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Stand Up Paddling - Surfen mit Paddel (Teil 2)

Einsteigerinfos zum Thema Trendsportarten

Stand Up Paddling - Surfen mit Paddel (Teil 2)


Mit der später zunehmenden Fokussierung auf die Entwicklung moderner Materialien und physikalisch vorteilhafterer Shapes gerieten die eher unhandlichen Longboards zeitweise aus dem Blickwinkel vieler Surfer. Die Einführung der leichteren Shortboards beim Wellenreiten führte somit dazu, dass SUP etwas in Vergessenheit geriet. Es waren große Sportler wie Laird Hamilton, Archie Kalepa, Dave Kalama, Loch Eggers, Robby Naish u.a., die das Stand Up Paddling weiterentwickelten und auf neue Wege führten. Die Beschleunigung mit dem Paddel ermöglichte es ihnen, schnell in die Welle zu kommen, und darüber hinaus bringt das Paddel Stabilität in schwierige Turns. So erreichten die Watermen schnell neue Level: Besonders Laird hat durch das Big-Wave-Surfen mit dem Paddel die Grenzen des bis dahin Möglichen mal wieder gesprengt.




Bald probierten auch andere Surfer die Kombination von Kanupaddeln und Wellenreiten aus und entdeckten SUP zum einen als effektive Trainingsmethode, die sämtliche Muskeln anspricht und bisherige Fähigkeiten optimiert, zum anderen als Surfart mit hohem Spaßfaktor, die unabhängiger von optimalen Bedingungen ist und sich auch als naturnahes Ausflugsmittel an ruhigen Tagen eignet. Mit dem neuen Retrotrend, den SUP dadurch in den letzten Jahren ausgehend von Hawaii erfahren hat, hat sich auch das Materialangebot verbessert. Nachdem zunächst einzelne Shaper oder kleinere Firmen in Zusammenarbeit mit erfahrenen SUP-Surfern spezielle Bretter und Paddel entwickelten, die auf die Besonderheiten des Sports abgestimmt waren, haben in den letzten Jahren vermehrt die großen Marken den Trend erkannt. Durch ein größeres Angebot und internationale Vertriebswege ist SUP somit heute einem breiteren Publikum zugänglich als es noch vor einigen Jahren der Fall war.

SUP-Boards sind in der Regel zwischen drei und vier Meter lang und 70 bis 80 Zentimeter breit. Bei einigen Produkten auf dem Markt handelt es sich um reine Surfbretter; viele Hersteller bieten die Boards aber auch mit Mastschiene – teilweise sogar mit Schlaufeninserts – an, so dass das Equipment bei Bedarf zum Windsurfen genutzt werden kann. Die Paddel aus Glasfiber oder Carbon gibt es in verschiedenen Ausführungen – unter anderem auch mit individuell einstellbarer Grifflänge. Idealerweise sollte das Paddel 30 Zentimeter länger sein als der Fahrer.

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