, Belgien, Italien und Frankreich deutlich liberaler. In ihrem Deregulierungskonzept sprechen sich die Verbände für ein Regelungsniveau auf, dass einerseits die Sicherheit und Leichtigkeit im Verkehr nicht in Frage stellt und andererseits ökonomische Interessen angemessen berücksichtigt.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen beziehen sich schwerpunktmäßig auf die folgenden Bereiche:
Quelle: Bundesverband Wassersportwirtschaft e.V.
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