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Fachbegriffe in Seewetterberichten
Meteorologische Grundbegriffe
Fachbegriffe in Seewetterberichten
Im Wetterbericht wird zuerst die Wetterlage mit der Lage der Hoch- und Tiefdruckgebiete angegeben. Dazu wird die Zugrichtung der Druckgebiete gezeigt:
Russlandhochkeil 1018 Balkan, etwas abschwächend. Tief 1002
Cornwall, auffüllend, langsam südostziehend. Trog 1015
Westfrankreich, abschwächend, südostschwenkend.
Tief 995 südliche Norwegische See, abschwächend. Wellende
Kaltfront 1008 Skagerrak, 1010 Schlesig-Holstein, 1015
Südwestdeutschland, langsam ostschwenkend.
Azorenhochkeil 1025 Spanien, verstärkend, nordostausweitend.
Sturmtief 982 auf 55 Nord 28 West, vertiefend, nordostziehend.
Luftdruck
Der Luftdruck wird in Pascal gemessen (Pa) Ein Pascal entspricht dem Druck, der durch ein Gewicht von einem Kilogramm auf einer Fläche von einem Quadratmeter entsteht. Auf jedem Quadratmeter der Erde lasten ca. 10 Tonnen Luft. Jetzt noch die Schwerkraft dazu, die das Gewicht um das zehnfache erhöht, dann sind das pro Quadratmeter 100 Tonnen. Deswegen wird der Luftdruck in Hektopascal (hPa) angegeben. Vor geraumer Zeit benutzte man hierfür noch die Maßeinheit Millibar (mbar). Die Werte sind aber gleich (1.000 hPa = 1.000 mbar). Der Normaldruck auf der Erdoberfläche in Meereshöhe liegt bei ca. 1.013 hPa. Der niedrigste Wert, den man jemals gemessen hat bei 873 hPa und der höchste bei 1.084 hPa. Diese Werte sollte man sich merken, um den momentanen Luftdruck einschätzen zu können. Der Luftdruck selbst ist allerdings nicht entscheidend, sondern die Geschwindigkeit, mit der er sich verändert. Entscheidend für das kommende Wetter ist immer, wie schnell der Druck sich in einem bestimmten Zeitraum verändert. Sinkt z.B. der Druck innerhalb von 3 Stunden um 10 hPa, dann muss man mit einem schweren Sturm rechnen.
Druckänderungen
Ist in den Seewetterberichten von einem vertiefendem Tief die Rede, wird sich im Kern des Tiefdrucksystems der Luftdruck weiter absenken. Das signalisiert einem, dass der Wind zunehmen wird. Anders herum, schwächt sich das Tief ab und füllt sich auf, dann steigt der Luftdruck und der Wind lässt nach. Verstärkt sich ein Hochdruckgebiet, dann steigt der Luftdruck und anders herum. Auch hier ist mit entsprechenden Winden zu rechnen. Tröge und Ausläufer vertiefen sich und füllen sich auf, unabhängig davon, was mit dem Luftdruck in dem dazu gehörigen Tief geschieht. Gelegentlich wird aus einem Trog ein Teiltief, also ein neues, eigenständiges Tiefdruckgebiet.
Zuggeschwindigkeit
Wichtig sind auch die Zuggeschwindigkeiten der Druckgebiete. Hieraus lässt sich schließen, wann man selbst davon betroffen ist.
Zuggeschwindigkeit von Hoch-/Tiefdruckgebieten:
* Langsam ziehendes Tief: 5-10 kn.
* Normal ziehendes Tief: ~15 kn.
* Rasch ziehendes Tief: 20-40 kn.
* Sehr rasch ziehendes Tief: bis zu 60 kn.
* Hochdruckgebiete verlagern sich sehr langsam!
Der Wind dreht um ein Tief gegen den Uhrzeigersinn (also linksdrehend). Er dreht sich zum Tiefkern hin. Um ein Hoch dreht der Wind im Uhrzeigersinn (also rechtdrehend). Er dreht vom Hochkern weg.

Deutsche Bucht: Umlaufend 2 bis 4, südwestdrehend, langsam zunehmend 4 bis 5, vereinzelt Schauerböen, strichweise diesig, See 1 Meter.
Umlaufender Wind ist meist schwacher, die Richtung ständig ändernder Wind ohne bestimmbare Windrichtung.
Wichtig zu wissen ist, dass in Seewetterberichten grundsätzlich immer die mittlere Windgeschwindigkeit angezeigt wird. Bei labilem Wetter muss immer mit Böen gerechnet werden, die mit bis zu 25% schneller sind als die mittlere Windgeschwindigkeit.
Zum Abschluss folgen die aktuellen Seewetterwarnungen.













