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Middle Sea Race 2007: Fünf deutsche Yachten am Start

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Middle Sea Race 2007: Fünf deutsche Yachten am Start

17.10.2007

69 Yachten - darunter fünf Deutsche - hat die 28. Auflage des Rolex Middle Sea Race zum Meldeschluss angezogen, eine mehr als 2006 gestartet war. Und wenn sie am kommenden Sonnabend, dem 20. Oktober, alle über die Startlinie gehen, wäre es eine neue Rekordbeteiligung. Allerdings ist die derzeit größte Sorge des veranstaltenden Royal Malta Yacht Clubs (RMYC), dass noch längst nicht alle gemeldeten Boote auf Malta angekommen sind, denn auf den Zufahrtsrouten herrschen stürmische Winde. Diese sollen in den kommenden Tagen etwas abnehmen, so dass hoffentlich noch alle Teilnehmer rechtzeitig zum Start eintreffen.

Kein unnötiges Risiko
"Es liegen in alle Mittelmeerhäfen dieser Region Boote fest", so Kommodore Georges Bonello DuPuis, "niemand will ein unnötiges Risiko eingehen, vor allen nicht vor dem Start so einer Langstreckenregatta. Aber ich bin zuversichtlich, dass bis zum Start alle hier sein werden und wir wieder ein großartiges Rennen haben werden."

Fünf deutsche Yachten am Start
Die deutschen Farben werden von fünf Yachten unterschiedlicher Couleur vertreten. Die Marten 49 "Vineta" wird vom Hamburger Reeder Felix Scheder-Bieschin gesegelt, ein Urgestein der Hochseesegelei und lange Jahre Vorsitzender des Hamburgischen Vereins Seefahrt (HVS), der junge Menschen an den Hochseeregattasport heran führt. Die "Vineta" wurde 2004 in Neuseeland gebaut und startete anschließend beim Rolex Sydney Hobart Yacht Race, wo die Crew allerdings bei schwerem Wetter durch eine leichte Leckage aufgab.

Die Skipper
Sönke Stein, ein Hamburger Jung', der viele Jahre auf Malta zuhause war und jetzt in Dubai arbeitet, ist erneut mit seiner 38 Fuß langen Ker 11.3 "Kerisma" am Start. Mit einem älteren, kleineren Boot "O2" war er bereits einmal Klassensieger und insgesamt in der Spitzengruppe. "High Q1" heißt ein 31-Fuß-Trimaran von Hans Nagel. Der Bückeburger Christopher Wuttke bringt seine DK 46 "Guts 'N Glory" an den Start. Die Ex-"Erivale" gewann zwischen 2000 und 2005 diverse Rennen in Großbritannien. Die "Aquis Granus 4" ist ein weit gereistes Clubschiff des Akademischen Segelvereins Aachen. Sie hat schon einige Atlantiküberquerungen hinter sicher und ist übers Jahr fast ununterbrochen unterwegs. Skipper ist Gerhard Hennssen.

Rambler und Titan
"Wir sind sehr froh, so viele Teilnehmer begeistert zu haben. Wir haben nicht nur einige potentielle Rekordbrecher dabei, sondern auch einige sehr ambitionierte kleinere Boote, die eine reelle Chance auf den Gesamtsieg haben", fügte Bonello DuPuis hinzu. "Besonders stolz sind wir auf die US-Yachten ,Rambler' und ,Titan', aber wir sind genauso glücklich über die 30-, 40- und 50-Füßer, die das Gros des Felds ausmachen. Diese Boote machen das Rennen wirklich zu einem Erfolg."



Zweimann Crew aud der Slingshot
Was den RMYC ebenso erfreut, ist die Tatsache, dass so zahlreiche Crews mit ihren Yachten wiederkommen, um das Rennen noch einmal zu segeln. So ein Fall ist Sean Murphy, der die Regatta auf seiner J/105 "Slingshot" zum zweiten Mal mit einer Zweimann-Crew angehen will. Ursprünglich hatte er geplant, bei Skipper Bonello DuPuis auf der Prima 38 "Primadonna Medbank" mitzusegeln, aber durch einen Zufall blieb die "Slingshot" in Malta. "Als ich das George beichtete, fand er es sofort besser, einen weiteren Teilnehmer zu haben, und war überhaupt nicht bange, ein anderes Crewmitglied für mich zu finden. Ich weiß zwar nicht, was ich davon halten soll", lachte Murphy, "aber es wird schon sein Gutes haben, das es so gekommen ist."

Erinnerungen an das letzte Rennen
Murphy hofft auf eine einfachere Passage als beim vorigen Mal, als die Windbedingungen beim Start sehr leicht waren, bevor die Brise gegen Ende zunahm. "Als wir in die Strasse von Messina kamen, habe ich in unserer Nähe 53 Boote aus dem Feld gezählt. Deshalb waren wir glücklich, weil wir ja eines der kleinsten und langsamsten Schiffe waren und nach berechneter Zeit dadurch vorne lagen. Am Ende des Rennens nahm der Wind so stark zu, dass es für uns zu zweit schon fast zuviel war. Wir hatten gerefft, vollen Druck in den Segeln und nicht genug Trimmgewicht auf der Bordkante", erklärt Murphy, dem im Ziel nur 17 Minuten zum Gesamtsieg über alles gefehlt hatte. "Slingshot" wurde letztlich Dritte hinter der "Artie" (eine maltesische J/109) und dem deutschen Gesamtgewinner "Morning Glory", eine 86 Fuß lange Supermaxi mit Schwenkkiel von "SAP"-Gründer Hasso Plattner, der seinen Titel in diesem Jahr nicht verteidigen kann.

Atemberaubende Landschaft
Murphy ist froh, wieder dabei zu sein, und meint "das ist eine der großartigsten Regatten überhaupt, für die ich überall die Werbetrommel rühre, damit andere auch herkommen." Sein diesjähriges Mannschaftsmitglied heißt Roger Barber, mit dem Murphy 2005 das Rolex Fastnet Race gesegelt war. Es ist Barbers Premiere, aber er freut sich genauso darauf, vor allem auf die vielen atemberaubenden Landschaftsanblicke entlang der Route.

Die Route
Denn das Rolex Middle Sea Race nimmt das Feld mit auf ein 606 Seemeilen langes Abenteuer, dessen Start und Ziel auf Malta liegt. Die Startlinie ist einzigartig, weil sie zwischen dem Fort Manoel aus dem 18. Jahrhundert auf der einen und den Bastionsmauern Vallettas aus dem 16. Jahrhundert auf der anderen Seite liegt. Die Route führt die Teilnehmer an der Ostküste Siziliens zur Straße von Messina, vorbei am aktiven Vulkan Ätna. Am zweiten aktiven Vulkan, der Insel Stromboli, dreht das Feld nach Westen ab auf die Egadischen Inseln und die Nordwestspitze Siziliens zu. Hier ändert sich der Kurs nach Süden entlang der Insel Pantelleria, bevor die Boote erneut abdrehen zurück Richtung Malta via Lampedusa.

Küstenwettfahrten zum Start
Das Rolex Middle Sea Race 2007 startet am Sonnabend, dem 20. Oktober, vom Marsamxett Hafen in Malta. Der Malta Rolex Cup, eine Serie aus zwei Küstenwettfahrten am 16. und 17. Oktober, geht dem Langstreckenrennen voraus. Die Preisverteilung ist am 27. Oktober mittags. Robert McNeills "Zephyrus IV" stellte in 2000 den aktuellen Streckenrekord von 64 Stunden, 49 Minuten und 57 Sekunden auf.

Quelle: regattanews.com

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