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Tipps & Tricks für das Kutterangeln </04.08>
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Tipps & Tricks für das Kutterangeln
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Griff zum Gummi
An manchen Tagen stehen Dorsche kopf. Dann sammeln Sie Krebse vom Grund auf und interessieren sich nicht die Bohne für Köder, die über ihnen spielen. Lassen Sie in diesem Fall einfach mal die Pilker in der Box und probieren Sie’s mit Gummifisch pur. Je nach Drift sind dafür Jig-Köpfe von 35, 50 oder 80 Gramm angesagt. Kombinieren Sie diese mit Gummifischen zwischen acht und zwölf Zentimetern Länge. In Sachen Farbe haben sich vor allem Rot, Schwarz, Glitter-Blau, Rot-Schwarz und Glitter-Braun bewährt. Gedecktere Farben sind vor allem im flachen Wasser top. Wichtiger als der eigentliche Gummifisch ist aber die Köderführung. Besonders einfach ist es in der Abdrift, also wenn das Schiff vom Köder wegtreibt. Jetzt muss der Gummifisch nur in der Drift gehalten werden, um sein Spiel zu entfalten. Gelegentliche, kurze Rucke mit der Rutenspitze machen ihn dabei noch verführerischer. Wichtig: Der Jigkopf muss so schwer gewählt werden, dass der Gummifisch die ganze Zeit über den Meeresboden schleift. In der Andrift (der Kutter treibt auf den Köder zu) müssen wir werfen und den Gummifisch wie beim Zanderangeln mit kleinen Hüpfern über den Grund steuern. Auch langsames Einkurbeln mit kurzen Stopps bringt an manchen Tagen Dorsch auf Dorsch. Aber auch hier sollte der Gummifisch nie den Grundkontakt verlieren. Also, wenn der Pilker bei der nächsten Kuttertour mal wieder nicht so richtig läuft und Ihnen die Dorsche Krebse vor die Füße spucken, dann greifen Sie zum Gummi – und das Blatt wird sich wenden!
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Halt für Twister
Beifänger müssen einiges aushalten. Kräftige Würfe und Dorschattacken lassen die Twister schnell in den Hakenbogen rutschen. So gekrümmt taumeln sie wenig verführerisch durchs Wasser – da rümpft jeder Ostseeräuber die Bartel. Wer seine Twister mit einem Tropfen Sekundenkleber auf dem Hakenschenkel fixiert, geht sicher, dass die Gummis immer vernünftig sitzen und spielen.
Schneller Wechsel
Wer viel mit Beifängerfarben experimentiert, fängt auf Dauer einfach mehr Fisch. Aber mal ehrlich: Sind Sie nicht auch manchmal einfach zu faul zum Wechseln? Ich jedenfalls tue mich immer schwer damit, wenn ich – am besten noch mit eiskalten Fingern – einen oder zwei neue Knoten machen muss. Da bleibe ich dann der Bequemlichkeit halber oft genug doch beim japanroten Twister. Die Lösung: Schnellwechselsysteme. Sie ersparen viel Fummelei und sorgen damit auch dafür, dass Angler öfter mal was Neues ausprobieren – und besser fangen.
Schnelle Klemme
Einen genialen Rutenhalter konnten wir beim Dorschfestival in Heiligenhafen bei Rute&Rolle-Leser Heinz Thorwesten aus Dorsten abgucken. Alles, was Sie dafür brauchen: die Klemme eines alten Überbrückungskabels, eine Klemmhalterung für Gartengeräte (gibt’s zum Beispiel im Baumarkt) und zwei Schrauben mit passenden Muttern und Unterlegscheiben. Setzen Sie zwei Bohrungen in die eine Backe der Kabelklemme und schrauben Sie den Gartengerätehalter einfach an – fertig! Die Klemme des Überbrückungskabels hat eine solche Kraft, dass sie bombenfest an der Reling sitzt. Die Rute wird anschließend in die Gerätehalterung eingeklemmt und findet hier bei Sturm und starkem Seegang ein sicheres Plätzchen.
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