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Wild Water Days - Surfen und Naturschutz für Kinder </02.08>
Reportagen & Portraits
Wild Water Days - Surfen und Naturschutz für Kinder

40 Kinder und 40.000 Fragen. Warum darf man nicht über die Düne laufen? Kann man hier auch Wale sehen? Kann man hier pieschern? Zum Glück weiß Jochen Fendt auf fast alle von ihnen eine Antwort. Als Mitarbeiter der Surfrider Foundation macht er sich seit Jahren für den Naturschutz stark und kennt sich bestens mit Umweltfragen aus.
Sich für die Umwelt stark machen
„Gerade Kinder haben ein sehr gutes Gefühl dafür, was gut, aber auch schlecht läuft in unserer Welt", sagt der Experte. „Wir sehen sie als Opinion Leader, die Freunde, aber auch Eltern davon überzeugen sollen, sich für Umweltfragen stark zu machen." Zusammen mit dem Surfbrand Quicksilver hat die Surfrider Foundation deshalb einen Event, nur für Kinder, ins Leben gerufen. Schwerpunkte sind das Surfen und der Naturschutz. „Die Wild Water Days geben Kindern die Möglichkeit, die Umwelt aktiv zu erleben", sagt Torsten Schulze von Quicksilver Deutschland. „Sie sollen lernen, dass Meer und Küste erhaltenswerte Lebensräume sind, deren Flora und Fauna es zu schützen gilt."
Sylt liefert erste Einblicke
Da sich die Insel Sylt seit Jahrzehnten für den Naturschutz einsetzt, fiel die Wahl der Veranstalter auch dieses Jahr auf die durch Erosion bedrohte norddeutsche Insel. Mit einer Dünenwanderung gab das Team vom Erlebniszentrum Naturgewalten den 9- bis 14-Jährigen einen ersten Einblick in das zerbrechliche Ökosystem. „Anfassungs- statt Anschauungsunterricht", sagt der 12-jährige Frederic Epp begeistert. Nur für die Hasen sei er ein bisschen zu langsam gewesen. Genauso enthusiastisch ist auch sein Freund Jon Köster Er fand vor allen Dingen die Entstehung der Küstenlinie faszinierend. „Ich hatte keine Ahnung wie Sand sich bewegt - wie eine Düne überhaupt erst entsteht."

Die Kinder für das Surfen begeistern
Neben dem Dünen- wurde dann auch der Wasser- und Strandschutz thematisiert. „Wir haben den Kindern erklärt, dass ein im Vorbeigehen achtlos weggeworfenes Kaugummipapier 300 Jahre braucht, um zu zerfallen", erklärt Torsten Schulze. „Dass sie aufmerksam durchs Leben gehen müssen, wenn sie auch in zwanzig Jahren noch an sauberen Stränden und in sauberem Wasser surfen gehen wollen." Die Kinder für das Element Wasser und speziell für das Surfen zu begeistern, kann seiner Meinung nach einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, den Lebensraum Meer zu erhalten.
Freude über die ersten Erfolge
„Jeder Surfer ist ein Gewinn für dieses Vorhaben." Für die meisten der Kinder war der Tanz mit den Wellen dann auch eine ganz neue Erfahrung und die Freude über die ersten Erfolge entsprechend groß. „Den Take Off beherrsche ich inzwischen perfekt", strahlt die 11-jährige Charlotte Freese, „den Waschgang allerdings auch." „Total gestoked" ist auch die 13-jährige Kim Köster Sie sei jetzt zwar total k.o., könne die nächsten Wild Water Days aber gar nicht mehr abwarten.
Text: Tommes Wolf
Fotos: Brian Bojsen
Quelle: www.free-magazin.com














