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One Design Class - Farr 40</02.08>

One Design Class - Farr 40

One Design Class - Farr 40

 

Es war schon immer eine Frage der Philosophie, ob man als Segler seine Regattastrategie den technischen Herausforderungen einer Handicapformel wie IMS oder auch IRC anpasst oder sich ganz auf die seglerischen Fähigkeiten in einer One Design Klasse konzentriert. Während beim Segeln unter Handicapformeln Designer und Werft am Erfolg teilhaben, bestimmt in den One Design Klassen ausschließlich die Qualität von Crew und Segeln den Erfolg. Wer am schnellsten in die richtige Richtung segelt, gewinnt. Dieses Prinzip ist einfach, olympisch erprobt - und unbarmherzig. Kein schlechter Vermessungswert kann den seglerischen Misserfolg kaschieren.

Allerdings haben es One Design Klassen in der Regel schwer, sich auf dem wankelmütigen Segelmarkt der Offshore Yachten zu etablieren. Nur jeweils ein Designer und eine Werft profitieren vom wirtschaftlichen Erfolg einer gelungenen Einheitsklasse – die Konkurrenz ist groß, der Erfolgsdruck hoch und die Überlebenszeit entsprechend gering. Boxrule Klassen sind die Alternative im vergütungslosen Regattasegeln. Die Yachten werden in eine Box hinein konstruiert. Sie dürfen den Geschwindigkeitsdeckel dieser Box jedoch an keiner Stelle durchstoßen. Transpac 52 und die neue GP 42 sind zwei sehr sportliche und teure Klassen dieser Gattung. Hier können Designer und Werften weltweit mitspielen.




Ultimatives Regattasegeln auf Hochseejollen im Grand Prix Zirkus, das ist die Zauberformel aller Olympioniken und America’s Cup-Segler. Keine geringe Herausforderung an die Designer. Mumm 36 der 90er Jahre, später Mumm 30 und zuletzt die extreme Karbonschüssel RC 44 von Russel Coutts sind Antworten auf die Forderungen der Professionals. Auch die neue X 35 beeindruckt bereits im ersten Jahr durch sehr hohe Verkaufszahlen. Und das trotz konservativem Riss und Segelverhalten.

Dr. Wolfgang Schäfer, der Präsident der Europäischen Farr 40 Flotte: „Der Erfolg einer Einheitsklasse basiert auf einer ausgewogenen sportlichen Konstruktion, einem gelungenen Klassenkonzept und einem an den Bedürfnissen der Segler orientierten straffen Management. Die Farr 40 erfüllt diese Voraussetzungen in ganz besonderer Weise und ist die wohl erfolgreichste One-Design-Klasse der letzten Jahre.“

Vor elf Jahren von Bruce Farr gezeichnet durfte die Farr 40 nur von zwei Werften weltweit gebaut werden. Carroll Marine in Florida und DK Composites in Malaysia bauten alle Yachten in identischen Formen. Heute hat U.S. Watercraft auf Rhode Island die alleinige Lizenz übernommen. Die Toleranzen bei der Rumpfherstellung sind äußerst gering. Deck, Rumpf und Kielsegment werden vor dem Zusammenkleben eingewogen und müssen innerhalb sehr enger Toleranzen bleiben.

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