Hauptinhalt dieser Seite

Sprungmarken zu den verschiedenen Informationsbereichen der Seite:

Links zur Messe Düsseldorf

Sie befinden sich hier: Segeln. Regatta. Regattaszene der Segler. Olympische Spiele.

DSV-Sportdirektor gibt nach 30 Jahren das Ruder aus der Hand

Olympische Spiele

DSV-Sportdirektor gibt nach 30 Jahren das Ruder aus der Hand


Scheidender DSV-Sportdirektor
Hans Sendes

33 Jahre lang war der Deutsche Segler-Verband sein beruflicher Heimathafen, 30 davon stand sein Name als Synonym für den Posten des Sportdirektors. Sendes leitete die Geschicke der Leistungssegler sehr menschlich, mit viel Verständnis für die Aktiven und exzellenten Drähten zu Vereinen, Verbänden und Behörden. Ab Herbst 2008 wird er sich langsam zurückziehen.

Neun Olympische Spiele mitgemacht
In Sendes Amtszeit fielen neun Olympische Spiele, darunter die Silbermedaille von Achim Griese 1984 im Starboot, Gold und Silber durch die Teams von Jochen Schümann, die märchenhaft anmutende Silbermedaille der Surferin Amelie Lux im Jahr 2000 vor Sydney und im gleichen Jahr auch die Bronzemedaille von Roland Gäbler im Tornado. Hans Sendes hat mit den Seglern Höhen und Tiefen durchschritten. Dazu zählt der schmerzliche Fall des Olympiafavoriten Wolfgang Hunger in Barcelona. Ein zu spät bemerkter Frühstart und ein zerissenes Segel ließen dessen Träume bereits zum Auftakt der olympischen Wettfahrten 1992 platzen. „Das war ein harter Schlag, denn Hunger war ein Ausnahmesegler“, erinnert sich Sendes heute. Für seine letzten Olympischen Spiele als Teamchef der deutschen Segelequipe wünscht sich der 60-Jährige, dass seine sechs Mannschaften zeigen, was sie können. „Sie haben es drauf, segeln alle auf Weltklasse-Niveau. Ich wünsche mir von Herzen, dass sie ihre Künste zur rechten Zeit abrufen können.“

Nominierungskriterien verschärft
Nach den glanzlosen olympischen Wettfahrten in Athen vor vier Jahren macht sich Hans Sendes keine Illusionen, bleibt aber optimistisch: „Nach Athen hatte der damalige DSB einigen Sportlern nicht ganz zu Unrecht Olympiatourismus vorgeworfen. Entsprechend wurden die Nominierungskriterien für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in China für alle Sportarten deutlich verschärft. Ich kann gut damit leben, dass wir mit einem kleineren Team in Qingdao antreten. Und ich bin überzeugt, dass jede Seglerin und jeder Segler das Zeug dazu hat, in die Top 6 zu segeln. Für den Rest braucht man dann auch das notwendige Quäntchen Glück, aber warum sollte unsere Mannschaft das nicht auch einmal haben?“

Auf Überraschungen vorbereitet sein
Die Vorbereitungen des Teams laufen auf Hochtouren. Viele trainieren in diesem Sommer mehrfach im Olympiarevier. Hans Sendes: „Einige Aktive sind fleißig dabei, ihr Gewicht zu reduzieren. Das ist mit Blick auf ein bekanntes Leichtwindrevier sicher sinnvoll. Aber ich muss auch oft an die olympische Regatta in Savannah 1996 denken, als Panikmacher im Vorwege von den ersten olympischen Segelwettfahrten sprachen, die mangels Wind nicht zustande kommen würden. Das Ende vom Lied: Wir haben die Zeltstadt wegen Sturms drei Mal ab- und wieder auf- bauen müssen. Am Finaltag wurden die Stare bei acht Windstärken auf die Bahn geschickt, um auf die benötigte Anzahl von Wettfahrten zu kommen. Da bleibt ein bisschen Unbehagen bei dem Gedanken, wenn es zum Auftakt auf dem Gelben Meer doch etwas heftiger weht als gedacht.“

Das Individuum geht vor
Um möglichst allen Olympiastartern ein optimales Umfeld zu schaffen, hat der Deutsche Segler-Verband dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) die Individualtrainer der Teams zur Nominierung vorgeschlagen. „Angesichts fünf Trainer-Akkreditierungen wird so für fast alle Sportler das seit Wochen und Monaten vertraute Gefühl erhalten. Niemand wird unnötig mit neuen Gesichtern konfrontiert. Mein Motto: So viel Teamgeist wie nötig, so viel Individualismus wie möglich.“ Die Haltung von Hans Sendes spiegelt den Wunsch der Leistungsträger wider, ihr Umfeld während der Spiele in Qingdao möglichst wenig zu verändern. Olympisch ist der scheidende Sportdirektor das mit Abstand erfahrenste Mitglied seiner kleinen, schlagkräftigen Truppe. Seine Hoffnung: „Wenn jeder im Team, ob Leiter, Trainer oder Sportler, Verständnis für die Aufgaben aller anderen aufbringt und akzeptiert, dass er Teil der Deutschen Olympiamannschaft ist, kann eigentlich nicht viel schieflaufen.“

Quelle: DSV

- Mehr zum Thema Olympia
 
 

Mehr Informationen

Wetterservice

Seewetter, Segelwetter, Wetterbericht

zum Seewetterbericht

DYC-Segeltalent Constanze Stolz


Zum Video

Sailing Team Germany

Sailing Team Germany

Sailing Team Germany

Medien für Wassersportler

Bücher, Bildbände, DVDs, Kalender, u.v.m.

zu Büchern & DVDs

Segel-News

Startschuss für den FriendSHiP-Cup
mehr...
Outdoorskim-Jam Premiere
mehr...
Kleines Jubiläum am Bodensee
mehr...
Hightech und Hochleistungssport
mehr...
HanseGroup bündelt Produktion
mehr...

World Yacht Racing Forum

World Yacht Racing Forum 2010

zum Event-blog