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Olympische Bilanz fällt versöhnlich aus
Olympische Spiele
Olympische Bilanz fällt versöhnlich aus

Zwei Crews - ein Team:
Hannes Peckolt, Johannes
Polgar, Florian Spalteholz,
Jan-Peter Peckolt (v.l.n.r.)
Die deutsche Segelflotte beendet die olympische Regatta trotz Kenterdrama am Finaltag und geplatzter Medaillenhoffnungen mit positiver Bilanz. Teamchef Hans Sendes sagte in Qingdao: "Wir haben drei Ziele erreicht: Wir waren besser als in Athen, unsere Teams haben sich in fünf von sechs Disziplinen in den Top Ten platziert und wir haben eine Medaille gewonnen. Alle, die von mehr geträumt haben, sollen mal schön weiter träumen."
Ruder gebrochen, Traum geplatzt
Der Traum der deutschen Tornado-Crew Johannes Polgar/Florian Spalteholz von der zweiten deutschen Medaille platzte im Finale, als ihr Katamaran - in aussichtsreicher Position drei liegend - mit einem umhertreibenden Holzbalken kollidierte. Dabei brach das Leeruder und ließ das Boot bei hoher Geschwindigkeit außer Kontrolle geraten. Polgar/Spalteholz kenterten, wurden beide aus dem Boot geschleudert und konnten die Wettfahrt nicht beenden. "So ein Brocken ist hart zu schlucken, wir sind ganz schön traurig und auch wütend", haderte der 30 Jahre alte Steuermann in Qingdao mit dem Unglück. Ein Jury-Boot musste die beiden Segler aus Dänisch-Nienhof und Kiel auffischen und zu ihrem im Gelben Meer davon brausendem Tornado bringen. Schlimmer noch als die Kenterung aber wog die Erkenntnis, was hätte werden können, wenn sie nicht geschehen wäre. "Zu dem Zeitpunkt der Kollision lagen wir tatsächlich auf dem Bronzeplatz, denn die vor dem Rennen drittplatzierten Argentinier waren ein paar Plätze hinter uns. Das hätte womöglich gereicht..."
Einmal Bronze für deutsche Segler
Während Großbritanniens Segelteam nach fünf Medaillen in Athen auch in China erneut nahezu fehlerlos lief und in der Fushan Bucht sechs Medaillen in insgesamt elf Disziplinen produzierte, müssen die deutschen Segler mit einer Bronzemedaille durch die 49er-Segler Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) zufrieden sein. Das vor zwei Jahren etablierte Standortkonzept mit Leistungszentren in Kiel und Warnemünde bewertet der scheidende DSV-Sportdirektor Sendes trotzdem als Gewinn für die Zukunft: "Wir müssen die Kräfte bündeln. Kanuten oder Fechter machen uns das doch seit 20, 30 Jahren erfolgreich vor. Die Erfolge dieses Konzepts kommen aber nicht über Nacht." Im Medaillenspiegel der Segler triumphierte erwartungsgemäß Großbritannien mit vier Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille vor Australien mit zweimal Gold und einmal Silber. Spanien segelte mit Gold und Silber auf Platz drei. Deutschland belegt unter 400 Seglerinnen und Seglern aus 62 Nationen Platz 14.
Quelle: DSV













